Die Wermelskirchener dürfen in Sachen Rhombus gespannt sein

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Entwicklung des Rhombus-Geländes interessiert wohl die meisten Bürger Wermelskirchens. Haben sie sich doch zu lange den Schandfleck an der Remscheider Straße angeschaut – meist beim Vorbeifahren über die Dellmannstraße. Noch vor einigen Monaten schien die Zukunft des ehemaligen Industriegeländes besiegelt. Die Stadtverwaltung wollte es kaufen und mit finanziellen Mitteln aus dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept unter anderem eine Bildungsstätte daraus machen. Aber kurzfristig sagten die Eigentümer den Verkauf ab. Das hatte die Stadt Ende Mai mitgeteilt. Man sei „überrascht und enttäuscht“, hieß es damals aus dem Rathaus. Und nun präsentieren die Eigentümer um Sven Schulte und Walter vom Stein ein ganz eigenes Konzept für das Gelände. Wenn das auch toll klingt und auf den ersten Blick ausschaut, so bleiben für die Bürger doch viele Fragen offen. Zum Beispiel die nach der Finanzierung. Vonseiten der Stadt hatte es geheißen, dass allein der Abriss der Gebäude „für Privatinvestoren nicht zu stemmen“ sei. Man darf also gespannt sein, was sich an der Remscheider Straße künftig entwickelt. Ein bisschen mehr Transparenz wäre aber in jedem Fall wünschenswert.

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Die Corona-Pandemie hatte während der letzten Wochen etwas an Fahrt verloren. Die Menschen bewegten sich wieder mehr im Freien, begegneten sich wieder und trauten sich und anderen mehr zu. Nun scheinen die Zahlen wieder etwas zu steigen. Auch im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Wermelskirchen hatte es während der letzten Tage wieder vereinzelte Infektionen gegeben. Die WNK/UWG fragte deshalb beim Kreis an, ob denn nicht in der täglichen Mitteilung über neue Fälle auch deren vermeintliche Infektionsherde, beziehungsweise Orte, an denen sich die Betroffenen wohl infiziert haben, öffentlich genannt werden könnten. Birgit Bär vom Krisenstab des Kreises findet diesen Wunsch zwar durchaus nachvollziehbar, erklärt aber auch plausibel, warum das nicht immer machbar sein wird. Vor allem aus Gründen des Persönlichkeitsrechtes. Denn wenn von einem Fall bekannt würde, bei dem sich Menschen zum Beispiel im Ausland angesteckt hätten, würden vor allem in einer kleinen Stadt sogleich die Spekulationen beginnen, wer das denn wohl sein könnte. Recht hat sie. Und da ist noch etwas: Absolute Sicherheit werden wir in Sachen Corona derzeit nicht bekommen. Weder darüber, wo man sich ganz sicher oder eben ganz sicher nicht ansteckt, noch darüber, wie die Infektion individuell verläuft. Es gilt wie so oft, Unsicherheit auszuhalten. Mit Risiken zu leben. Die lassen sich freilich minimieren. Mit dem Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, den Abstandsregeln und dem Einhalten der Hygieneregeln zum Beispiel. Es geht um Eigenverantwortung und Verantwortung anderen gegenüber. Wenn das auch einige offenbar der Mehrheit nicht zutrauen, so ist es doch die einzige Chance für ein einigermaßen konstruktives Miteinander in der kommenden Zeit. Und die absolute Sicherheit, die gibt es eben nicht. Nicht bei Covid-19, aber auch ansonsten nicht.

Die Region entwickelt sich zum Mekka für Radfahrer. Künftig auch mit Leih-E-Bikes am Bahnhof.

Arbeitslosenzahlen steigen merk- lich an.

anja.siebel @rga-online.de

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