Rundgang

Hüpp-Anlagen: Bürger sollen mitreden

Der so genannte Waldpfad soll durch die Anlage führen und der Entspannung dienen. Foto (Entwurf): urbanegestalt
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Der so genannte Waldpfad soll durch die Anlage führen und der Entspannung dienen.

Am 13. November findet ein Rundgang durch den Park statt, an dem alle teilnehmen können.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Wie sollen künftig die Hüpp-Anlagen als Grüne Lunge der Stadt genau aussehen? Darüber können Bürgerinnen und Bürger am kommenden Samstag mit Vertretern der Stadt diskutieren.

Wie berichtet, hatte sich im Juni eine Jury aus Mitgliedern von Politik und Verwaltung für die Umgestaltungspläne der Landschaftsarchitekten des Büros „urbanegestalt“ entschieden, die im Zuge des Interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IEHK) in Auftrag gegeben worden waren.

Demnach soll die Grünanlage im Herzen Wermelskirchens ein Ort der Begegnung werden. „Ein Park für alle“, lautet das Motto der Architekten. „Und weil wir das natürlich wörtlich nehmen, ist es uns wichtig, die Bürger buchstäblich mitzunehmen bei dem Projekt“, sagt der Technische Beigeordnete Thomas Marner dazu auf Nachfrage. Zwar sei die Entscheidung für den Entwurf schon gefallen, Spielräume bei der Gestaltung gebe es aber immer. „Und da dürfen die Bürger eben ihre Anregungen einbringen“, sagt Marner.

Der Rundgang durch die Hüpp-Anlagen mit Vorstellung des Entwurfs sei ganz bewusst so geplant: „Wir könnten uns natürlich hinstellen und das Ganze im Monolog theoretisch vorstellen“, räumt Marner ein. „Aber das wollten wir bewusst nicht so machen. Es soll für die Bürger ja erlebbar werden.“ Die Pläne werden den Teilnehmern erst später am Vormittag im Bürgerzentrum vorgestellt. Es gehe zunächst darum, bei einem Rundgang den Park mit seinen Besonderheiten einmal neu zu entdecken. Die konkreten Entwürfe stellen Vertreter der Stadtverwaltung und die Landschaftsarchitekten dann ab 11 Uhr im Großen Ratssaal im Bürgerzentrum vor.

Bürgermeisterin Marion Lück ergänzt, dass das geplante Bauvorhaben schon im frühen Planungsstadium vorgestellt werden solle, „damit sich die Menschen ein Bild machen und einbringen können, die den Hüpp-Park später auch nutzen werden.“

In ihren Entwürfen haben sich die Planer von „urbanegestalt“ einen Park vorgestellt, der neben einem Abenteuer-Spielplatz auch einen Bewegungs-Spielplatz für alle Generationen, einen Fitnessbereich, eine Brunnenanlage sowie einen großen, hölzernen Eichelhäher als Spielgerät für die Kinder beinhaltet.

Besucher sollen mitteilen, wie sie das Hüpptal nutzen

Interessant dürfte es für die Besucher dann am Eingang des Bürgerzentrums werden: Mit Klebepunkten können sie an vorbereiteten Umfragetafeln markieren, wie sie das Hüpptal aktuell nutzen.

Mit den Umbaumaßnahmen wird voraussichtlich erst 2024 begonnen. „Im kommenden Jahr wollen wir aber die Fördergelder beantragen und bis dahin sollen die Pläne vollständig ausgearbeitet sein“, sagt Thomas Marner. Am Samstag kann sich jeder Besucher schon ein genaues Bild machen, bevor an drei Themenstationen Lob, Kritik, Anregungen und Ideen abgegeben werden können. Während der Abschluss-Diskussion, die gegen 13 Uhr beginnt, werden erste Ergebnisse grob skizziert. „Die genauere Auswertung wird dann im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 29. November vorgestellt“, sagt Stadtplaner Florian Leßke, der mit seinem Team auch nach der Veranstaltung am kommenden Samstag Anregungen per Mail unter Bauleitplanung@wermelskirchen.de entgegennimmt.

Eingeladen zu der Bürgerbeteiligung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Möglich ist es, an beiden Programmpunkten des Tages teilzunehmen. Wer aber den Rundgang durch das Hüpptal auslassen möchte, kommt direkt um 11 Uhr zum Eingang des Rathauses. Für den Eintritt gelten die 3G-Regeln.

Anmeldungen zur Bürgerbeteiligung werden bis Donnerstag, 11. November, bei Stadtsprecherin Kathrin Kellermann unter P (02196) 710 - 101 oder per Mail an k.kellermann@wermelskirchen.de erbeten.

Veranstaltung

Die Bürgerbeteiligung beginnt am Samstag, 13. November, um 10 Uhr bei einem Rundgang durchs Hüpptal. Wer daran nicht teilnehmen möchte, kann um 11 Uhr zum Eingang des Rathauses kommen und direkt bei der Vorstellung der Pläne für das Hüpptal dabeisein. Anmeldungen werden erbeten (siehe Text).

Wer vorab oder nach der Veranstaltung schon Anregungen, Ideen oder Kritik loswerden möchte, kann sich an Florian Leßke wenden – unter bauleitplanung@ wermelskirchen.de

Standpunkt: Dabei sein und mitgestalten

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Bei der Umgestaltung des Eifgens hatte es nicht so richtig geklappt mit der Bürgerbeteiligung. Am Ende gab es einen großen Aufschrei, weil viele nicht damit einverstanden waren, was nun am Eingang zum Eifgental geplant ist. Verantwortlich für den Unmut kann man aber nicht die Stadtverwaltung machen, die die Pläne für das Gelände schon vor zwei Jahren bei Vorstellung des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts öffentlich präsentiert hatte. Damals hatte es indes niemanden so recht interessiert. Schwamm drüber. Denn nun geht es um die so genannte Grüne Lunge der Stadt, die Hüpp-Anlagen. Wer mitreden und mitgestalten möchte, sollte unbedingt am 13. November zum Rathaus kommen. Denn dort werden die Pläne der Landschaftsarchitekten detailliert vorgestellt. Vorher, bei einem Rundgang durch die Anlage, können sich Bürger ein Bild von den Gegebenheiten und der Struktur des Parks machen. Zwar wird es nicht möglich sein, komplett neue Gestaltungsentwürfe zu erwirken, aber auf die Feinheiten haben die Bürger Einfluss. Meckern nach Entscheidung gilt also nicht mehr.

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