Tradition

Weihnachtsmarkt schafft Atmosphäre

Endlich wieder Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen. Die Aussteller und die Besucher genossen es sichtlich.
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Endlich wieder Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen. Die Aussteller und die Besucher genossen es sichtlich.

In der Dabringhauser Mehrzweckhalle war viel los.

Von Holger Höck

Der vierjährige Waldkauz Pauline schaute etwas erstaunt auf die anwachsende Menschengruppe, die sich vor den Tischen im Eingangsbereich der Dabringhauser Mehrzweckhalle versammelt hatte und ihn nun gerne einmal angefasst hätte. Auch die anderen Tiere fanden großes Interesse, insbesondere der jüngeren Besucher des traditionellen Indoor-Weihnachtsmarkts, der nach zweijähriger Zwangspause an diesem Wochenende endlich wieder stattfinden konnte.

„Wir waren zuerst ziemlich nervös, wie es wohl abgeht, denn wir bekommen immer mehr Auflagen von den Behörden. Doch nachdem alles von einem Veranstaltungsmeister abgenommen wurde, ist es nun ein wunderschönes Gefühl, zu sehen, wie die Leute in die Halle strömen“, sagt Stefan Jakstait, verantwortlicher Organisator für den Indoor-Weihnachtsmarkt im Dabringhausener Festausschuss.

Rund 60 Aussteller reisten aus dem Umkreis an

Rund 60 Aussteller, die fast ausschließlich aus dem Umkreis angereist waren, beteiligten sich am zweitägigen Spektakel, das bereits in den ersten Stunden mehrere Hundert Besucher anlockte. „Wie vor Corona war der Markt auch diesmal im April bereits ausgebucht, doch dann mussten einige ihre Teilnahme leider absagen. Es gibt aber immer so viele Anfragen, dass es überhaupt kein Problem war, neue Aussteller zu finden.“ Jakstait betont, dass das fünfköpfige Organisationsteam stets auf einen guten Angebotsmix achte.

Sandra Gausepohl freute sich über das rege Treiben vor ihrem Stand und erläuterte interessierten Personen gerne den Herstellungsprozess der freundlich dreinschauenden kleinen Figuren, die sie „Wampis“ getauft hatte. „Wampis sind im Grunde Weihnachtskugeln, die ihren Namen natürlich wegen ihres Bauchs haben. Sie sind alle handgefertigt aus Papier, Pfeifenputzern und Federn.“ Auch sie war glücklich über die Wiederkehr des Weihnachtsmarkts. „Ich bin zwar erst das zweite Mal dabei, aber es ist schon ein tolles Erlebnis in einem angenehmen Ambiente. Die Stimmung unter den Ausstellern ist prima, und die Besucher sind gut gelaunt, was vielleicht auch daran liegt, dass der Markt wetterunabhängig drinnen stattfindet“, urteilt die hauptberufliche Vertriebsinnendienst-Mitarbeiterin.

Zum zehnten, indes auch zum letzten Mal pries die Wer-melskirchnerin Edeltraud Ludwigs ihre liebevoll produzierten Kerzen in besonderen Formen, etwa in Form eines Buchs, und Weihnachtskarten an. „Die Kerzenfabrik, die diese ausgefallenen Rohlinge herstellte, hat die Corona-Pandemie leider nicht überstanden. Auch die Einzelteile, die ich für die Sterne benötige, sind kaum noch lieferbar und wenn nur sehr schwer zu besorgen“, begründet sie das Ende ihrer Teilnahme. Dankbar erinnert sie sich an Begegnungen mit Stammkunden. „Eine Frau kam immer mit ihrem Rollstuhl aus Leverkusen. Das Wiedersehen hat uns beide immer gefreut.“

Am Stand des Schulvereins Dhünntalschule wechselten derweil die von den Eltern gebackenen Stollen, Kekse und Berliner Brote zu günstigen Preisen die Besitzer. „Alle Erlöse werden wir wieder in Schulprojekte oder für schulinterne Zwecke reinvestieren“, verspricht Vorsitzender Patrick Kiesecker.

Natürlich hatten Stefan Jakstait und sein Team auch für abwechslungsreiche Verpflegung gesorgt. Während in der Halle die freundlichen Helfer des kurzfristig eingesprungenen Cafés Brunnenhaus Kuchen und Kaffee servierten, konnten draußen Straußen-Knacker und Fleischkäse von der Straußenfarm Emminghausen verzehrt werden.

Die dort beschäftigte Tierpflegerin Laura Sticht gab hungrigen Besuchern des Weihnachtsmarkts bereitwillig diesen Tipp, nachdem diese an ihrem Stand die aus Straußeneiern produzierten Liköre, Nudeln oder Lampen begutachtet hatten.

Hintergrund

Der Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen existiert seit 1985 und wurde seinerzeit von der Dabringhauser Familie Broichhaus initiiert. Bis auf eine Ausnahme fand der Markt stets in der Mehrzweckhalle statt.

Alle Aussteller sind selbst für den Auf- und Abbau sowie für die Dekoration ihrer Stände verantwortlich.

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