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Wermelskirchen sucht Hochzeitsorte

Im Film Eck in Wermelskirchen können Brautpaare heiraten. Archivfoto: Jürgen Moll
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Im Film Eck in Wermelskirchen können Brautpaare heiraten. Archivfoto: Jürgen Moll
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Haupt- und Finanzausschuss: „Mit der Musikschule muss weiter gesprochen werden“

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Bürgermeisterin Marion Lück sprach im Haupt- und Finanzausschuss von einer Unterdeckung des Personals in der Senioren- und Pflegeberatung. „Ich habe diesbezüglich mit Landrat Stephan Santelmann noch einmal deutlich die Positionen ausgetauscht.“ Hintergrund: Die CDU-Fraktion hat einen Antrag gestellt, in dem die Verwaltung beauftragt wird, den heutigen Stellenanteil für die Seniorenberatung auf bis zu einer Vollstelle kostenneutral im Rahmen des vorhandenen genehmigten Stellenplans zu erweitern.

In der Begründung heißt es: „Es muss ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse älterer Bürgerinnen und Bürger gelegt werden. In den letzten Jahrzehnten hat die Stadt Wermelskirchen gezeigt, trotz der auch im Kreis vorhandenen angebotenen Leistungen, wie wertvoll eine Betreuung vor Ort in der Stadt ist.“ Der Antrag wurde im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig angenommen.

Bis zur nächsten Sitzung werden wir die Fraktionssprecher einladen.

Marion Lück, Bürgermeisterin

Die beiden Anträge zur Musikschule unter Top 7 und 8 indes wurden in die nächste Sitzung verschoben. Die Musikschule hatte öffentlich gemacht, dass sie mit der jetzigen finanziellen Ausstattung nicht mehr lange überleben wird. SPD und Grüne stellen den Antrag, dass die Stadt Wermelskirchen den Zuschuss wieder um 30 000 Euro erhöht. Die Freien Wähler und das Bürgerforum wollen 30 000 Euro in den Haushalt stellen, um die Musikschule extern prüfen zu lassen.

Martin Flechenberg (CDU) begründete seinen Verschiebungsantrag so, dass der Termin des Gesprächs der CDU-Fraktion mit der Musikschule noch nicht stattgefunden hat. Auch Marco Frommenkord (FDP) bat um Zeit, weil abschließende Gespräche noch nicht stattgefunden hätten. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Henning Rehse, Freie Wähler, wünschte von der Stadt noch nähere Informationen über die Zahlen der Musikschule. „Bis zur nächsten Sitzung werden wir die Fraktionssprecher zu einer kleinen Runde über dieses Thema einladen“, sagte Bürgermeisterin Marion Lück.

Um den schönsten Tag im Leben ging es im Tagesordnungspunkt 9. Die CDU-Fraktion stellt den Antrag, dass die Stadt Wermelskirchen ein Konzept für Trauungen an Alternativorten erarbeitet. „Wir finden diese Idee sympathisch“, sagte der AfD-Fraktionschef Axel Springer. „Wir dürfen die Kosten aber nicht aus dem Auge lassen und erhöhte Gelder dafür nehmen.“ Frank Kaluscha, Bündnis 90/Die Grünen, sagte: „Die Würde des Vorgangs muss im Blick bleiben, eine standesamtliche Hochzeit muss bestimmte Ansprüche erfüllen.“

Darauf meldete sich Stefan Görnert aus dem Verwaltungsvorstand zu Wort: „Es muss vermieden werden, dass die Standesbeamtin oder der Standesbeamte mit ihrer Trauung nur ein Teil der Festgesellschaft sind.“

Stefan Leßenich (CDU) begründete noch einmal den Antrag: „Unser Ziel ist es, dass die Menschen aus Wermelskirchen nicht außerhalb von Wermelskirchen heiraten, etwa in Morsbroich oder in Burscheid.“ Oliver Platt, Vorsitzender des Bürger-Forums, fasste zusammen: „Die Stadt erstellt eine Vorlage mit den möglichen Orten, den Kosten und dem Personalaufwand.“ Bürgermeisterin Lück bestätigte es. Und der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Einstimmig beschlossen die Fraktionen auch, dass ab dem Jahr 2023 zur Ausbildung zwei duale Studienplätze mit den Schwerpunkten Informatik und Verwaltung in den Haushalt geschrieben werden. Pro Jahr wären das Kosten von 20 000 bis 25 000 Euro.

Die Teilbudgets des Doppelhaushaltes wurden ohne Diskussion mit nur einer Stimme Enthaltung verabschiedet. Dar Rat wird am 23. Mai um 17 Uhr im Bürgersaal des Rathauses tagen.

Hallenbad

Da im Sportausschuss der Tagesordnungspunkt Neubau Hallenbad nicht ordnungsgemäß abgelaufen war, wird dieser Punkt in der kommenden Ratssitzung noch einmal thematisiert, so dass sich alle Fraktionen dann dazu noch äußern können.

Standpunkt von Susanne Koch: Stilvoll muss es sein

susanne.koch@rga.de

Der Haupt- und Finanzausschuss fackelte nicht lange. Die einzelnen Tagesordnungspunkte wurden schnell besprochen, und es wurde darüber abgestimmt. Ein Thema: Den Wermels-kirchener Brautpaaren den Wunsch nach einem Hochzeitsort nach ihrem Geschmack nicht mehr gänzlich abzusprechen. Die Stadt wird sich jetzt auf die Suche nach geeigneten Möglichkeiten machen, denn es macht ja auch wenig Sinn, immer mehr abwandernde Brautpaare zu beobachten.

Klar ist, dass der Ort stilvoll sein muss, um die standesamtliche Eheschließung in Würde zu zelebrieren. Und es wird nicht kostenfrei für die Brautpaare werden. Aber umliegende Städte zeigen, wie man es macht. Sie erheben für andere Orte, wo der Standesbeamte oder die Standesbeamtin hinfahren müssen, höhere Gebühren. Wer geeignete Orte kennt, kann sich an die Stadtverwaltung wenden, um seinen Wunsch mit prüfen zu lassen.

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