Europäische Mobilitätswoche

Pedelec-Training in Wermelskirchen findet großen Anklang

Ein Training für alle Generationen: Anne Zache und Daniela Kuwa (v.l.) sind mit dabei. Foto: Doro Siewert
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Ein Training für alle Generationen: Anne Zache und Daniela Kuwa (v.l.) sind mit dabei.

Der Augenmerk des Trainings liegt auf der Sicherheit.

Von Lucas Hackenberg

Wermelskirchen. Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September veranstaltete die Stadtverwaltung Wermelskirchen in Kooperation mit der Verkehrswacht Solingen und dem Autohaus Hildebrandt ein Pedelec-Training für Jedermann. Das Motto: Fit mit dem Pedelec. Ziel der Veranstaltung war allem voran die Zunahme an Sicherheit auf dem E-Bike. Voraussetzung für die Teilnahme waren ein eigenes Elektrofahrrad und das Tragen eines Helmes. Der sonnige Samstagvormittag tat sein Übriges, so dass dem lange geplanten Training nichts mehr im Wege stand.

„Die Veranstaltung war schon länger in der Planung. Aufgrund der Pandemie mussten wir sie ein wenig verschieben, sind aber sehr froh, dass wir den Teilnehmern in diesem Jahr diese Möglichkeit bieten können“, erzählte Christiane Beyer von der Stadt Wermelskirchen. Als eines von vielen Highlights innerhalb der Mobilitätswoche sollte das Pedelec-Training besonders dazu dienen, den Bürgerinnen und Bürgern möglichst viel Sicherheit rund um das E-Bike zu verleihen. Sowohl theoretische Aspekte wie auch praktische Übungen standen bei der Trainingseinheit auf dem Parkplatz des Autohauses Hildebrandt im Fokus, so dass am Ende kaum eine Frage der Teilnehmer offen blieb.

Auch Bernd Hildebrandt, Inhaber des Autohauses an der Berliner Straße, zeigte sich von der Planung der Veranstaltung nachhaltig begeistert. Das Pedelec-Training stärke die generelle Sicherheit im Verkehr und bilde einen wichtigen Versuch, die Mobilität mit dem E-Bike auch im Bergischen attraktiv zu machen.

Teilnehmer erhielten die nötige Sicherheit für den Straßenverkehr

Für eine Wiederholung auf dem Gelände des Autohauses zeigte sich der Besitzer sehr aufgeschlossen: „Ich bin in jedem Fall bereit, auch in Zukunft ein solches Pedelec-Training zu beherbergen“, sagte er im Gespräch mit dem WGA.

Ähnlich zufrieden zeigten sich die 15 Teilnehmer, die mit ihren Elektrorädern zum Event gekommen waren. Die Kombination aus Übungen in der Fahrpraxis und theoretischem Grundlagenwissen rund ums Pedelec gab vielen die nötige Sicherheit, die es braucht, um sich sorglos in den Verkehr einzugliedern.

So ging es auch Waltraud Matzke. Die begeisterte Radfahrerin war sichtlich froh über die Möglichkeit, ihr fahrerisches Können noch einmal mit gesteigerter Expertise für das Pedelec zu erweitern. „Ich fahre sehr gerne und viel Fahrrad, trotzdem ist auf dem E-Bike immer eine gewisse Unsicherheit da. Deshalb war ich von Anfang an begeistert von der Aktion und habe mich sofort angemeldet“, erzählte sie.

Christiane Beyer machte neben dem Wunsch zur Erlangung von mehr Sicherheit im Umgang mit dem Pedelec auch noch einmal deutlich, dass der Fokus während der Mobilitätswoche nicht ausschließlich auf dem E-Bike liege. Mobilität schließe selbstverständlich alle Arten der Bewegung mit ein, weshalb es wichtig sei, möglichst viele Menschen mit in die Aktionen einzubinden. „Daher ist das Pedelec-Training sicherlich ein Highlight für alle Generationen, bleibt aber nicht die einzige Aktion“, versprach die Koordinatorin. Genau so wichtig sei es beispielsweise zudem, bereits Kindern aktiv die Möglichkeit zu bieten, Mobilität in all ihren Facetten kennen zu lernen.

Hintergrund

Die europäische Mobilitätswoche findet jährlich auf Initiative der Europäischen Kommission statt. In dieser Zeit werden in den Kommunen verschiedene Angebote im Bereich nachhaltiger Mobilität vorgestellt. Auch die Stadt Wermelskirchen beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen an dem Vorhaben. So finden neben dem Pedelec-Training unter anderem auch ein Bobbycar-Rennen sowie ein Verkehrssicherheitstag statt, bei dem im Bürgerzentrum reale Situationen des Straßenverkehrs als Simulation nachempfunden werden.

Standpunkt

Kommentar von Nadja Lehmann

nadja.lehmann @rga.de

Es ist überaus sinnvoll, solche Trainings anzubieten. Denn die hochgerüsteten Pedelecs und E-Bikes haben nichts mit jenen Zweirädern gemein, auf denen beispielsweise ich vor Jahrzehnten in die Schule strampelte (bevor ich in der Oberstufe dann zur Fahrschülerin wurde). Fahrrad zu fahren, habe ich übrigens von meinem Vater gelernt. Das ist insofern etwas Besonderes, weil er als Tankerkapitän (Sie merken, hier schreibt wieder das Nordlicht des WGA) so selten zuhause war und stattdessen über die Weltmeere schipperte. Das Radfahren verbinde ich deshalb bis heute mit ihm – und auch mein Geheul nach dem ersten Sturz. Empört schob ich mein Rad in eine Ecke und stieg allem Gekicher der Nachbarskinder zum Trotz wieder auf den Roller um. Irgendwann fuhr ich aber doch wieder Rad... Und vor ein paar Jahren probierte ich völlig unbedarft eines dieser neuen elektrischen Vehikel aus: Da geht die Post ab, das merkte ich schnell. Und diese schnelle Post sollte man nicht unterschätzen und sich stattdessen intensiv mit seinem Pedelec vertraut machen. Um nicht in Gefahr zu geraten und zu einer zu werden – für sich und andere.

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