Waldschüler lernen Zirkus-Kunst bei Cassellys

Karola Casselly (l.) zeigt den Kindern, wie das Seiltanzen funktioniert. Foto: Doro Siewert
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Karola Casselly (l.) zeigt den Kindern, wie das Seiltanzen funktioniert.

Artisten gastieren eine Woche lang in Wermelskirchen

Von Anja Carolina Siebel

Mia Malena (6) und Leonie (7) gehen schon sehr versiert mit ihren bunten Tüchern um. „Ich kann schon mit drei Tüchern jonglieren“, ist Mia Malena stolz. Und Leonie erzählt, dass sie sich schon „ganz doll“ auf die Auftritte am Freitag und Samstag freut. Dann nämlich führen die Kinder der Waldschule Eltern und Geschwistern vor, was sie in dieser aufregenden Woche gelernt haben.

Zum dritten Mal ist der Circus Casselly auf dem Gelände der Waldschule zu Gast. Die Zirkus-Crew zeigt den Kindern Kunststücke – von der Seilkunst übers Trampolin bis hin zur Clownerie. Ein echter Höhepunkt – vor allem für die Grundschüler, aber auch für Lehrer und Eltern. „Am Sonntag haben wir alle gemeinsam das große Zirkuszelt aufgebaut“, berichtet Schulleiterin Dagmar Strehlow-Toussaint. Und am Montag gab es dann eine erste Aufführung der Zirkus-Artisten. „Die Kinder waren so begeistert, schon als die Scheinwerfer angingen“, erzählt die Schulleiterin. „Nach all den Entbehrungen durch die Corona-Pandemie schienen sie besonders beeindruckt zu sein. Und das zu sehen, das hat schon dem einen oder anderen von uns die Tränen in die Augen getrieben.“

Kinder trauen sich immer mehr zu

Für sie und ihr Kollegen-Team ein Indiz dafür, die richtige Entscheidung getroffen zu haben: „Lange konnten wir pandemiebedingt den Zirkus ja nicht einladen. Jetzt haben wir einfach zugegriffen.“ Mit einem schlüssigen Hygienekonzept, dem auch die Stadt Wermelskirchen zustimmte.

Geprobt wird in Gruppen. Die A-Klassen proben am Morgen, die B-Klassen ab 11 Uhr, jeweils zwei Stunden. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel die Kinder in der kurzen Zeit lernen und mitnehmen“, sagt Dagmar Strehlow-Toussaint. „Und wie viel sie sich später dann auch zutrauen.“ Da gibt es kleine Fakire, Trapezkünstler, Clowns und Seilartisten, die im Laufe der Woche vom Team von Johnny Casselly so viel mitnehmen, dass es in zwei Aufführungen passt. Am Freitag und Samstag gibt es Vorstellungen für Familien und Freunde der Kinder. „Auch da ist hygienebedingt die Zuschauerzahl begrenzt, so dass unser Schulverein diesmal besonders auf Spenden angewiesen war, um das Projekt umsetzen zu können“, sagt die Schulleiterin. Dass es sich gelohnt hat, sieht man schon jetzt.

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