Es gab keinen Personenschaden

Wasser bricht in zehn städtische Gebäude ein

Der Heizungsraum der Mehrzweckhalle Dabringhausen stand nach dem Starkregen unter Wasser. Foto: Stadt Wermelskirchen
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Der Heizungsraum der Mehrzweckhalle Dabringhausen stand nach dem Starkregen unter Wasser.
  • Markus Schumacher
    VonMarkus Schumacher
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Rund 100 Feuerwehrleute absolvierten bis zum Morgen 160 Einsätze.

Wermelskirchen. „Die wichtigste Nachricht ist: Es gab keine Personenschäden“, erklärte Bürgermeisterin Marion Lück am Donnerstag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Und ihre zweite Botschaft war: „Ein riesengroßes Dankeschön an alle Einsatzkräfte!“

Rund 100 Feuerwehrmänner und -frauen waren von Mittwochmittag bis Donnerstagmorgen 5 Uhr fast ununterbrochen im Einsatz gegen die Auswirkungen des Starkregens. Insgesamt 160 Einsätze absolvierte die Feuerwehr Wermelskirchen in dieser Zeit. Den dramatischsten Einsatz gab es in Markusmühle. „Da war das Untergeschoss eines Hauses schon geflutet und wir mussten drei Personen über die Drehleiter aus dem 1. Stock rausholen“, schilderte Feuerwehrchef Holger Stubenrauch. Die Hotspots des Hochwassers seien Eipringhausen, Tente und Halstenberg gewesen. In Pilghausen drohte gegen 19 Uhr eine Pumpe abzusaufen, dann hätte Klärschlamm in die Dhünn fließen können. „Wir haben dann selbst Wasser abgepumpt und den Technikraum mit Sandsäcken abgedichtet“, berichtete Stubenrauch. Die Sandsäcke hatte man sich noch in Bergisch Gladbach besorgen können, sie wurden später im Kreis Mangelware.

An einigen Stellen war die Entwässerung ausgefallen

„90 von unseren 120 städtischen Pumpen waren überlastet“, berichtete der Technische Beigeordnete Thomas Marner. Das hieß, sie waren voll oder übergelaufen. In einigen Gebieten sei die Entwässerung auch ausgefallen: in Stumpf, Höhenweg, Kreckersweg und Tannenbaum. Am Donnerstag im Laufe des Tages sei jede einzelne Pumpe von einem städtischen Mitarbeiter in Augenschein genommen worden. Seit 6 Uhr morgens war auch das Reinigungsfahrzeug unterwegs, um Schotter und Kies von den Straßen zu wischen.

„Am Wanderparkplatz Eifgen ist ein Baum umgefallen, ohne weiteren Schaden anzurichten“, schilderte Marner, „zwei Bäume sind im Eifgental umgefallen und einer auf der Zufahrt zum Lehrerparkplatz des Berufskollegs.“ Firmen wurden mit der Beseitigung beauftragt. „Und im Bereich Löh ist die Balkantrasse geflutet“, meldete Marner weitere Schäden.

Aus insgesamt zehn städtischen Gebäuden wurde ein Wassereinbruch gemeldet. Marner zählte auf: die Kindertagesstätten in Dhünn, Wellersbusch, Grunewald und Jahnstraße, an der Grundschule Dhünn sogar gleich an vier Stellen, in der Katholischen Grundschule stand der Keller unter Wasser, in der Grundschule Hünger war in einen Raum im Dachgeschoss Wasser eingedrungen, in der WTV-Halle standen Umkleidekabinen und die Eingangshalle unter Wasser.

„Den größten Schaden, wahrscheinlich auch den teuersten, haben wir in der Mehrzweckhalle Dabringhausen“, bilanzierte Marner, „da ist nämlich der Heizungsraum abgesoffen.“ Jedes einzelne Objekt wurde am Donnerstag in Augenschein genommen. Marner: „Jetzt muss es schnell gehen, es wird geschippt und gewischt, damit kein Schimmel entsteht.“ Man habe aber auch gute Trocknungsfirmen an der Hand.

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