Freier Eintritt

Werke sollen mit einem Augenzwinkern betrachtet werden

Teilweise fast lebensgroß sind die Werke von Gabriele Schröter, die sie erstmals in Burg vorstellt.
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Teilweise fast lebensgroß sind die Werke von Gabriele Schröter, die sie erstmals in Burg vorstellt.

Künstlerin Gabriele Schröter zeigt ihre Ausstellung „Dialoge“ an zwei Wochenenden in der Burger Kirche.

Von Holger Hoeck

Wermelskirchen. Es war Gabriele Schröter schon etwas unangenehm, dass sie zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung „Dialoge – Figuren erzählen von besonderen und alltäglichen Begegnungen“ im Rampenlicht stand. „Ich bin nicht jemand, der gerne im Mittelpunkt steht, und wollte die Ausstellung zunächst gar nicht machen, aber dann hat mich die Organisatorin Dr. Birgit Siekmann doch überredet. Außerdem geht es um den Erhalt der Kirche, und dazu wollte ich etwas beitragen“, erläutert die 70-jährige Ohligserin den anwesenden Gästen in der Burger Kirche. An diesem und am kommenden Wochenende erhalten Besucher im Gotteshaus einen Eindruck vom kreativen Wirken der Künstlerin.

Dabei geben die dargebotenen Figuren die verschiedenen Entwicklungsphasen der ehemaligen medizinisch-technischen Assistentin wider. „Ich hatte zunächst angefangen, für die Kinder Kasperle-Köpfe aus Pappmaché herzustellen. Später habe ich dann dicke Frauenfiguren entwickelt und viel mit Ton gearbeitet. Inzwischen verwende ich auch Alltagsgegenstände, für deren Gestaltung ich, auch dank eines Tipps einer Kunstkollegin, auf Fliesenkleber oder Putzschwämme zurückgreife.“

In ihren Werken, die unter anderem in Kleider gehüllte Hasen in Frauengestalt zeigen und Titel wie „Gruppenbewegung“ oder „Gartenschönheit“ tragen, verfolgt Schröter keine spezifischen Themen. „Ihnen liegen eher Gespräche, Beobachtungen oder Begegnungen zugrunde, die ich etwa während eines Urlaubs wahrgenommen habe und die dann später in meine Werke einfließen“, erklärt die als Ernährungsberaterin und Diabetologin tätige zweifache Mutter. So haben die „Windflüchter“ ihren Ursprung in Bäumen auf dem Darß, die sich gegen den Wind richten. „Und bei der Skulptur ,Der Tanz' war es ein Paar auf Föhr, das sich innigst umarmte. Um diese zarte Bande wiederzugeben, habe ich dann mit Kleister und Zeitungspapier gearbeitet.“

Am Eingang zur Premieren-Ausstellung in der Burger Kirche werden die Gäste von einer Engelsfigur begrüßt. Gabriele Schröter, die ihre Werke mit einem Augenzwinkern betrachtet sehen möchte, war es ein besonderes Anliegen, hierdurch an Carola Eckert, die Initiatorin des Burger Engelwegs, zu erinnern. Mit Blick auf ihre Werke räumt sie ein, dass es ihr bisweilen schwerfalle, Abschied von ihren nicht käuflich zu erwerbenden Unikaten zu nehmen. „Im Grunde werden sie nie vollständig fertig. Ich finde immer wieder Fehler, die ich gerne noch ausbessern möchte. Aber man muss ja dann auch mal loslassen.“

Ausstellung 23. und 24. Juli sowie vom 29. bis 31. Juli, jeweils 12 bis 18 Uhr, Burger Kirche, Müngstener Straße 25, Eintritt frei

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