Sicherheitskonferenz

„Wermelskirchen ist eine sichere Stadt“

Die nur wenige Wochen vor der Sicherheitskonferenz erfolgte Sprengung eines Geldautomaten in der Wermelskirchener Innenstadt rückte das Thema in den Fokus der Sitzung
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Die nur wenige Wochen vor der Sicherheitskonferenz erfolgte Sprengung eines Geldautomaten in der Wermelskirchener Innenstadt rückte das Thema in den Fokus der Sitzung

Bürgermeisterin Marion Lück zieht Bilanz nach der Rhein-Berg-Sicherheitskonferenz.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Die Stadt Wermelskirchen ist eine sichere Stadt. Diese Bilanz zieht Bürgermeisterin Marion Lück nach der Sicherheitskonferenz des Rheinisch-Bergischen Kreises,  auf der sowohl die Kreisverwaltung als auch Vertreter der acht kreisangehörigen Kommunen sowie die Kreispolizeibehörde vertreten waren. „Auf der Sicherheitskonferenz des Rheinisch-Bergischen Kreises wurden die Statistiken zur bisherigen Kriminalität sowie zu den Verkehrsunfällen vorgestellt, die zum Jahresende für das gesamte Kalenderjahr veröffentlicht werden. Die aktuelle Kriminalitätsstatistik belegt, dass Wermelskirchen eine sichere Stadt ist“, stellt Bürgermeisterin Marion Lück fest.

Nicht nur wegen des zufälligen, zeitlichen Zusammenhangs der Geldautomaten-Sprengung in der Wermelskirchener Innenstadt mit der Sicherheitskonferenz, die nur wenige Wochen danach tagte, sei die erneute Sprengung eines Geldausgabegeräts bei einem Kreditinstitut ein „wichtiges Thema“ gewesen, berichtet die Bürgermeisterin. Sie hatte unmittelbar nach der Sprengung angekündigt, das Phänomen dieser speziellen Form von Kriminalität auf der Sicherheitskonferenz zu thematisieren.

Bundesweiter Trend zum bargeldlosen Zahlen

Die Polizei habe darüber informiert, dass sie in engem Austausch mit den Kollegen in den Niederlanden stehe, die in diesem Bereich viele Erfahrungen hätten, erläutert Marion Lück: „Die Kreispolizeibehörde bietet den Geldinstituten im Rheinisch-Bergischen Kreis Beratungsleistungen an, um die Geldautomaten sicherer und damit für Sprengungen uninteressanter zu machen.“ Eine solche Beratungsleistung habe die Stadtsparkasse Wermelskirchen in diesem Jahr bereits zweimal in Anspruch genommen. Die Bürgermeisterin weiter: „Die Polizei bestätigte außerdem, dass die Sprengung von Geldautomaten ein länderübergreifendes Problem ist und nicht speziell eines von Wermelskirchen. Deutschland ist für diese kriminellen Gruppen generell ein interessantes Ziel, da viele Deutsche noch gerne mit Bargeld zahlen.“ Deshalb seien der Ausbau des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, die Sicherung der vorhandenen Geldautomaten sowie die perspektivische Reduzierung der Anzahl von Geldautomaten der beste Schutz vor einer derartigen Sprengung, resümiert die Bürgermeisterin das Ergebnis der Beratungen in der Sicherheitskonferenz: „Für Wermelskirchen ist festzustellen, dass der bundesweite Trend zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, insbesondere seit der Corona-Pandemie deutlich zugenommen hat.“ Um gerade älteren Bürgern die Sorgen vor der Kartenzahlung zu nehmen, habe beispielsweise die Stadtsparkasse Wermelskirchen bereits eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema durchgeführt.

Einer unmittelbar nach der Geldautomaten-Sprengung erneut  gestellten Forderung von Stadtratsmitglied Andreas Müßener (Zukunft Wermelskirchen). wonach angesichts des Standorts der für Wermelskirchen zuständigen Polizeiwache in Burscheid-Hilgen das Polizeibüro im Wermelskirchener Rathaus personell verstärkt und die Öffnungszeiten ausgeweitet werden müssten, erteilt die Bürgermeisterin auch nach der Rhein-Berg-Sicherheitskonferenz eine Absage. Denn die Statistiken zeigten, dass es keinerlei Auffälligkeiten im Bereich der Kriminalität gebe, die direkt auf den Wachen-Standort in Hilgen zurückzuführen seien. „Eine Ausweitung der Öffnungszeiten des Polizeibüros in Wermelskirchen ist sicherlich wünschenswert, jedoch besteht dafür kein unmittelbarer Handlungsdruck“, betont Marion Lück: „Und zur Wahrheit gehört auch, dass die Polizei  sehr viele Aufgaben zu bewältigen hat, und das mit einem begrenzten Personalkörper.“

Aufklärungsquote

Statistik: Wie die Rhein-Berg-Polizei bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr Anfang 2022 mitteilte, hat die Aufklärungsquote aller Straftaten im Rheinisch-Bergischen Kreis den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht. In 2012 lag diese Quote noch bei knapp 46 Prozent, in der Bilanz für 2021 sind es etwa 55 Prozent.

Sprengungen: Im Rheinisch-Bergischen Kreis ereigneten sich im vergangenen Jahr drei Sprengungen von Geldautomaten, in Nordrhein-Westfalen waren es im gleichen Zeitraum insgesamt 152.

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