Dabringhausen

Betrug: Seniorin übergibt 7.000 Euro an falschen Polizisten

Auch per Telefon versuchen es Betrüger.
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Die Störung betraf nur das Festnetz. Über Mobilfunk war die Leitstelle der Feuerwehr durchgehend erreichbar.

Mit einer perfiden Masche wurde eine Seniorin aus Wermelskirchen um mehrere Tausend Euro betrogen. Selbst nachdem die erste Übergabe scheiterte.

Wermelskirchen. Eine 83-jährige Wermelskirchenerin wurde am Montag Opfer eines Betrugs. Das teilt die Polizei am Dienstag mit. Sie glaubte den Lügen eines falschen Staatsanwalts und eines falschen Polizisten. Das kostete sie 7.000 Euro.

Betrug: Die perfide Masche des falschen Polizisten

Am Montag, 7. November, rief ein vermeintlicher Staatsanwalt die 83-Jährige an. Er stellte sich als Michael Berger vor und behauptete, dass die Staatsanwaltschaft Hilfe bei Ermittlungen bräuchte, da in der Nachbarschaft ein älteres Ehepaar beraubt worden wäre. Außerdem erkundigte sich der vermeintliche Staatsanwalt nach der Hausbank der Seniorin.

Wenig später rief ein Mann die Wermelskirchenerin an, der sich als Oberkommissar Schmitt ausgab. Er behauptete, dass gegen einen Mitarbeiter der Sparkasse ermittelt werde. Der falsche Polizist setzte die Seniorin so unter Druck, dass sie eine Summe in Höhe von 7.000 Euro bei der Hausbank abhob.

Passend dazu: WhatsApp-Masche: Seniorin wird Opfer von Betrügern

Daraufhin meldete sich der falsche Polizist erneut und bat die Seniorin, ihm Seriennummern der abgeholten Geldscheine mitzuteilen. Er redete der Frau ein, dass es sich um Falschgeld handele und ein Herr Müller es abholen werde. Ein Nachbar konnte die Übergabe verhindern.

Dieser hatte gegen 15.30 Uhr einen verdächtigen Mann am Haus gesehen, der sich nach einer älteren Dame erkundigte. Der Tatverdächtige sei dann in Richtung Hauptstraße / Neuenweg gegangen. Später habe der Nachbar den Verdächtigen nochmal auf der Straße „Alte Straße“ in Gehrichtung Am Wiesenhang gesehen.

Falscher Polizist: Beschreibung des Verdächtigen

  • Männlich
  • 28 bis 32 Jahre alt
  • circa 180 cm groß
  • kurze schwarze Haare
  • schlanke Statur
  • „südeuropäisches“ Aussehen
  • trug eine OP-Maske

Betrug: Zweiter Übergabeversuch

Nach dem Scheitern der ersten Übergabe fand jedoch eine zweite statt. Auf dem Parkplatz eines Discounters in der Straße Höferhof in Wermelskirchen-Dabringhausen übergab die Seniorin das Geld an den Betrüger. Dafür legte sie, wie der falsche Polizist sie gebeten hatte, die 7000 Euro auf den linken Vorderreifen ihres Autos. Sie verschwand und als sie zurückkehrte, war das Geld weg.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei Rhein-Berg sucht nach Zeugen, die Angaben zu der Tat machen können und gegen 15.30 Uhr am Montag etwas Verdächtiges im Umfeld der Alte Straße in Dhünn beobachtet haben.

Außerdem wird nach Zeugen gesucht, die am Dienstag gegen 16.30 Uhr etwas Verdächtiges auf dem Parkplatz des Discounters in Dabringhausen beobachtet haben.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 2 unter der Telefonnummer (02202) 205-0 entgegen.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Im Zweifel zur Polizei

anja.siebel@rga.de

Viele denken bei solchen Nachrichten wie der vom Montag sicher: „Das könnte mir doch nicht passieren.“ Möglicherweise hatte sich das die Seniorin, die laut Polizeimeldung das Opfer von dreisten Trickbetrügern wurde, auch einmal gedacht. Die Maschen werden aber immer dreister, die Gauner immer ausgebuffter. Und sie suchen sich immer jene aus, bei denen sie Schwächen vermuten: die Senioren.

Man kann es offenbar nicht oft genug sagen, wie das Beispiel zeigt: Niemals sollten Angerufene auf Bitten eingehen, Geld irgendwohin zu überweisen oder jemandem zu geben. Staatsanwaltschaft oder Polizei würden niemals solche Bitten am Telefon äußern. Und bevor man sich doch einlässt, hilft deshalb immer der Griff zum Telefon und ein Gespräch mit der zuständigen Polizeidienststelle.

Gleiches gilt, wenn der vermeintliche Enkel sich plötzlich mit einer anderen Rufnummer meldet und nach Geld verlangt. Vorsicht ist geboten.

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