Bauarbeiten

Neues Feuerwehrgerätehaus: 6000 Kubikmeter Erde sind weg

Ein neues Feuerwehrgerätehaus wird in Dabringhausen auf der Fläche zwischen Auf der Huhfuhr und L 101 gebaut. Foto: Doro Siewert
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Ein neues Feuerwehrgerätehaus wird in Dabringhausen auf der Fläche zwischen Auf der Huhfuhr und L 101 gebaut.
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Beim Bau des Feuerwehrgerätehauses Dabringhausen werden jetzt die Versorgungsleitungen verlegt

Wermelskirchen. 6000 Kubikmeter Erde sind weg. Mit bis zu 15 Sattelschleppern im Umlauf wurden sie von der Baustelle in Dabringhausen über die Autobahnanschlussstelle Burscheid hinfortgebracht. Mindestens 240 Fahrten waren dafür nötig. „Und jetzt fangen wir an, die Versorgungsleitungen zu verlegen“, berichtet Hartwig Schüngel, Amtsleiter Gebäudemanagement bei der Stadt Wermelskirchen, auf Anfrage.

Man liege im Zeitplan. Bis August 2022 soll demnach das neue Feuerwehrgerätehaus Dabringhausen auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück fertig sein.

Die erste Überraschung: Seit dem feierlichen ersten Spatenstich am 4. März gab es noch keine Überraschung auf der großen Baustelle. „Nicht einmal auf große Felsen sind wir hier beim Buddeln gestoßen“, sagt Schüngel. Dabei müsse man damit im Bergischen Land eigentlich immer rechnen.

Das war gewachsener Boden, so etwas kann man an anderen Stellen gut gebrauchen.

Hartwig Schüngel, Amtsleiter Gebäudemanagement

Sogar das Wetter habe bestens mitgespielt: „Es hat zwar ein paar Mal geregnet“, erinnert sich der Amtsleiter, „aber das führte dann auch nur dazu, dass es weniger staubte.“ Natürlich sei es rund um die Baustelle eine Zeit lang etwas dreckig gewesen, „aber abends ist dort regelmäßig sauber gemacht worden“, berichtet Schüngel. Es habe nichts für Aufsehen oder gar Aufregung gesorgt.

Der Aushub ist inzwischen auf einer anderen Baustelle gelandet. „Das war ja gewachsener Boden“, erklärt Schüngel, „so etwas kann man an anderen Stellen gut gebrauchen.“

Als nächstes werde die eigentliche Zufahrt zur Straße Auf der Huhfuhr gebaut. Darüber wird später das Gebäude angefahren, auch die Feuerwehrleute werden hierüber mit ihren Privat-Pkw anfahren. „Oben, also hin zur L 101 wird nur bei Alarm gefahren und dann auch nur mit den Einsatzfahrzeugen“, erklärt Schüngel.

Feuerwehrgerätehaus: Im Juni soll der Hochbau beginnen

Anfang/Mitte Juni soll dann auch schon der Hochbau beginnen. Dabei entsteht die große Fahrzeughalle in Stahlbauweise. „Da kann man dann auch irgendwann das nackte Gerüst sehen“, beschreibt Schüngel, „der Verwaltungstrakt mit den Sozialräumen entsteht in konventioneller Bauweise.“ Etwa sechs bis acht Monate werde es dauern, bis der Rohbau steht. „Dann folgt noch der gesamte Innenausbau“, sagt Schüngel, der betont, dass die Bauzeit bis August 2022 also keineswegs lang sei.

Auf den Bau in Dabringhausen legen Schüngel und seine Kollegen gerade ihre besondere Aufmerksamkeit. Denn dieses Gebäude soll so etwas wie ein Muster, eine Blaupause, werden. Schüngel: „Wir müssen schließlich noch weitere Gerätehäuser in Wermelskirchen bauen. Und die sehen dann im Idealfall sehr ähnlich aus.“

Löschzug Dabringhausen hat 50 aktive Mitglieder

So könne man auch bei der für die Stadt vorgeschriebenen „funktionalen“, öffentlichen Ausschreibung auf jeden Fall Kosten beim Architekten einsparen. „Und vielleicht auch bei der Wartung und bei den Ersatzteilen, wenn wir zum Beispiel überall die gleichen Fenster und Rolltore haben“, erläutert Schüngel. Da könne man vielleicht sogar über ein Lager nachdenken, in dem dann passende Schalter und anderes parat liegen könnten. In der Nachbarstadt Remscheid habe man bereits gute Erfahrungen mit baugleichen Feuerwehrgerätehäusern gemacht.

Rund 50 aktive Mitglieder hat der Löschzug Dabringhausen. Die freuen sich schon jetzt auf ihr neues Gerätehaus: Neben der Fahrzeughalle entstehen auch Aufenthaltsräume mit neuen Umkleiden und sanitären Anlagen.

Außerdem ist im künftigen Gerätehaus auch ein Seminarraum, in dem Fortbildungen stattfinden können. Was dann aus dem bisherigen Gerätehaus an der Altenberger Straße wird, ist aber noch unklar. | Standpunkt

Hintergrund

Kosten: Fünf Millionen Euro sind im städtischen Haushalt bereitgestellt, um das neue Feuerwehrgerätehaus in Dabringhausen zu bauen, das inklusive der Halle eine Fläche von 1100 Quadratmeter haben wird.

Pläne: Neue Fahrzeughallen sind auch für die Feuerwehreinheiten in Eipringhausen und Dhünn notwendig, neue Gerätehäuser werden zudem auch in Tente und Unterstraße benötigt.

Standpunkt: Funktion vor Form

Kommentar von Markus Schumacher

markus.schumacher @rga.de

Besonders schön wird das neue Feuerwehrgerätehaus in Dabringhausen wohl nicht werden. Man wird es als Zweckbau bezeichnen dürfen. Und in diesem Fall ist es ja auch besonders wichtig, dass das Gebäude seinen Zweck erfüllt: Nämlich einen schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehrleute zu ermöglichen und einen sicheren Unterstand für die Fahrzeuge zu bieten. Dass es auch noch Schulungsräume gibt, ist da nur ein Sahnehäubchen oben drauf. Zukünftige Feuerwehrgerätehäuser oder -fahrzeughallen sollen in Wermelskirchen ganz ähnlich aussehen. In Remscheid-Lüttringhausen und Lennep kann man sich solche neuen Feuerwehrgerätehauser schon anschauen. Dort gibt es aber auch Beispiele für schöne, alte Feuerwehrgerätehäuser – noch mit Rutschstangen, Kübelspritzen und viel Klinkern an den Wänden. Nur wurden die Gebäude im Laufe der Zeit einfach zu klein für moderne Feuerwehrfahrzeuge – sie waren mal für Kutschen gebaut worden – und mussten ersetzt werden. Das gilt in Wermelskirchen auch noch für die Standorte Eipringhausen und Dhünn.

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