Senioren wünschen sich Sitzbänke und Hochbeete

Leader soll kleinen Seniorenpark fördern

Aus der kleinen Anlage soll jetzt ein schöner Park werden. Foto: Anja Carolina Siebel
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Aus der kleinen Anlage soll jetzt ein schöner Park werden.

Projekt soll in Dabringhausen gemeinsam mit dem VVV und der Miteinander in Dabringhausen gGmbH entstehen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Ein Platz zum Sitzen für Senioren und Spaziergänger, mit Bänken und vielleicht dem ein oder anderen Hochbeet, das die Menschen selbst betreuen und pflegen können. Im Dabrighauser Ortskern (Altenberger Straße/Ecke Ringstraße könnte das jetzt wahr werden. Und das geschieht auf Anregung einer Dabringhauser Anwohnerin.

„Sie hatte mich neulich angerufen und mir von dem kleinen Platz mit Bänken hinter der Aral-Tankstelle erzählt“, berichtet Bürgermeisterin Marion Lück auf Nachfrage. „Zwar stehen dort schon einige Sitzgelegenheiten, aber zurzeit ist der Platz wirklich nicht schön. Es bestand der Wunsch der Anwohner, sich dort nach Spaziergängen aufhalten, unterhalten und ein wenig den Treiben zuschauen zu können“, sagt Lück. „Zudem wollten die Anwohner gern die Gelegenheit bekommen, Hochbeete selbst zu bepflanzen und weiter zu pflegen.“

Marion Lück überlegte daraufhin, wie man am besten diesen Wunsch realisieren könnte. „Mit den finanziellen Mitteln, die wir als Stadt zur Verfügung haben, würde das natürlich derzeit nicht funktionieren“, räumt die Bürgermeisterin ein. „Also werden wir uns um eine Leader-Förderung bemühen. Dafür hat sich die Stadt Wermelskichen jetzt beworben. Als Kooperationspartner, die das Projekt mit betreuen wollen, hätten bereits der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), Ortsgruppe Dabringhausen, sowie die Miteinander in Dabringhausen gGmbH zugesagt.

Bei der „Leader-Region Bergisches Wasserland“ endete am 24. September gerade die zwölfte Bewerbungsrunde für solche Projekte, die das Gemeinwohl in der Stadt und den Randbezirken fördern sollen.

Drei Bewerber reichten laut Leader-Agentur mit Sitz in Burscheid diesmal ihre Bewerbung ein. Neben dem kleinen Seniorenpark, den sich Stadt Wermelskirchen für den Dabringhauser Dorfkern wünscht, stammen zwei Projekte aus den oberbergischen Nachbarstädten Hückeswagen und Radevormwald. In Hückeswagen wurde im Neubaugebiet Eschelsberg ein Bodendenkmal, nämlich eine Abraumhalde aus dem Mittelalter, entdeckt. Die Schloss-Stadt plant mit dem Projekt „Bergbauspielplatz Eschelsberg“ eine denkmalgerechte Nutzung, die spielerisch die Thematik des Bergbaus vermitteln soll. Kinder können dort zum Beispiel mit Sandspielgeräten wie Seilwinden und Sieben das Material sortieren, einen Kriechtunnel ausprobieren oder wie in einem Minenschacht klettern. Zusätzlich ist ein Denkmal-Lehrpfad geplant.

Der Heimat- und Verkehrsverein Radevormwald bewirbt sich mit dem Projekt „Kultur, Kunst und Völkerverständigung im Rader Parc de Châteaubriant“. Neben einer Verschönerung und Renovierung des Gartenhauses von 1772, dem ältesten Haus der Stadt, soll der Park aufgewertet werden. Durch die Aufstellung einer großen Bank soll die Kommunikation angeregt und Veranstaltungen im Park erleichtert werden.

Insgesamt stehen 147 000 Euro für die Realisierung bereit

Insgesamt würden zur Realisierung der Projekte rund 147 000 Euro Leader-Fördermittel benötigt. Der Vorstand des Vereins wird in seiner Sitzung am 3. November die Bewerbungen bewerten. Bisher werden in der Leader Region 39 Projekte vorbereitet oder umgesetzt, die mit insgesamt circa 2,3 Millionen Euro gefördert werden sollen.

Wenn die drei aktuellen Bewerbungen ebenfalls ausgesucht werden, wird das bereitstehende Budget von rund 2,5 Millionen Euro fast vollständig ausgeschöpft sein. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und vom Land Nordrhein-Westfalen.

Der Oberbergische und der Rheinisch-Bergische Kreis stellen den erforderlichen Eigenanteil für die Leader Region zur Verfügung. | Standpunkt

Weitere Informationen: www.leader-bergisches-wasserland.de

Hintergrund

In der zwölften Bewerbungsrunde von Leader Bergisches Wasserland haben sich drei Bewerber um eine Projekt-Förderung beworben. Die Projekte sollen in Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen umgesetzt werden. Gefördert werden können mit Leader nur Projekte, die nach Ansicht des Vorstands einen starken Beitrag zur Erfüllung der Ziele des Vereins leisten. Als weitere Fördermöglichkeit können sich Interessierte ab Dezember 2021 wieder um eine Förderung über das Regionalbudget bewerben, schreibt Leader.

Standpunkt: Gelebte Nachbarschaft

Kommentar von Anja Carolina Siebel

anja.siebel @rga.de

Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen für ihren Stadtteil. Das gibt es immer öfter, nicht nur in Wermelskirchen. Positiv, dass Bürgermeisterin Marion Lück die Idee einer Anwohnerin gleich aufgriff und sich dafür stark machte, dass sie finanziell gefördert werden könnte. Die Agentur „Leader Bergisches Wasserland“ bietet sich dafür nahezu an, denn Leader fördert regelmäßig regionale Projekte, die der Allgemeinheit zugute kommen. Und so soll an der Ecke Altenberger/ Ringstraße in Dabringhausen schon bald ein kleiner Seniorengarten entstehen, in dem sich Anwohner nicht nur ausruhen und klönen, sondern auch selbst aktiv werden können, indem sie die Beete bepflanzen und pflegen. Eine lohnende Idee, die unter anderem den Dorfkern Dabringhausens verschönern wird. Das war ja ohnehin mal angedacht, sich auch um die Dörfer Dabringhausen und Dhünn zu kümmern. Dass VVV und die Miteinander in Dabringhausen gGmbH sich einmal mehr daran aktiv beteiligen wollen, ist ein weiterer großer Pluspunkt. So und nicht anders geht gelebte Nachbarschaft.

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