Badesaison im Freibad Dabringhausen beginnt

Nachfrage nach Schwimmkursen ist riesig

Nur Schwimmer sollten sich kopfüber ins Wasser stürzen. Foto: mis
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Nur Schwimmer sollten sich kopfüber ins Wasser stürzen.
  • Anja Carolina Siebel
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Im Freibad Dabringhausen standen die Eltern Schlange

Wermelskirchen. Die Nachfrage nach Schwimmkursen ist riesig. Das stellten jetzt einmal mehr die Mitglieder des SV Freibad Dabringhausen fest. „Am ersten Anmeldetag für die Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse im Freibad campierten schon drei Stunden vor Beginn der Platz-Vergabe die ersten Eltern vor den Toren, ausgerüstet mit Klappstuhl und Getränken“, berichtet Vorsitzender Dominik Roenneke. Er sehe es als „gesellschaftliche Verantwortung, unsere Wasserfläche zur Verfügung zu stellen, damit Nichtschwimmer zu Schwimmern ausgebildet werden können.“

Drei Schwimmlehrer werden in den sechs Wochen der Saison täglich Schwimmer ausbilden, zeitweise mit bis zu fünf Kursen hintereinander, pro Schwimmlehrer. „Wir hoffen, dass wir auf das Verständnis unserer Schwimmer bauen können, die Schwimmausbildung ist in diesem Jahr wichtiger denn je“, sagt Roenneke. Wichtig sei das vor allem deshalb, weil wegen der Corona-Pandemie die Bäder monatelang geschlossen hatten.

Saisonkarten im Freibad Dabringhausen sind fast ausverkauft

Nicht nur aus Wermelskirchen würden dabei die Anmeldungen für die Seepferdchen-, Bronze- und Silber-Kurse im Freibad Dabringhausen kommen. Sogar bis nach Bonn habe sich das Angebot herumgesprochen. So werden in den nächsten Wochen über 150 Kinder in insgesamt 13 Kursen zu Schwimmern ausgebildet. Ähnlich groß wie die Nachfrage nach Schwimmkursen ist in diesem Jahr laut Freibad-Team die Nachfrage nach Saisonkarten. Bis zu zwei Stunden standen wie berichtet am ersten Vorverkaufstag die Käufer in der Schlange, um eine der begehrten Karten zu ergattern.

„Wir hatten gehofft, dass die Nachfrage wieder groß sein wird, dass aber so viele Karten verkauft würden, hätten wir nie gedacht“, zeigt sich der Vorsitzende erfreut. „Unsere Auswertung der Besuche im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass viele Karten gar nicht genutzt wurden, sondern nur als finanzielle Unterstützung gekauft wurden“, berichtet indes Katja Salz-Bannier vom Vorstand.

Inzwischen gebe es nur noch einige Restkarten im Kaufzentrum Hübing. „Wir blicken der Saison jetzt positiv entgegen und freuen uns darauf, dass möglichst viele Neu-Schwimmer bei uns ausgebildet werden“, sagt Dominik Roenneke. In diesen Tagen werden die Saisonvorbereitungen abgeschlossen, die Anlage betriebsbereit gemacht. Ab Anfang nächster Woche ist dann mit Svenja Hirschhausen die Fachangestellte für Bäderbetriebe vor Ort, so dass dann dem Saisonstart am 2. Juli nichts mehr im Weg steht.

Einige wenige Restplätze in Auffrischungskursen, im Bronze- und Silber-Kurs gibt es noch. Informationen und Anmeldung bei Eva Hagenbücher unter Tel. (0160) 90388709.

Standpunkt: Wichtige Investition

Kommentar von Anja Carolina Siebel

anja.siebel @rga.de

Immer weniger Kinder können frühzeitig schwimmen. Das belegen verschiedene Studien und darüber sprechen vor allem auch viele Rettungsschwimmer, zum Beispiel bei der DLRG. Woran das liegt, sei dahingestellt. Zu viele andere Freizeitmöglichkeiten, zu wenig Angebote in Schwimmbädern, zu wenig Interesse seitens der Eltern. Was es letztlich wirklich ist, bleibt Spekulation. Dass letztlich doch bei vielen Interesse besteht, zeigte sich jüngst im Freibad Dabringhausen. Sogar von weit her kamen Eltern, um ihren Kindern die Möglichkeit einer Schwimmausbildung zu geben. Fakt ist, dass das ein absolut wichtiger und notwendiger Invest ist. Denn schwimmen zu können, kann mitunter Leben retten. Wichtig ist, bevor man Kinder und Jugendliche allein in Schwimmbäder und vor allem an Badeseen schickt, dass es sich dabei um sicheres Schwimmen handelt. Denn was gerade in Gewässern alles passieren kann, zeigen Mitteilungen von zum Teil tödlichen Badeunfällen. Positiv also, dass Eltern sich um die Schwimmausbildung ihrer Kinder sorgen. Wichtig wäre nur, dass es auch in der Zukunft mehr Angebote dafür in der Umgebung geben würde.

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