Bühne

Wenn starke Musik auf starke Worte trifft

Marco Michalzik und Jonnes im Haus Eifgen.

Von Theresa Demski

Zwei Männer, eine Bühne. Kein großer Schnickschnack. Jonnes hat eine Gitarre mitgebracht, Marco Michalzik hält sein schmales, gelbes Textbuch in den Händen. Aber dieser Abend wird sich als kleine, wertvolle Perle entpuppen – als Raum zum Wachsen und Hoffnung haben. Das Jugendcafé hat den Wortkünstler und den Singer-Songwriter eingeladen.

Jonnes ist in Wermelskirchener kein Unbekannter. Er hat schon die Schultour begleitet. Und mit Marco Michalzik steht ein Wortkünstler an seiner Seite, der die gleiche Sprache spricht – auch wenn sie ganz anders klingt. Sie sind gemeinsam auf Tour und werden begleitet von Mitarbeitenden der Hilfsorganisation „World Vision“, die am Rande des Poetry-Konzerts um Patenschaften werben.

Das Haus Eifgen hat sich gemütlich gefüllt. Echte Fans sitzen im Publikum und auch ein paar Zuhörer, die sich ganz neu einlassen auf christliche Poesie und Lieder, die zuweilen wie ein Gebet klingen. „Immer wenn ich auf dem Boden liege, halte ich mich fest an deiner Liebe“, singt Jonnes und in den Reihen wird gelegentlich leise mitgesungen.

Schönes Miteinander vonKünstlern und Zuschauern

Ohnehin ist es ein schönes Miteinander der Künstler und ihres Publikums. Sie scheinen ständig im Gespräch zu sein – und sie verstehen sich. Das gilt für den Sänger und seine ehrlichen Lieder genauso wie für Marco Michalzik, der mit Worten zu zaubern scheint, der sie fühlbar macht. Er findet Poesie für Gefühle, die bisher keine Worte hatten. „Lass mal so tun, als würden wir zu träumen wagen. Lass mal so tun, als würden wir die Furcht nicht haben“, sagt er.

In den Texten und Melodien liegen Hoffnung und Zuversicht, Furcht und Fragen dicht beieinander. Und sie schwappen über ins Publikum – all die Gefühle dieser Zeit mit Blick auf die Welt und den Menschen, auf Krieg und Angst. Und sie scheinen sich zu bündeln. „Größer als Wissen, größer als Stolz – als alles, was ich weiß. Großer als Angst, größer als Ich, du bist mein Gott. Ich ehre dich“, singt Jonnes am Ende, als das Publikum längst Zugaben gefordert hat. Das Bühnenlicht geht aus, der Abend wirkt nach.

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