Zeilensprung

Wermelskirchener Originale führen durch den Abend

Open Air auf der Außenbühne kommt der nächste „Zeilensprung – Poetry Slam“ der Kattwinkelschen Fabrik am 29. August daher. Foto: Veranstalter
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Open Air auf der Außenbühne kommt der nächste „Zeilensprung – Poetry Slam“ der Kattwinkelschen Fabrik am 29. August daher.
  • Markus Schumacher
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Der nächste Zeilensprung der Kattwinkelschen Fabrik soll draußen stattfinden

Wermelskirchen. Wenn das Mikrofon knistert und die Scheinwerfer die Bühne erleuchten, dann ist für Achim Stollberg eines klar: „Es ist wieder Zeit für den Zeilensprung – Poetry Slam!“ Am Sonntag, 29. August, ab 19 Uhr wird dazu wieder Open Air auf der Außenbühne der Kattwinkelschen Fabrik eingeladen.

Der künstlerische Leiter der Katt erklärt das Prozedere: „Künstlerinnen und Künstler des gesprochenen Wortes treten auf der Bühne mit ihren eigenen Texten gegeneinander an, um anschließend das Publikum in ihren Bann zu ziehen – und es darüber entscheiden zu lassen, wer als Sieger die Bühne verlassen wird.“

Die Regeln für Teilnehmende bei diesem literarischen Wettbewerb seien dabei denkbar einfach: „Der Text muss selbstverfasst sein, für jeden Vortrag gilt ein Zeitlimit von knackigen sechs Minuten. Und Requisiten? Sind verboten!“

Den Texten selbst seien dafür aber keinerlei Grenzen gesetzt: „So können diese humoristisch, nachdenklich, aber auch politisch, lyrisch oder einfach auch mal sinnfrei sein.“ Das Publikum dürfe draußen im Bistro der Katt also einen großartigen Abend, an dem eine bunte und unberechenbare Mischung aus Storytelling, Comedy, Poesie, Rap und Improvisation geboten wird, erwarten.

Für ein Hygienekonzept wird gesorgt sein

Durch den Abend führen dabei zwei echte Wermelskirchener Originale, wirbt Stollberg: Anna Lisa Tuczek und Oscar Malinowksi. „Mit einer Prise Bergischem Humor und Charme begleitet das Moderationsduo das Spektakel“, erklärt Stollberg. Am 29. August werden Angie Frowein (Wermelskirchen), Abdul Kader Chahin (Duisburg), Eva-Lisa (Dortmund) und Sven-Eric Jansen (Bergheim) an das Mikro treten. Stollberg freut sich schon: „Dieses grandiose Line-Up verspricht spannende Unterhaltung und einen Abend, den Sie nicht so schnell vergessen werden.“

Einen Hinweis an die Besucher hat der künstlerische Leiter noch: „Bitte nehmt zur Kenntnis und habt Verständnis dafür, dass es aufgrund von Corona und offiziellen Schutzmaßnahmen zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Wir hoffen, dass der Poetry Slam wie geplant stattfinden kann, können allerdings nichts garantieren.“

Für ein Hygienekonzept und hinreichende Maßnahmen werd jedenfalls gesorgt sein. Der Besuch der Veranstaltung folge selbstverständlich den aktuellen Auflagen der Coronaschutzverordnung. „Sollte die Veranstaltung wetterbedingt in den Innenbereich verlegt werden müssen, ist je nach aktueller Inzidenzstufe ein Nachweis über eine Negativtestung, eine Impfung gegen oder Genesung von Covid-19 notwendig“, erklärt Stollberg. Der Eintritt ist auf jeden Fall kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich.

Genau eine Woche vorher, am Sonntag, 22. August, ab 19 Uhr spielt die Band Breezewood in der Katt. Die im August 2018 gegründete Formation habe sich voll und ganz der Country-Musik verschrieben. Dabei stehe die „Nu Country Music“ im Vordergrund.

Stollberg erklärt: „Im Stil von Stars wie Keith Urban, Reba McEntire, Dixie Chicks und anderen wagt die Band den Spagat zwischen traditioneller Country-Musik und den Kompositionen dieser Künstler, die durch andere Stilrichtungen wie Rock, Pop und so weiter geprägt werden.“ Es fänden aber auch traditionelle Titel – zum Beispiel von Loretta Lynn oder Dolly Parton – ihren Platz im Programm.

„Die große Spielfreude der Band und die zum Mitmachen animierende Musik sind Garanten für einen sehr abwechslungsreichen und interessanten Konzertabend“, wirbt Stollberg. „Seien sie also eingeladen, kommen sie vorbei, singen und machen sie mit.“ Und auch am Sonntag, 22. August, gelte: Der Eintritt ist kostenlos.

Standpunkt

markus.schumacher@rga.de

Kommentar von Markus Schumacher

Bald nehmen Poeten, Märchenerzähler, Meister und Meisterinnen des gesprochenen Wortes und Geschichtenschreiber wieder ihren Mut zusammen und steigen mit ihren Texten auf die Bühne der Kattwinkelschen Fabrik in Wermelskirchen. Dann gibt es beim „Zeilensprung“, einem Poetry Slam (zu deutsch: Dichterwettstreit), etwas auf die Ohren. Alle Akteure buhlen dann um die Gunst der Zuschauer, denn die küren am Ende den Gewinner des Abends. So hören die meisten auch konzentriert zu. Bewertet wird meist mit Abstimmkarten. Das Zeitlimit beträgt sechs Minuten, der Text muss selbst geschrieben sein, Requisiten sind verboten. Das war es auch praktisch schon mit den Spielregeln. Witzig, politisch, lyrisch, tiefgründig oder auch (vermeintlich) sinnfrei – inhaltlich sind den Vortragenden eigentlich keine Grenzen gesetzt. Das Format Poetry Slam kam in den späten 1980er Jahren erstmals in Amerika auf, um das Interesse an literarischen Texten wiederzuerwecken. Die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene gilt mittlerweile als eine der größten der Welt. 1997 fanden erstmals deutschsprachige Poetry-Slam-Meisterschaften statt.

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