Sicherheit geht vor

So bereiten sich Taxifahrer auf die Feiertage vor

Andreas Wickesberg ist Geschäftsführer der Taxi-Zentrale Wermelskirchen. Archivfoto: Doro Siewert
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Andreas Wickesberg ist Geschäftsführer der Taxi-Zentrale Wermelskirchen. Archivfoto: Doro Siewert

Vorbestellungen für Heiligabend und Silvester werden schon entgegengenommen

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Rund um die Uhr werden die Wagen des Geschäftsführers der Taxi-Zentrale, Andreas Wickesberg, am Heiligenabend, am ersten Weihnachtstag und Silvester fahren. „Heiligabend und Silvester haben wir alle Wagen im Einsatz“, sagt er. Neun Stück fahren dann. „Wir nehmen aber gerne noch Vorbestellungen an“, sagt der Inhaber. „Jetzt können uns die Menschen schon für Heiligabend anrufen“, sagt er. „Für Silvester nehmen wir nur Vorbestellungen bis 0 Uhr an, danach müssen die interessierten Menschen bei uns anrufen und darauf warten, dass ein Wagen frei wird.“

Angela Hübing, Inhaberin des Unternehmens Taxi und Mietwagen, spart sich dieses Jahr die Arbeit an Weihnachten. „Silvester fahre ich auf jeden Fall ab 0.15 Uhr“, erklärt sie. Und Manuela Urbahn, Inhaberin von Mannu’s Mietwagen, feiert dieses Jahr Weihnachten mit ihrer Familie. „Ich habe inzwischen fünf Enkelkinder und das Zusammensein mit ihnen will ich genießen.“ Sie habe ein paar Vorbestellungen für Heiligabend und Silvester angenommen. „Das sind gute, alte, bekannte Kunden von uns“, erzählt sie. „Und ansonsten werde ich dieses Jahr meine freie Zeit genießen.“

Die Corona-Pandemie fordert auch die Taxi- und Mietwagen-Branche. „Inzwischen beschäftige ich wieder 17, 18 Leute“, sagt Andreas Wickesberg. „In Spitzenzeiten vor der Corona-Pandemie waren es sogar 26.“ Angela Hübing erzählt, dass sie ihren Fahrdienst gemeinsam mit einer Festangestellten verrichtet. „Zwischendurch hat sie aber immer wieder Kurzarbeitergeld bekommen, da wir nicht ausreichend Fahrten hatten.“

Abtrennscheiben und Impfungen schützen vor Verbreitung des Coronavirus

Auf die größtmögliche Sicherheit ihrer Kunden achten alle Unternehmen. So seien in allen Taxi-Unternehmen die Fahrerinnen und Fahrer geimpft und inzwischen auch geboostert. Alle Taxen und Mietwagen sind seit März 2020 umgebaut worden. „Für unsere Kunden gilt die Maskenpflicht“, sagt Manuela Urbahn. „Dann haben wir Abtrennscheiben in den Taxen“, sagt Andreas Wickesberg. Und Angela Hübing ergänzt: „Seit anderthalb Jahren hat kein Kunde mehr den vorderen Wagenteil betreten, sie sitzen alle hinten.“ Und das die Taxen Taxi immer wieder desinfiziert werden müssen, sei selbstverständlich.

Das hauptsächliche Geschäft der Taxi-Unternehmen sei, in der Woche, besonders die ältere Generation zur Behandlung zu den Ärzten oder zur Dialyse zu fahren. „In der Woche fahren wir mit drei Wagen bis 20 Uhr und einem bis 23 Uhr“, sagt Andreas Wickesberg. „Und Freitag und Samstag sind wir derzeit auch nur mit halber Kraft unterwegs, wir sind mit fünf Wagen on Tour.“

Es habe sich so entwickelt, weil das Nachtleben der normalen Bevölkerung ja auch immer wieder eingeschränkt sei. „Von der Auslastung her sind wir weit vom Zustand vor Corona entfernt“,, sagt Andreas Wickesberg. „Unsere Kosten wie beispielsweise Versicherungen, Energiekosten, Miete bleiben ja so wie bisher.“

Manuela Urbahn wünscht sich für 2022, dass die Gesellschaft lernt, mit der Corona-Pandemie noch besser umzugehen. „Und vor allem Gesundheit für mich und meine Familie.“ „Gesundheit“ wünscht sich auch Angela Hübing für sich persönlich und ihre Lieben. Andreas Wickesberg sagt: „Ich hoffe, dass wir Corona besser in den Griff bekommen.“ Und für sich und seine Familie stehe auch die Gesundheit als Wunsch für 2022 an erster Stelle. „Wir müssen lernen, uns immer besser mit Corona einzurichten.“ Alle Taxi-Unternehmerinnen und Unternehmer wünschen ein frohes Fest.

Kontakt

Taxi-Zentrale, Remscheider Straße 25 (0 21 96) 22 22, 33 33 oder 44 44

Mannu’s Mietwagen und Krankenbeförderung, Königstraße 11, Tel. (0 21 96) 88 45 45

Angela Hübing, Linde 7, Tel. (0 21 93) 5 00 04 04

Standpunkt: Sicherheit geht vor

Kommentar von Susanne Koch

susanne.koch @rga.de

Die Taxi-Unternehmerinnen und -Unternehmer in Wermelskirchen haben sich inzwischen mit der Pandemie arrangiert. Sie tun alles, um sich selbst, vor allem aber auch ihre Kundinnen und Kunden zu schützen. Durch Abtrennscheiben, durch die Maskenpflicht, durch Hygiene und vor allem auch durchs geimpft und geboostert sein der Fahrerinnen und Fahrer. Mehr können sie nicht tun. Dennoch müssen die Unternehmen jetzt schon fast zwei Jahre mit weniger Einnahmen auskommen, denn weniger Menschen rufen ein Taxi. Ich wünsche den Unternehmerinnen und Unternehmern Durchhaltekraft und vor allem Geduld. Und ich wünsche uns allen, dass wir als Gesellschaft lernen, besser mit dem Coronavirus umzugehen. Und wirklich geschützt ist unsere Gesellschaft nur dann, wenn möglichst viele Menschen geimpft sind. Und jetzt klopft die nächste Corona-Variante Omikron schon an. Ihre Ansteckungsgefahr ist viel höher als Delta. Und das heißt, dass sich jeder einzelne, so gut es geht, schützen muss. Sicherheit geht eben vor, das zeigen die Taxi-Unternehmen bereits vorbildlich.

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