Politik

Wermelskirchener FDP fürchtet keine Auswirkungen

Parteichef Lindner wird Vorteilsnahme vorgeworfen – Ihm droht Aufhebung der Immunität im Bundestag.

Der Vorsitzende des Bundes-FDP, Christian Lindner, steht unter Beschuss – als Abgeordnetem des Bundestags droht ihm die Aufhebung der Immunität, damit gegen ihn ermittelt werden kann. Der Vorwurf: Vorteilsannahme im Amt. Obwohl der 1979 geborene Lindner, der als Finanzminister der Bundesregierung angehört, aus Wermelskirchen stammt, fürchtet Marco Frommenkord, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion, derzeit keinen Schaden für die Wermelskirchener Liberalen.

Frommenkord: „Wir machen weiter gute Politik für die Stadt.“

„Sicherlich hat das Ganze im Moment aufgrund des hohen Amtes, das Christian Lindner inne hat, eine gewisse Aufmerksamkeit, aber es bleibt abzuwarten, was bei der juristischen Beurteilung heraus kommt – ich kenne die Umstände nicht und kann deshalb zu der Art der angeblichen Werbung und zu den Äußerungen gar nichts sagen“, konstatiert Marco Frommenkord auf Anfrage unserer Redaktion. Ebenso müsse erst einmal abgewartet werden, ob Lindner tatsächlich seine Abgeordneten-Immunität verliere. „Der Vorgang, einen Kredit zu marktüblichen Konditionen zu erhalten, ist alltäglich“, kommentiert Marco Frommenkord.

Die Staatsanwaltschaft in Berlin hatte angekündigt, die Immunität von Lindner aufheben lassen zu wollen, um Ermittlungen wegen des Verdachts auf Erhalt von vorteilhaften Konditionen bei Privatkrediten starten zu können. Demnach habe Lindner zuvor für die kreditgebende BB Bank geworben – unter anderem in einem Grußwort. „Aus der Entfernung hat das Geschehen im ersten Schritt auf uns in Wermelskirchen keine Auswirkung“, stellt Frommenkord fest: „Da gibt es eine klare Trennung. Es besteht kein Zusammenhang mit der FDP in Wermelskirchen. Christian Lindner ist ja auch nicht mehr in Wermelskirchen politisch aktiv. Wir machen weiter gute Politik für die Stadt.“ Mit einem Lachen fügt Marco Frommenkord hinzu: „Ein schönes Zeichen wäre es sicherlich gewesen, wenn Christian Lindner eine Hausfinanzierung bei der Stadtsparkasse Wermelskirchen abgeschlossen hätte.“ -sng-

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