Advent

Endlich wieder Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen

Ein volles Haus wie zuletzt im Jahr 2019 erhoffen sich die Veranstalter auch dieses Jahr.
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Ein volles Haus wie zuletzt im Jahr 2019 erhoffen sich die Veranstalter auch dieses Jahr.

Drei Jahre mussten die Dabringhausener auf ihren Basar in der Mehrzweckhalle verzichten.

Von Arnd Janssen

Wermelskirchen. Aufatmen beim Organisationsteam des Dabringhausener Festausschusses, das für die 33. Ausgabe des Indoor-Weihnachtsmarkts in der Mehrzweckhalle verantwortlich zeichnet. „Wir warten nur darauf, dass es stattfindet“, sagt Co-Organisator Stefan Jakstait. Die Planung sei fertig, man hoffe jetzt, dass nichts dazwischenkommt, nachdem der Weihnachtsmarkt bereits 2020 und kurzfristig auch 2021 wegen Corona ausfallen musste. Nur steigende Infektionszahlen und verschärfte Regeln könnten jetzt noch dazwischen funken.

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60 Aussteller warten auf die Besucher, davon die meisten nicht-gewerblich. Viele private Aussteller planen deshalb ihre Erlöse zu spenden. Dass Atmosphäre und Gemeinschaft, nicht das Finanzielle im Vordergrund steht, manifestiert sich auch in einem anderen Grund: „Wir haben seit 15 Jahren exakt die gleichen Standgebühren und die wollen wir auch in Zukunft haben“, sagt Jakstait. Mit dem Geld komme die Organisation bisher immer aus. Gleiches gelte für die Zahl der Aussteller, die durch die zur Verfügung stehende Fläche begrenzt sei.

Nach jedem Jahr gibt es rund zehn Aussteller die aus verschiedenen Gründen im kommenden Jahr nicht mehr teilnehmen, dafür rückten wiederum neue nach. „Wenn es Aussteller sind, die in unser Angebot reinpassen, dann dürfen sie auch mitmachen“, sagt Jakstait. Nach dem Motto: Man braucht nicht zehn Stände für Holzfiguren oder Filz-Untersetzer, wenn es gleichzeitig an kulinarischem Angebot fehlt.

Die Leute kommen von draußen mit ihren wärmenden Jacken in die Halle.

Stefan Jakstait

Erstmals in diesem Jahr wird die Cafeteria von einem Team aus dem Waldcafé vom Brunnenhaus in Aue übernommen. Die Falknerei präsentiert an beiden Indoor-Markt-Tagen ihre Vögel, die die Kinder auch einmal anfassen dürfen. Das Blasorchester Dabringhausen der Musikgemeinde Wermelskirchen spielt für die Besucher weihnachtliche Klänge. Närrisch wird es beim Auftritt des Dawerkuser Dreigestirns. Und, so kündigt Stefan Jakstait an: „Die beliebte Verlosung wird es auch wieder geben.“ Tablets und Essensgutscheine gehören zu den von Sponsoren gestifteten Gewinnen.

Bei den Ausstellern stehen hochwertige Produkte aus dem Bereich Handwerk im Fokus. Serviettentechnik, weihnachtliche Laubsäge-Arbeiten, Emailgeschirr und Seifen sind neben vielen weiteren dabei, aber auch Liköre, Marmeladen und Produkte von der Straußenfarm. Die derzeitige Energiekrise hat bisher keine Auswirkungen auf den Weihnachtsmarkt, versichert Jakstait. „Es ist eine Indoor-Halle, das Licht ist also immer aus. Es wird nur die Notbeleuchtung angeschaltet“, sagt der Veranstalter.

Die weihnachtliche Illumination komme ausschließlich von den mit stromsparenden LED-Lichterketten ausgestatteten Ständen. Viel geheizt werde am ersten Advent in der Halle sowieso nicht. Denn: „Die Leute kommen von draußen mit ihren wärmenden Jacken in die Halle.“

Die Öffnungszeiten seien im Vergleich zu früheren Ausgaben des Weihnachtsmarkts nicht verkürzt. Eine Maskenpflicht gebe es nicht, zum Desinfizieren der Hände stünden entsprechende Spender bereit. Auch wenn die Corona-Pandemie nicht vorbei ist, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit um die 200 Neuinfektionen derzeit im Rheinisch-Bergischen Kreis verhältnismäßig niedrig. Aufgrund einer hohen Impfquote und vieler milder Verläufe bei den aktuell vorherrschenden Varianten nehmen auch die Vorsicht der Besucher und der Schrecken hoher Infektionszahlen ab. Im März dieses Jahres lag sie zeitweise bei knapp 2000.

Vor genau einem Jahr, als der bisher letzte geplante Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen abgesagt wurde, schnellte die Inzidenz vorübergehend auf rund 370 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Unter diesen Umständen sei ein schöner Markt nicht verantwortungsbewusst machbar, begründete das Organisationsteam vor einem Jahr die Absage.

Hintergrund

Öffnungszeiten: Am Samstag, 26. November, öffnet der Indoor-Weihnachtsmarkt in der Mehrzweckhalle von 14 bis 19 Uhr. Am Sonntag, 27. November, geht es von 10 bis 18 Uhr.

Kulinarisches: Zu trinken gibt es Glühwein, Wein, Bier und nicht Alkoholisches. Für das leibliche Wohl ist unter anderem in Form von Bratwurst, Pommes, Straussenfilets, Waffeln und Kuchen gesorgt.

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