Mein Blick auf die Woche

VHS: Eine Institution in der Warteschleife

anja.siebel@rga.de
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Der neue Chef bei der Volkshochschule heißt Eric Hausherr. Und seine Motivation ist wirklich ansteckend.

Schnell wird im Gespräch mit ihm klar: Der 54-Jährige hat viel vor in und mit der VHS. Der Standort der Schule ist ihm dabei eher egal. Es gehe ihm vielmehr um Inhalte, unterstreicht Hausherr. Dabei ist derzeit noch völlig unklar, wo die Volkshochschule irgendwann einmal, und dann möglichst dauerhaft, beheimatet sein wird. Zurzeit sitzt die VHS-Verwaltung in einem Gebäude an der Wirtsmühler Straße. Jenem Gebäude, in dem auch die Sekundarschule untergebracht ist – und in dem bald dann die Gesamtschule entstehen soll. Das bedeutet, dass die Volkshochschule wieder einmal umziehen muss. Nicht das erste Mal in den letzten Jahren.

Von ihrem ehemals festen Domizil an der Burger Straße ging es zunächst zur ehemaligen Realschule an der Rot-Kreuz-Straße. Als die Gebäude dort abgerissen wurden, zog das Team an die Wirtsmühler Straße. Und wartet dort seitdem auf ein endgültiges Zuhause. Eine belastende Situation, die auch am Gemüt der Mitarbeitenden in den vergangenen Jahren gezehrt hat. Nun weht ein frischer Wind – und dank des Rückenwindes von Eric Hausherr schaut man ein wenig optimistischer in die Zukunft. Auch ohne feste Bleibe. Eine gewinnbringende räumliche Situation ist das dennoch nicht. Denn seit Monaten finden Kurse der VHS auf dem Gelände der Sekundarschule statt. Erwachsenenbildung und die Beschulung von Kindern quasi unter einem Dach. Ist das sinnvoll? Das darf man sich zumindest fragen.

Und dann stellt sich die große Frage, wo es die VHS denn hintreiben wird, wenn die Bauarbeiten für die neue Gesamtschule starten. Mit Wertschätzung hat das nicht wirklich viel zu tun. Weder für die weiterführende Schule, deren Räume sanierungsbedürftig und in die Jahre gekommen sind, die aber jetzt aufgehübscht als neues Domizil für die Gesamtschule dienen soll. Noch für die Volkshochschule, deren Team seit Jahren von Standort zu Standort geschickt wird, in dem Wissen, dass das – mal wieder – keine endgültige Lösung sein wird.

Es ist vermutlich ein großer Segen, dass der neue Leiter Eric Hausherr darauf gar kein großes Augenmerk legt, sondern sich stattdessen mit vollem Elan auf die Ausgestaltung des Kursplanes konzentriert, neue Themenfelder kreiert und sich müht, eine neue Generation für die VHS zu werben. Gerade wegen dieses Engagements hätte die VHS es aber verdient, endlich Klarheit bezüglich ihres Standortes zu bekommen.

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