Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität soll nicht abebben

Pastor André Carouge ist beeindruckt von der Welle der Hilfsbereitschaft. Archivfoto: Roland Keusch
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Pastor André Carouge ist beeindruckt von der Welle der Hilfsbereitschaft. Archivfoto: Roland Keusch

Ein Geistlicher macht sich Gedanken über den Internationalen Tag der Freundschaft

Von Pastor André Carouge, Friedenskirche Remscheid

Der 30. Juli ist der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Freundschaft. Er soll daran erinnern, wie wichtig Freundschaft zwischen Personen, Ländern und Kulturen ist. Wie bedeutsam es ist, einander wohlwollend im Blick zu haben, erleben wir in beeindruckender Weise in diesen Tagen. Eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität geht durch unser Land. Menschen machen sich stark, dort wo sie leben, für die Menschen in den betroffenen Gebieten in NRW und Rheinland-Pfalz.

Andere machen sich spontan auf den Weg, um mit ihren Mitteln Menschen zu helfen. Lebensnotwendiges wird organisiert, Häuser und Straßen von Schlamm befreit. Es wird angepackt. Manchmal von Haus zu Haus. Fremde, die von jetzt auf gleich einfach da sind, ihre Hilfe anbieten, ihre Zeit und Kraft, ihr Know-how, manchmal auch den eigenen Trecker, Helfer werden, Freunde sind. „Die hat der Himmel geschickt“, sagt eine Frau in die Fernsehkamera. „Auf einmal standen sie vor dem Haus und packten mit an.“

Nein, wir haben es nicht verlernt zusammenzustehen. Gott sei Dank nicht. Es berührt mich, dass Menschen, die 2013 selbst Flutopfer an Donau und Elbe waren, heute aus Dankbarkeit für die Hilfe, die sie damals erfahren haben, vor Ort helfen. Ebenso berührt es mich, dass afrikanische Kirchen mehr als 20 000 Euro für die Flutopfer spenden.

Ein Kirchenlied klingt in mir nach: „Damit aus Fremden Freunde werden“. In diesen Tagen passiert genau das. Wieder und wieder. Menschen werden zu Mitmenschen. Fremde werden zu Freunden. Die Unmengen von Wasser, sie sollen ablaufen. Aber die Welle der Solidarität, Hilfsbereitschaft und Freundschaft, sie soll nicht abebben.

Sie steht uns und unserem Land gut zu Gesicht. Und das nicht nur heute am Internationalen Tag der Freundschaft, sondern jeden Tag.

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