Covid-19-Masche

Betrüger erbeuten mit Schockanruf 3400 Euro - perfide Geschichte aus Krankenhaus Remscheid

Die Polizei sucht Schock-Betrüger, die in Wermelskirchen mit einer besonders perfiden Masche Bargeld erbeuteten. Eine 90-jährige Frau schockten sie zutiefst.
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Die Polizei sucht Schock-Betrüger, die in Wermelskirchen mit einer besonders perfiden Masche Bargeld erbeuteten. Eine 90-jährige Frau schockten sie zutiefst.

Mit einer Schock-Geschichte aus dem Krankenhaus Remscheid haben Betrüger eine 90-jährige Frau aus Wermelskirchen massiv unter psychischen Druck gesetzt. Besonders perfide: Die Täter gaben sich nicht nur als angeblicher Arzt aus, sondern ließen auch die vermeintliche Schwiegertochter anrufen. Die Polizei sucht „Frau Schwarz“ mit Personenbeschreibung.

Wermelskirchen. 3400 Euro Bargeld haben Betrüger mit einem Schockanruf von einer 90-jährigen Frau aus Wermelskirchen erbeutet. Die Täter meldeten sich am Mittwoch, 7. Juli, mit einem Schockanruf bei der Frau.

Der Anrufer gab sich als Prof. Dr. Weber aus, angeblich Chefarzt im Krankenhaus Remscheid. Der vermeintliche Professor berichtete, dass der Sohn der Seniorin mit einer schweren Covid-19-Erkrankung im Sterben liege. Nur ein noch nicht in Deutschland zugelassenes Medikament könne ihm das Leben retten. Für dieses Medikament, das bereits per Hubschrauber aus der Schweiz unterwegs sei, sollte die Dame 16.000 Euro in bar bezahlen.

„Die völlig schockierte Seniorin wollte diese hohe Summe bei der Bank besorgen und das Gespräch wurde vorerst beendet. Wenig später rief dann auch noch die vermeintliche Schwiegertochter an, die weinte und den kritischen Zustand ihres Ehemannes bestätigte“, berichtet die Polizei.

Polizei: Seniorin glaubt Betrug erst, als ihr echter Sohn vor ihr steht

Dieser zusätzliche emotionale Druck führte dazu, dass die Getäuschte im nächsten Telefonat mit dem Prof. Dr. Weber bereit war, den zuhause verfügbaren Bargeldbetrag von 3.400 Euro sofort zu übergeben. Zudem versprach sie, die Restsumme bei einer Bank zu besorgen. Gegen 11 Uhr dann tauchte eine angebliche Krankenhausmitarbeiterin „Frau Schwarz“ bei der Seniorin auf und nahm das Bargeld an sich.

Ein Bekannter der 90-jährigen Frau erfuhr von den Anrufen und alarmierte die Polizei. Die Schock-Geschichte hatte bei der Seniorin allerdings so starken Eindruck hinterlassen, dass die Polizei zunächst erfolglos auf sie einredete. „Erst als der wirkliche Sohn der Dame hinzu kam, der völlig gesund und nicht im Krankenhaus war, erkannte auch sie den Betrug“, berichten die Beamten.

Die Polizei nahm eine Strafanzeige auf und ermittelt. Zudem bitten die Beamten um Hinweise auf die vermeintliche „Frau Schwarz“. Sie wird wie folgt beschrieben: Etwa 30 bis 40 Jahre alt, schwarze Haare, schwarze Steppjacke. Sie sprach akzentfrei Deutsch. Die Übergabe des Geldes fand in der Hilfringhauser Straße statt. Wer kann Hinweise dazu geben? Kontakt zur Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises: Tel. 02202/205-0. red

Der Täter, der in der Remscheider Geibelstraße auf eine Frau und ihren Sohn geschossen hat, ist noch nicht gefasst.

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