RVK haben weniger Fahrgäste

Im Bus werden die Masken akzeptiert

Eine Scheibe trennt in den RVK-Bussen den Fahrer vom Fahrgastraum. Foto: RVK
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Eine Scheibe trennt in den RVK-Bussen den Fahrer vom Fahrgastraum.
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Probleme mit Verweigerern gibt es nicht.

Von Markus Schumacher

Ohne medizinische Maske geht seit dem 25. Januar fast nichts mehr. Auch nicht im Bus: „Alle Kunden in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und in den Wartebereichen sind durch die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW zum Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung (sog. OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder KN95/N95) verpflichtet“, steht auch überdeutlich auf der Homepage der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK). Bei einem Verstoß droht eine Strafe von 150 Euro.

Bei der RVK bleibt man aber gelassen, Probleme mit der Maske sind keine bekannt. Im Gegenteil, sagt Friederike Maria Schneider von der RVK-Unternehmenskommunikation: „Die Tragepflicht von medizinischen Masken dient dem Schutz der Fahrgäste und kann auch dazu beitragen, dass das Vertrauen in den ÖPNV wieder steigt.“

Denn Lockdown, Homeschooling und -office wirken sich auch auf das Nahverkehrsunternehmen aus: „Natürlich spiegeln sich diese Faktoren deutlich bei der gesunkenen Nachfrage im ÖPNV wider“, erklärt Schneider.

Ein Bus der RVK-Linie 261 fährt am Markt vorbei.

Es gebe aber bei der RVK keine Linien, für die es gar keine Nachfrage mehr gebe. „Die RVK hat zum Zwecke der allgemein gebotenen Kontaktreduzierung seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie keine Fahrgastzählungen in den Bussen durchgeführt“, erklärt die Mitarbeiterin, „die weitere Entwicklung des Fahrgastaufkommens ist derzeit noch nicht absehbar.“

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind nicht einmal die Busfahrer. „Die Tragepflicht im ÖPNV gilt auch für unser Fahrpersonal, wenn sie sich beispielsweise an Haltestellen, Busbahnhöfen oder innerhalb des Busses im Fahrgastbereich aufhalten.“ Aber dadurch, dass man in den Bussen eine Trennscheibe zwischen Fahrpersonal und Gästen verbaut habe, sei das Tragen der Masken am Steuer nicht erforderlich – und nicht zulässig. „Unsere Fahrerinnen und Fahrer sind alle von der RVK mit entsprechenden medizinischen Masken ausgestattet, die dann zum Einsatz kommen, wenn der Sitzplatz verlassen wird“, betont Schneider.

Maskenverweigerer habe man bisher keine im Bus gehabt. „Wir informieren die Fahrgäste in den Bussen über Ansagen, TFT-Bildschirme und über Plakate über die Tragepflicht der medizinischen Masken“, betont Frederike Maria Schneider. Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei eine gemeinsame Aufgabe der Verkehrsunternehmen und der zuständigen Behörden. Schneider: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Mehrheit der Fahrgäste ordnungsgemäß an die Maskenpflicht hält. Wir nehmen an, dass auch der Wechsel auf medizinische Masken beim Großteil der Fahrgäste im eigenen Interesse auf Verständnis trifft und sehen daher bisher eine hohe Akzeptanz.“ Im abweichenden Falle genüge dann in der Regel ein Hinweis des Sicherheits-, Fahr- oder Kontrollpersonals. Den Ordnungsämtern (und auch Bundes- und Landespolizei) obliege ansonsten die finale Durchsetzung der Corona-Schutzverordnungen der Länder.

Von überfüllten Bussen, in denen die Fahrgäste dicht auf dicht hocken müssen, war bei der RVK während der Pandemie noch keine Rede. Abstand könne eingehalten werden. „Zurzeit sind die Busse bei der RVK viel leerer als üblich, da viele Fahrgäste ein verändertes Mobilitätsverhalten haben, zum Beispiel durch Homeoffice“, berichtet Schneider. Dort, wo es also möglich sei, solle auf den Abstand geachtet werden.

„Um auf eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Fahrgäste zu reagieren, befinden wir uns aber im fortwährenden Austausch mit unseren Aufgabenträgern“, berichtet Schneider. Im Rheinisch-Bergischen Kreis gilt der Ferienfahrplan analog zur Verlängerung des Lockdown weiter bis zum 14. Februar. 

RVK in Zahlen

Busflotte: 327 eigene Busse, 294 Busse im täglichen Einsatz im Auftrag der RVK, Busmodelle von Evobus ,MAN und Van Hool, zwischen 34 und 61 Sitzplätze je nach Bustyp, 54 bis 109 Stehplätze pro Bus.

Liniennetz: Das Verkehrsnetz umfasst 125 Linien. Gesamtlänge: 2337 Kilometer.

Fahrleistungen/Fahrgäste: 19,87 Millionen Kilometer, circa 23 Millionen Fahrgäste.

Standpunkt: Sicher im Bus fahren

Von Markus Schumacher

Die Benutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) galt lange als besondern umweltfreundlich. Und das ist das Fahren im Bus sicher auch heute noch.

markus.schumacher@rga-online.de

Doch laut einer ADAC-Umfrage zur Mobilität hat sich das Verhalten in der Corona-Krise deutlich verändert: 18 Prozent der Befragten fahren nicht mehr mit dem Öffentlichen Nahverkehr. Rund die Hälfte stuft nämlich die Gefahr, sich im ÖPNV mit Corona anzustecken, als sehr hoch oder hoch ein. Nun bedient der RVK in Wermelskirchen keine Metropole. Und die Busse sind während der Pandemie nie voll. 

Das Nahverkehrsunternehmen betreibt einen hohen Aufwand, um Fahrgäste möglichst coronasicher zu transportieren. Sichtbares Zeichen sind die Trennscheiben am Fahrersitz. Doch auch verstärktes Reinigen, regelmäßiges Lüften der Fahrzeuge und viele Hygienespender sollen helfen. Den Fahrgästen selbst wird neben den üblichen Regeln (wie Hände waschen, Maske tragen. . .) empfohlen, möglichst großen Abstand zu anderen Fahrgästen zu halten und am besten außerhalb der Stoßzeiten zu fahren.

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