Hubschrauber kreist über Autobahn

Geldautomat gesprengt: Täter flüchten über A1 und rasen in Leitplanke

Tatort Telegrafenstraße in Wermelskirchen: Erneut haben Unbekannte dort einen Geldautomaten gesprengt.
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Tatort Telegrafenstraße in Wermelskirchen: Erneut haben Unbekannte dort einen Geldautomaten gesprengt.
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Zurzeit sucht die Polizei mit einem Großaufgebot nach den Tätern, die in der Nacht einen Geldautomaten in Wermelskirchen gesprengt haben.

Von Verena Willing und Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Auf der Telegrafenstraße und später auf der Autobahn haben sich in der Nacht Szenen wie in einem Krimi abgespielt: Zunächst wurden gegen 3.40 Uhr Anwohner der Telegrafenstraße durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Erneut hatten Kriminelle dort einen Geldautomaten gesprengt. Anschließend flüchteten die Täter in einer schwarzen Limousine mit Bergheimer Kennzeichen in Richtung Autobahn 1. Ein Zeuge will drei maskierte Männer gesehen haben.

Doch allzu lange dauerte die Flucht im Fahrzeug nicht: Zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Köln-Nord krachte es. Die Täter verunglückten mit ihrem Fluchtwagen und verschwanden zu Fuß in einem angrenzenden Waldstück. Schnell realisierte die hinzugerufene Polizei, wer dort in dem Unfallwagen gesessen haben muss.

Die Autobahn wurde zunächst bis etwa 5 Uhr in beide Richtungen komplett gesperrt. Anschließend gab es noch vereinzelte Sperrungen in Fahrtrichtung Köln-Nord. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebiet. Außerdem setzte die Polizei Diensthunde für die Suche nach den Tätern ein. Bislang ohne Erfolg. Gegen 7 Uhr am Morgen löste sich der Stau indes wieder auf.

3.28 Uhr in Wermelskirchen: Spezialkräfte der Polizei rücken an der Telegrafenstraße an. Sie stellen sicher, dass sich kein Sprengstoff mehr in dem Gebäude der Bank befindet. Zudem sichern sie weiter Spuren am Tatort.

Die Feuerwehr ist mit freiwilligen und hauptamtlichen Kräften ebenfalls vor Ort. „Wir haben aber nur den Tatort gesichert und abgesperrt und geschaut, ob etwas in Brand gerät oder das Gebäude und somit die Bewohner in Gefahr sind“, erläutert Feuerwehrchef Holger Stubenrauch auf Nachfrage. Das Gebäude sei aber von dem Anschlag nicht wesentlich beschädigt worden, so dass die Wehrleute nach wenigen Stunden wieder abrücken konnten. Die Telegrafenstraße blieb indes noch für mehrere Stunden gesperrt, so dass der Verkehr über den Brückenweg umgeleitet werden musste. Gegen 10.30 Uhr hob die Polizei dann die Sperrung wieder auf.

Die Arbeit für die Ermittler geht nun weiter. Sie sucht nun Zeugen, die eventuell in der Nacht am Tatort oder im Umfeld der Autobahn dunkel gekleidete Verdächtige beobachtet haben. „Oft kommen die Täter bei Automatensprengungen aus den Benelux-Ländern“, sagt Polizeisprecher Christian Tholl. „Diesmal wissen wir es aber nicht. Das Fluchtfahrzeug hatte Bergheimer Kennzeichen, so dass es auch sein kann, dass die Flüchtenden aus dem Rhein-Erft-Kreis kommen. Wir hoffen auf aufmerksame Zeugen.“ Eine Sonderkommission fahnde nun gezielt, etwa nach Mobilfunkdaten oder Aufzeichnungen der Videodaten vor Ort.

Auf der A 1 verunglückten die Täter mit ihrem Fluchtfahrzeug und verschwanden anschließend zu Fuß in einem angrenzenden Waldstück.

LKA hat Hinweisportal geschaltet

Für die Anwohner der Telegrafenstraße war es bereits das zweite Mal, dass sie durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen wurden. Erst vor annähernd einem Jahr war unweit des heutigen Tatortes ein Geldautomat gesprengt worden. Die Täter entkamen damals unerkannt.

Das Landeskriminalamt (LKA) hat seit geraumer Zeit ein Hinweisportal für solche Fälle eingerichtet. Zeugen haben die Möglichkeit, unter nrw.hinweisportal.de Hinweise und Videos zur Tat hochzuladen, die bei der Fahndung nach den Tätern entscheidend sein können. Die Polizei Rhein-Berg nimmt zudem weitere Hinweise zu dieser Tat unter der Rufnummer (0 22 02) 2 05-0 entgegen.

Filiale

Wie ein Sprecher der Commerzbank auf Nachfrage mitteilt, bleibt die Filiale an der Telegrafenstraße noch bis mindestens zum Ende dieser Woche geschlossen. Wie es danach weitergehe, wisse man derzeit noch nicht. Der Geldautomat der Commerzbank wurde bei der Sprengung vollständig zerstört.

Erste Meldung vom 11. Oktober, 7 Uhr

Wermelskirchen. Auf der Telegrafenstraße und später auf der Autobahn haben sich in der Nacht Szenen wie in einem Krimi abgespielt: Zunächst wurden gegen 3.40 Uhr Anwohner der Telegrafenstraße durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Erneut hatten Kriminelle dort einen Geldautomaten gesprengt. Anschließend flüchteten die Täter in einer schwarzen Limousine mit Bergheimer Kennzeichen in Richtung Autobahn 1. Ein Zeuge will drei maskierte Männer gesehen haben.

Doch allzu lange dauerte die Flucht im Fahrzeug nicht: Zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Köln-Nord krachte es. Die Täter verunglückten mit ihrem Fluchtwagen und verschwanden zu Fuß in einem angrenzenden Waldstück. Schnell realisierte die hinzugerufene Polizei, wer dort in dem Unfallwagen gesessen haben muss.

Die Autobahn wurde zunächst bis etwa 5 Uhr in beide Richtungen komplett gesperrt. Anschließend gab es noch vereinzelte Sperrungen in Fahrtrichtung Köln-Nord. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebiet. Außerdem setzte die Polizei Diensthunde für die Suche nach den Tätern ein. Bislang ohne Erfolg. Inzwischen löst sich der Stau dort langsam wieder auf.

Spezialkräfte der Polizei untersuchen Bankfiliale in Wermelskirchen

Zeitgleich in Wermelskirchen: Spezialkräfte der Polizei rücken an der Telegrafenstraße an. Sie stellen sicher, dass sich kein Sprengstoff mehr in dem Gebäude der Bank befindet. Zudem sichern sie weiter Spuren am Tatort.

Für die Anwohner der Telegrafenstraße war es bereits das zweite Mal, dass sie durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen wurden. Erst vor annähernd einem Jahr war unweit des heutigen Tatortes ein Geldautomat gesprengt worden. Die Täter entkamen damals unerkannt.

Das LKA hat seit geraumer Zeit ein Hinweisportal für solche Fälle eingerichtet. Zeugen haben die Möglichkeit, unter nrw.hinweisportal.de Hinweise und Videos zur Tat hochzuladen, die bei der Fahndung nach den Tätern entscheidend sein können. Die Polizei Rhein-Berg nimmt zudem weitere Hinweise zu dieser Tat unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegen. 

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