Musik

Weihnachtslieder treffen auf Swing-Melodien

Zum 30. Mal hat Les Searle zum Christmas Jazz mit seinen Meisterswingers eingeladen.
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Zum 30. Mal hat Les Searle zum Christmas Jazz mit seinen Meisterswingers eingeladen.

Im gut besuchten Haus Eifgen trafen sich Les Searle und seine Freunde zum traditionellen Christmas Jazz.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Die Füße wippen, immer mal wieder schallt Applaus für ein Solo durch den gemütlichen Konzertraum – und auf der Bühne verwandeln sich Melodien aus 100 Jahren in Swing-Rhythmen: Les Searle, seine Meisterswingers und der Christmas Jazz sind ins Haus Eifgen zurückgekehrt. Im Gepäck haben sie ein gemütliches Sonntagmorgenprogramm, zu dem ein warmer Glühwein passt, aber genauso ein Ausnahmebier.

Das Haus Eifgen ist gut besucht, bei vielen Jazz-Freunden steht der Termin am vierten Advent schon lange vor Weihnachten im Kalender. Und die Musiker sind in bester Stimmung. Sängerin Alexandra Naumann trägt ein Glitzerkleid und tobt sich vor allem in den tiefen Regionen der musikalischen Bandbreite aus. „Immer wenn ich auf dieser Bühne stehe, dann sehe ich vor mir Ray Charles“, erzählt sie und deutet auf das Bild des großen Musikers. Ihr gefalle die Vorstellung, dass das Ensemble heute auch sein Erbe feiere. Und dann stimmt sie in eine Ray Charles-Melodie ein, in die die Musiker gerne einsteigen.

Ob Les Searle am Klavier, Marcel Wasserfuhr am Schlagzeug, Stephan Aschenbrenner am Saxofon oder Paul G. Ulrich am Bass: Die Musiker haben eine ordentliche Portion Spielfreude mitgebracht. Das gilt für die Swing-Melodien aus 100 Jahre Musikgeschichte genauso wie für die weihnachtlichen Töne. Aber weil sich nun mal nicht alle Weihnachtslieder gut im Swing-Mantel machen, fällt das Programm entsprechend vielseitig aus: Ray Charles, Töne aus dem Musical Can-Can oder auch Ella Fitzgerald. Kurzerhand wird aus einem langsamen Walzer ein flotter Swing, ein Bossa Nova im Dreiviertel-Takt klingt durch das Haus. „Eigentlich unmöglich“, sagt Paul G. Ulrich noch. Aber für die Meisterswingers scheint am Sonntagmorgen kaum etwas unmöglich.

Die Musiker spielen ein Solo nach dem anderen: Kaum hat Ulrich am Kontrabass gezaubert und dem Instrument Töne abverlangt, die selten zuvor gehört wurden, übernimmt schon Marcel Wasserfuhr. Der Schlagzeuger begeistert das Publikum. Dann ist Stephan Aschenbrenner am Zug – erst mit dem Saxofon und dann mit der Querflöte. Das Publikum jubelt. Und das gilt natürlich auch für jene Momente, in denen Les Searle selbst den Klang übernimmt – und an den Tasten zaubert. Leicht und beschwingt, als habe er sich mal eben für eine Melodie an den Flügel gesetzt. Der Applaus belohnt den Pianisten.

Die große Vielfalt lud das Publikum zum Mitsummen ein

Mal instrumental, mal mit Alexandra Naumann am Mikrofon: Les Searle und sein Ensemble haben Vielseitigkeit im Gepäck. Bei „I Love Paris“ übernimmt Paul G. Ulrich dann das Mikrofon, während er sich weiter den Saiten seines Instruments widmet. Mal sprudelt die Musik über, dann wird sie vorübergehend ganz leise. Alexandra Naumann stimmt in eine ruhige italienische Melodie ein – aber dann gesellen sich doch Schlagzeug und Saxofon dazu, der Swing gewinnt. Dazu wird gewitzelt und erzählt. Und manchmal scheint das Publikum leise mitzusummen.

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