Fest

Weihnachtsbäume-Preise werden wohl moderat steigen

Boris Flosbach bleickt zuversichtlich auf den Absatz an Tannen ab dem ersten Adventswochenende.
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Boris Flosbach bleickt zuversichtlich auf den Absatz an Tannen ab dem ersten Adventswochenende.

Boris Flosbach baut in Dabringhausen Nordmanntannen, Blaufichten und Kiefern an

Von Wolfgang Weitzdörfer

Wermelskirchen. Wohin man derzeit blickt – die Preise steigen. Die Inflation liegt bei rund zehn Prozent. Die Menschen haben am Monatsende weniger übrig als noch vor Kurzem. Es wird gespart, um sich das leisten zu können, was man wirklich braucht.

Noch werden die Tage zwar gerade erst kürzer, doch schon jetzt ist klar, dass es auch in der Weihnachtsbaumbranche wohl nicht ohne höhere Preise geht – egal ob für selbstgeschlagene oder selbstgekaufte Exemplare.

„Natürlich wird alles teurer, aber wir werden versuchen, die Preise stabil zu halten. Zumindest wird es garantiert keine Riesensprünge geben“, sagt Boris Flosbach. Der Produzent aus Wipperfürth und Inhaber von Weihnachtsbäume Klein kommt aus einer Familie von Weihnachtsbaumproduzenten. „Wir machen das schon seit 50 Jahren, schon mein Vater hatte diesen Beruf“, sagt er.

Flosbach hat Weihnachtsbaum-Kulturen in Wipperfürth und Dabringhausen. Auf 23 Hektar baut er vor allem Nordmanntannen, aber auch Blaufichten und Kiefern an. „Wir haben vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen. Zum einen ist das der Dieselpreis – schließlich sind wir auf den 23 Hektar immer mit den Traktoren unterwegs“, sagt Boris Flosbach. Zum anderen habe sich der Preis für Dünger praktisch verdoppelt. „Für die 23 Hektar brauchen wir insgesamt rund acht Tonnen Dünger – angeschafft wird dieser im Doppelzentner-Gebinde. Die Verdoppelung schlägt hier ordentlich ins Kontor“, betont der Weihnachtsbaumproduzent.

Wasser und Strom – andere aktuelle Preistreiber – seien hingegen kein Problem in Boris Flosbachs Weihnachtsbaum-Kulturen. „Der Sommer war zwar insgesamt zu trocken, aber wir können die Jungpflanzen auch nicht gießen“, sagt Boris Flosbach.

Die jungen Nordmanntannen würden im Herbst gepflanzt, so dass sie über die kühle und feuchte Jahreszeit in der Regel recht gut anwachsen. „Aber dennoch mussten wir in diesem Jahr 20 Prozent Verlust verkraften – was viermal so viel wie in normalen Jahren ist“, sagt Boris Flosbach.

Wenn man in diesem Zusammenhang die bereits ebenfalls sehr verlustreichen und trockenen Jahre 2019 und 2020 mit einbeziehe, werde recht schnell klar, dass man in den kommenden Jahren nicht um Preissteigerungen herumkommen werde. „Einfach, weil wir in acht bis zehn Jahren die Folgen dieser Verlustjahre bemerken werden, da die Bäume dann erntereif sind“, sagt Boris Flosbach.

Ob er unter diesen Umständen seine Arbeit noch gerne mache? Flosbach antwortet mit einem Lachen. „Fragen Sie mich das am 24. Dezember noch ein-mal . . .“ Dennoch: Der Produzent geht nicht davon aus, dass die Menschen im Bergischen Land auf den Weihnachtsbaum verzichten werden.

„Es ist ja schon so, dass die Menschen in Zeiten der Krise eher sentimental werden und sich ein wenig mehr an das Besinnliche und Christliche des Weihnachtsfests erinnern“, sagt Boris Flosbach. Diese Sentimentalität sorge durchaus dafür, dass man einen Weihnachtsbaum aufstellen wolle. „Abgesehen davon – der Baum selbst ist ja noch das Günstigste an Weihnachten. Bei uns geht es ab 15 Euro los“, sagt Boris Flosbach.

Ab dem ersten November geht die Saison los

Ein wenig müsse man sich zwar nun doch noch gedulden, bis man sich um den diesjährigen Baum kümmern könne. Aber zu lange sollte man auch nicht warten, wenn man noch eine gewisse Auswahl haben wolle. „Wer selber seinen Baum fürs Fest schlagen möchte, kann das ab dem ersten Adventswochenende, also dem 26. und 27. November, in unseren Kulturen in Dabringhausen, Wipperfürth oder Hückeswagen machen“, sagt Boris Flosbach.

Der Verkauf findet zu unterschiedlichen Zeiten statt – an vier Verkaufsstellen in Leichlingen, Dabringhausen und Wipperfürth.

Hintergrund

Schonungen: Die Weihnachtsbaum-Kulturen befinden sich in Dabringhausen, Hückeswagen und Wipperfürth.

Verkauf: Verkaufsstellen sind in Leichlingen, Krähwinkel 4, in Dabringhausen-Stumpf an der Tankstelle sowie in Wipperfürth an der alten Papiermühle, Hämmern 1, und Münte 12.

Zeiten: Wann geöffnet ist, ist online nachzulesen.

weihnachtsbaum-klein.de

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