Judoclub

Premiere wird ein überwältigender Erfolg

Teilnehmer des Schnupperkurses mit Trainer Sven Dicke (blauer Judogi), dessen Frau Astrid (rechts im Hintergrund) und Sportassistent Julius Glaser (l.) zu sehen. Foto: Julia Glaser
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Teilnehmer des Schnupperkurses mit Trainer Sven Dicke (blauer Judogi), dessen Frau Astrid (rechts im Hintergrund) und Sportassistent Julius Glaser (l.) zu sehen.

Erstmals hatte der Judoclub Wermelskirchen zu einem Schnupperkursus eingeladen.

Von Markus Schumacher

Wermelskirchen. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hatte der 2001 gegründete Judoclub Wermelskirchen (JCW) zu einem Schnupperkursus für Kinder eingeladen. „Und die Verantwortlichen waren überwältigt von der Resonanz“, schreibt Katrin Seide. Der JCW teilte den Kurs daher auf zwei Tage auf, so dass alle interessierten Kinder einen Platz fanden.

Üblicherweise erfolge der Einstieg in den Judosport in der Trainingsstätte des JCW am Busbahnhof in der Thomas-Mann-Straße 27 fortlaufend im ganzen Jahr: Wer gerade Lust hatte, kam einfach mal ins Dojo. Trainer Jens Harms regte jedoch an, einmal eine homogene Gruppe beginnen zu lassen, so dass diese Kinder zeitgleich gemeinsam die ersten Erfahrungen und Erfolge auf der Judomatte erleben könnten.

Im Trainerteam stieß er mit dieser Idee sofort auf offene Ohren. „Insbesondere nach den Lockdowns wollte man den Wermelskirchenern eine Möglichkeit bieten, Sport zu treiben“, berichtet Organisatorin Katrin Seide von den Überlegungen des Vereins. So wurde der Kurs auch extra komplett kostenfrei für die Kids angeboten.

Als Trainer übernahm der JCW-Vorsitzende Sven Dicke die sportliche Leitung. „Und die Resonanz sprach für sich“, betont Katrin Seide, „nach nur zwei Tagen war der Kurs ausgebucht und eine weitere Trainingszeit musste her.“

Da die jungen Vereinsmitglieder innerhalb der judofreien Zeit natürlich weiter gewachsen waren, wurde eine Lücke im sonst dicht besetzten Trainingsplan am Montag frei. So kam auch Trainerin Janine Kopperberg in den Genuss eines Schnupperkurses.

Folglich tummelten sich im September montags und dienstags jeweils fast 30 angehende Judoka auf der 180 Quadratmeter großen Mattenfläche. Zur Unterstützung dieser Meute spannte Dicke auch seinen Sohn Finn und Ehefrau Astrid mit ein. Dazu wurde er von Sportassistent Julius Glaser begleitet.

In der letzten Woche vor den Herbstferien endete der Schnupperkurs mit einer kleinen Prüfung und anschließenden Ehrung für die Kinder.

Über 80 Prozent der Kids haben sich für das Weitermachen entschieden.

Katrin Seide, JCW

Katrin Seide kann nun vermelden: „Nach den Ferien werden beide Einheiten als feste Gruppen fortgesetzt, da sich über 80 Prozent der Kids für das Weitermachen entschieden.“ „Ich fand den Schnupperkurs richtig toll“, sagte beispielsweise Tim (5 Jahre) im Anschluss und er fügte hinzu: „Ich freue mich, wenn der Kurs nach den Ferien weitergeht und ich einen richtigen Judo-Anzug bekomme.“ Den Schritt in die Judofamilie hinein habe er also gemacht, erklärt Katrin Seide. Die notwendige Kleidung werde dank des ortsansässigen Intersports und Organisatorin Katrin Seide nun auch beschafft.

Gemeinsam werden die Kids nun dann das nächste Ziel angehen: Der weiße Gürtel soll durch eine „Schnipselprüfung“ noch vor den Weihnachtsferien etwas gelber werden. „Somit werden wir bestimmt schnell wieder etwas von der motivierten Truppe hören“, ist die Organisatorin überzeugt.

Weitere Infos: www.judo-wk.de

Judoclub Wermelskirchen

Neben dem klassischen Judo-Training für alle Altersklassen bietet der JCW noch viele weitere Dinge an. Direkt neben der Judo-Matte habe man zum Beispiel einen Kraftraum ausgestattet mit verschiedenen Geräten und Gewichten. Dieser könne unter Anleitung von einem Trainer in einer Gruppe genutzt werden oder nach Absprache in selbst organisierten Kleingruppen. Ergänzend wird ein Cardio-Training angeboten, in dem alle Interessierten sich noch weiter auspowern können.

Auch außerhalb des Dojo ist der Verein aktiv. „Jedes Jahr veranstalten wir mehrere Fahrten über ein langes Wochenende“, berichtet Katrin Seide. „In den letzten Jahren sind wir schon oft für drei Tage nach Hamburg gefahren, um dort am Internationalen Turnier teilzunehmen.“ Auch sei man bereits auf der Wewelsburg zu Gast gewesen und in einem Sport-Freizeit Camp, in dem sich alle austoben konnten.

Standpunkt: Neuer Weg wird belohnt

Kommentar von Markus Schumacher

markus.schumacher @rga.de

Wörtlich übersetzt heißt das japanische Wort Judo so viel wie „sanfter Weg“. Die Kampfsportart beruht auf dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“. Diesmal muss man allerdings sagen: Gut, dass sich der Judoclub Wermelskirchen nicht daran gehalten hat! Denn der Verein ist keinen sanften sondern einen völlig neuen Weg gegangen und hat auch in der Pandemie nicht nachgegeben. Erstmals in der über zwei Jahrzehnte langen Vereinsgeschichte wurde ein Schnupperkurs für Kinder und Jugendliche angeboten. Und das Interesse war riesengroß, es mussten sogar zwei Gruppen gebildet werden. Anschließend konnte Organisatorin Kartrin Seide freudig verkünden, dass rund 80 Prozent der Teilnehmer weiter machen wollen. Denen steht nun eine bunte Sportkarriere bevor. Schon vor Weihnachten sollen viele den gelben Gurt erreichen, später können sie sich über orange, grün, blau und braun zu schwarz hochkämpfen. Judo gilt nicht nur als ein Weg zur Leibesertüchtigung, sondern darüber hinaus auch als eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung.

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