Dabringhauser Waldbad

Freibad: Öffnung steht auf wackeligen Beinen

Unbeschwertes Badevergnügen: Das erhoffen sich die Betreiber und Förderer des Freibades in Dabringhausen auch dieses Jahr. Archivfoto: Roland Keusch
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Unbeschwertes Badevergnügen: Das erhoffen sich die Betreiber und Förderer des Freibades in Dabringhausen auch dieses Jahr. Archivfoto: Roland Keusch
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Betreiber hoffen auf erfolgreichen Saisonkarten-Verkauf

Wermelskirchen. Dominik Roenneke hat gemischte Gefühle, wenn er an die Freibad-Saison denkt. Denn die Freude darüber, dass das Dabringhauser Waldbad auch dieses Jahr mit Beginn der Sommerferien am 2. Juli öffnen wird, ist bei dem Vorsitzenden des Schwimmvereins nicht wie sonst vorhanden.

„Das ist natürlich der Corona-Situation geschuldet“, sagt Dominik Roenneke. Vorigen Mittwoch hatten er und seine Vorstandskollegen sich entschlossen, den Saisonstart durchzuziehen. Wohl wissend, dass das vor allem mit finanziellen Risiken verbunden sein wird. Denn diesmal ist die Öffnung des Bades an der Linnefe an Inzidenzen gebunden: Nähern die Corona-Fallzahlen sich wieder der 50, müssen die Liegewiesen geschlossen werden, rücken sie an die 100, möglicherweise sogar das ganze Bad.

Konzept des Freibades: Begrenzung der Besucherzahl, Desinfektion, Abstand und Kontaktverfolgung

Somit ist die nunmehr neunte Saison in ehrenamtlicher Regie eine größere Zitterpartie als es der Betreiberverein SV Freibad Dabringhausen je erlebt hat. „Wir wissen nicht, was die nächsten Wochen bringen. Wir bauen darauf, dass wir wie im vergangenen Jahr möglichst viele Unterstützer haben, die sich mit der Saisonkarte den Eintritt sichern“, sagt Dominik Roenneke.

Mit den strengen Hygienevorschriften haben die Vereinsmitglieder keine Probleme. „Das meiste ist ähnlich wie im vergangenen Jahr, da konnten wir gute Erfahrungen sammeln und eine erfolgreiche Saison verbuchen“, berichtet Katja Salz-Bannier. Eine Begrenzung der Besucherzahl, regelmäßige Desinfektion, Abstand und Kontaktverfolgung sind die wichtigsten Punkte im Pandemiekonzept des Bades.

Bei Inzidenzstufe 1 öffnet die Anlage ganz - Betreiber hofft, dass die Inzidenzwerte so gering bleiben

Derzeit dürfte in der Stufe 1, bei Inzidenzwerten von unter 35, die gesamte Anlage geöffnet werden, ein Besuch ohne Nachweis einer Testung, Impfung oder Genesung wäre möglich. In Stufe 2 wäre dies dann Pflicht. In Stufe 3 käme eine Schließung der Liegewiesen und aller nicht-sportrelevanten Bereiche hinzu. „Wir hoffen natürlich, dass wir uns in den nächsten Wochen in dem Inzidenzbereich unter 35 halten und so die Bedingungen auch für die Freibad-Saison gut bleiben“, hoffen die Freibad-Förderer und drücken dafür fest die Daumen. Wie 2020 wird es auch dieses Jahr eine Mischung aus Eintritt mit Saisonkarte und dem Verkauf aus online Tagestickets geben, damit eine Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden kann.

„Die rund 700 ausgegeben Saisonkarten brauchen wir in diesem Jahr ganz dringend wieder“, betont Dominik Roenneke. „Das ist unser finanzielles Polster für die Saison. Wir wissen, dass viele darauf brennen, endlich die Karte kaufen zu können und uns unbedingt unterstützen wollen. Genau das brauchen wir, um unser Bürgerbad weiter erhalten zu können“, appelliert Dominik Roenneke an die Badegäste, die erfahrungsgemäß auch aus umliegenden größeren Städten zum Baden nach Dabringhausen anreisen.

Roenneke: „In diesem Jahr wird es ein Eiertanz“

Roenneke: „In diesem Jahr ist es ein Eiertanz, wir wissen selbst nicht, was auf uns zukommen wird, aber wir müssen wissen, dass die Menschen hinter uns stehen und dem Bad eine Zukunft geben wollen.“ Wie bereits im vergangenen Jahr steht den erhöhten Kosten durch Personal- und Hygieneaufwand die Begrenzung der Besucherzahl gegenüber. „Uns werden die Ertragsspitzen der wirklich schönen Sommertage abgeschnitten, die sonst die Schlechtwettertage kompensiert haben. Das haben wir im vergangenen Jahr bitter gespürt. Die wenigen verfügbaren Tagestickets waren an zahlreichen Tagen ausverkauft“, so Roenneke.

Der Verkauf der Saisonkarten startet am Samstag, 12 Juni, zwischen 10 und 13 Uhr im Freibad Dabringhausen. „Wir hoffen, dass wir an diesem Tag schon viele Saisonkarten verkaufen. Ab kommenden Montag, 14 Juni, wird dann wieder das Kaufzentrum Hübing den Vorverkauf für uns übernehmen“, sagt Roenneke. Kinder und Jugendliche zahlen 50 Euro, Erwachsene 85 und Familien 160 Euro. | Standpunkt

Saisonkarten

Alle Schwimmbegeisterten, die eine Saisonkarte fürs Dabringhauser Freibad ergattern möchten, können am Samstag, 12. Juni, von 10 bis 13 Uhr im Freibad vorbeischauen. Besucher, die gut zu Fuß sind, werden gebeten, ihr Auto an der Straße zu parken.

Alle Infos zu Tickets gibt es auf der Homepage unter www.freibad-dabringhausen.de.

Standpunkt: Unterstützung ist gefragt

Kommentar von Anja Carolina Siebel

anja.siebel @rga.de

Die Freibadbetreiber aus Dabringhausen sind Kummer gewöhnt. Haben sie doch in den vergangenen Jahren immer wieder Rückschläge verbuchen müssen. Maue Besucherzahlen aufgrund von Schlechtwettersommern, hohe Kosten wegen veralteter Bad-Technik – und dann kam auch noch Corona. Voriges Jahr haben die Vereinsmitglieder das hervorragend gestemmt. Sie hatten aber auch die Sicherheit, dass das Bad während der Sommerferien auf jeden Fall in gewohnter Manier geöffnet bleiben durfte. Und sie hatten die uneingeschränkte Unterstützung der Badegäste. Mit einem Verkauf von über 700 Saisonkarten waren die finanziellen bedenken schnell ausgeräumt. Diesmal gibt es ein paar mehr Unwägbarkeiten. Denn die Öffnung ist an Inzidenzwerte gebunden. Und niemand kann wohl sicher voraussagen, wie die sich in den kommenden Wochen entwickeln werden. Die Zunahme der Geimpften und sommerliche Temperaturen lassen hoffen. Sicher ist aber nichts. Deshalb gilt es, die Freibadbetreiber kräftig zu unterstützen und Saisonkarten zu kaufen. Die Ehrenamtler brauchen diese Hilfe dringend, um sicherer wirtschaften und das Bad weiter erhalten zu können. Das sollte in aller Sinne sein.

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