Wermelskirchener Krankenhaus

Pfleger ist wegen Totschlags angeklagt

Die Geschäftsleitung des Krankenhauses steht hinter ihrem Mitarbeiter. „Für uns gilt die Unschuldsvermutung“, sagt Geschäftsführer Christian Madsen. Foto: Roland Keusch
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Die Geschäftsleitung des Krankenhauses steht hinter ihrem Mitarbeiter. „Für uns gilt die Unschuldsvermutung“, sagt Geschäftsführer Christian Madsen.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Für die Geschäftsleitung des Wermelskirchener Krankenhauses gilt die Unschuldsvermutung

Wermelskirchen. Wegen Totschlags muss sich ein 47-jähriger Krankenpfleger des Krankenhauses Wermelskirchen am 22. Juni vor dem Landgericht Köln verantworten. Der Mann soll laut Anklageschrift im April 2019 einen Patienten getötet haben. Nach WGA-Informationen soll der Krankenpfleger entsetzt über die Vorwürfe und seine Kollegen von seiner Unschuld überzeugt sein.

Laut Anklageschrift soll der Mann in der Nacht vom 16. auf den 17. April 2019 seinen Nachtdienst als einziger Krankenpfleger auf der Station 5 verrichtet haben. Zu den etwa 30 Patienten, für die er in der Nacht allein zuständig war, zählte auch ein 79-jähriger schwerkranker und unter anderem an schwerer Demenz leidender Mann. Im Laufe des Abends und der Nacht soll der Senior immer wieder aus seinem Bett aufgestanden und im verwirrten Geisteszustand laut fluchend umhergelaufen sein.

Der Angeklagte soll den Senior zwischen 2 und 4.55 Uhr erwürgt haben

Er soll auch auf den Stationsflur gelaufen sein und dabei mindestens einmal seine Bettdecke hinter sich hergezogen haben. Nur unter Protest habe er sich laut Anklage jedes Mal von dem Pfleger zurück in sein Zimmer führen lassen, wo er gegen 0 Uhr auf den Boden uriniert haben soll. In der Zeit zwischen 2 Uhr und 4.55 Uhr soll der Angeklagte in das Zimmer des Mannes gegangen sein und ihn erwürgt haben.

Die Klinikleitung steht indes voll hinter dem Krankenpfleger: „Wir haben keinen Zweifel an der Fachlichkeit und der Integrität unseres Mitarbeiters. Wir nehmen keine Vorverurteilung vor. Für uns gilt die Unschuldsvermutung. Wir bitten um Verständnis, dass wir darüber hinaus zu einem laufenden Verfahren nichts sagen dürfen“, schreibt Geschäftsführer Christian Madsen.

Der Prozessauftakt gegen den Krankenpfleger, der einen dementen Senior erwürgt haben soll, findet am 22. Juni in Köln statt.

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