Vierjähriger Baustellenmarathon ist beendet

Die neu gestaltete Unterburger Ortsdurchfahrt und der tiefer gelegte Eschbach liegen dicht beieinander. Dies erschwerte die Baustellenplanungen. Foto: Christian Beier
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Die neu gestaltete Unterburger Ortsdurchfahrt und der tiefer gelegte Eschbach liegen dicht beieinander. Dies erschwerte die Baustellenplanungen. Foto: Christian Beier

Nach dem Abschluss der Arbeiten an der Eschbachstraße und dem Hochwasserschutz in Burg fällt das Fazit positiv aus

Von Andreas Tews

Noch immer fragen viele Auswärtige an, ob die Unterburger Ortsdurchfahrt wieder offen ist, berichtet Seilbahnbetreiber Stefan Irlenbusch. Darum könne man gar nicht oft genug sagen, dass die Arbeiten auf der Eschbachstraße abgeschlossen seien. Damit ist ein viereinhalbjähriger Baustellenmarathon beendet. Mit dem Resultat – der neu gestalteten Ortsdurchfahrt und dem neuen Bachbett des Eschbachs sind viele Anrainer zufrieden. Froh sind die Akteure des Stadtteils aber in erster Linie darüber, dass Besucher wieder ungehindert von allen Seiten den Ort und das Schloss erreichen können.

Die Arbeiten des Wupperverbandes am Eschbach-Hochwasserschutz hatten Mitte 2016 begonnen (| siehe Kasten). Zeitgleich hat die Stadt Solingen die 300 Meter lange Stützmauer der Eschbachstraße erneuert. Der Umbau der Ortsdurchfahrt selbst begann im September 2019. Mit den Baustellen waren diverse mehrmonatige Vollsperrungen verbunden. Die gehören jetzt der Vergangenheit an.

Baustelle im Bach war eine große Herausforderung

Die Eschbach-Baustelle sei eine große Herausforderung für den Wupperverband und die beteiligten Firmen gewesen, bilanziert Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbandes. Eine große Herausforderung sei es gewesen, ein solches Projekt in einem derart engen Siedlungsbereich umzusetzen. Zwar könne es bei solchen Arbeiten immer einmal haken, erklärt Fischer. Mit dem Verlauf und dem Ergebnis sei man beim Wupperverband aber sehr zufrieden.

Der Wupperverband hat den Eschbach auf 600 Metern um bis zu 1,60 Meter tiefer legen und an etlichen Stellen verbreitern lassen. Dadurch sei das Hochwasserrisiko für den Ort deutlich verringert worden, sagt Fischer. Gänzlich auszuschließen seien Überflutungen aber auch jetzt nicht.

Politik und Anlieger zeigen sich zufrieden

Zufrieden zeigt sich auch der Burg/Höhscheider Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU). „Ich freue mich darüber, wie schön das geworden ist, was wir uns vor 20 Jahren vorgenommen haben.“ Sowohl die neu gestaltete Eschbachstraße als auch die durchgehend erneuerten Stützmauern des Bachufers gäben ein „vernünftiges Ortsbild“ ab. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Anwohner in vielen Fragen eingebunden worden seien.

Westeppe weist aber auch darauf hin, dass einiges – unter anderem beim angestrebten Austausch der umstrittenen neuen Lampen und dem besseren Schutz für Fußgänger – noch nachgebessert werden müsse. Das nächste Ziel sei es, das Fassadenprogramm „vernünftig ans Laufen“ zu bringen, damit weitere Privathäuser renoviert werden. Zudem stehe noch die Neugestaltung der Wupperinsel an. Auch Stefan Irlenbusch, Gastronom Heiko Kahlenberg und Carmen Hillen vom Burger Büdchen sind der Meinung, dass die Umgestaltung das Ortsbild aufgewertet habe. Auch beim Hochwasserschutz und den neuen Bruchstein-Ufermauern sei nicht gespart worden, betont Irlenbusch. Hillen berichtet: „Das alles kommt ganz gut an bei den Menschen.“

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