Viel Nostalgie bei Jubelkonfirmanden

Jubelkonfirmation in der Evangelischen Gemeinde Tente mit Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski.
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Jubelkonfirmation in der Evangelischen Gemeinde Tente mit Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski.

Mit einem Festgottesdienst und Empfang feierten die Jubilare îhr großes Wiedersehen.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Es ist ein berührender Moment. Mindestens ein halbes Jahrhundert, nachdem sie ihre Konfirmation im Gemeindehaus in Tente gefeiert haben, stehen sie wieder vor dem Altar. Wieder haben sich die Jubelkonfirmanden in Schale geworfen und wieder stehen sie im Mittelpunkt eines Festgottesdienstes.

Und als Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski jedem einzelnen von ihnen während des Gottesdienstes den alten Konfirmationsspruch noch einmal zusagt, stockt manchem der Atem. Den einen stehen plötzlich Tränen in den Augen, andere stimmen mit fester Stimme in die Worte ein – als sei es gestern gewesen, dass sie den Bibelvers zum ersten Mal gehört hätten. „Gott ist bleibend da“, sagt die Pfarrerin den Jubelkonfirmanden schließlich zu und der Posaunenchor unterstreicht die Worte mit Chorälen, die den Jubilaren vertraut vorkommen dürften.

Marion Klein hat ein stattliches Mittagessen gezaubert, die Tische sind gedeckt und geschmückt und die Jubilare nehmen Platz. „Das war eigentlich eine schöne Zeit“, sagt Christa Müller über den Konfirmandenunterricht vor 65 Jahren im Gemeindehaus. Besonders streng habe sie den Unterricht nicht in Erinnerung. „Ich weiß noch, dass die Jungens für die Prüfung nicht richtig auswendig gelernt hatten“, erinnert sich Christa Gilbert, die ihr gegenübersitzt. Der Pfarrer habe ständig nur sie und ihre Schwester dran genommen. „Wir hatten ordentlich gelernt“, erzählt sie lachend. Und dann zitiert sie heiter den 23. Psalm.

Auch die Erinnerungen an die modischen Entscheidungen vor ihrer Konfirmation sind bei den Damen ungetrübt. „Wir durften zum ersten Mal Nylonstrümpfe tragen“, erzählt Ruthild Sieper, die ihre Diamantene Konfirmation feiert, lachend. „Ich hatte ein dunkelblaues Kleid mit Spitze an“, ergänzt Christa Müller.

Das große Wiedersehen am Sonntagmittag bedeutet ihnen viel. Christa Gilbert ist extra aus dem hohen Norden angereist. „Das war mir wichtig“, sagt sie. Die Nacht käme sie bei ihrer Enkelin in der Studentenwohnung in Köln unter. Die junge Frau habe sie auch begleitet, sagt sie und deutet auf ihre Sitznachbarin. Und Christa Müller erzählt von einem unerwarteten Moment: Als sie mit ihrem Mann ihr Elternhaus verlassen habe, sei gerade auch ihr Patenkind auf die Straße getreten. „Sie feiert ihre goldene Konfirmation und ich meine diamantene.“

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