Veterinäramt warnt vor der Geflügelpest

Halter von Geflügel sind jetzt zu besonderer Vorsicht aufgerufen, um die Tiere so gut es geht zu schützen. Foto: Melissa Wienzek
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Halter von Geflügel sind jetzt zu besonderer Vorsicht aufgerufen, um die Tiere so gut es geht zu schützen.

Geflügelhalter sollen jetzt schon Präventionsmaßnahmen einleiten

Von Anja Carolina Siebel

Das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises ruft Geflügelhalter erneut zu besonderer Wachsamkeit wegen der Geflügelpest auf.

Nachdem die Erkrankung zunächst bei Wildvögeln am Niederrhein festgestellt wurde, kam es nun zu Verdachtsfällen in zwei geflügelhaltenden Betrieben in den Kreisen Gütersloh und Paderborn. In Ostwestfalen hat das Fachministerium deshalb eine Stallpflicht angeordnet.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis seien bisher keine Fälle bekanntgeworden, schreibt der Kreis am Freitag. Es bestehe aber die Gefahr, dass Wildvögel das Virus durch den Vogelzug mit ins Bergische Land bringen. Deshalb sollten die Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung der Seuche von den Haltern konsequent umgesetzt werden. Außerdem sollten sich Geflügelhalter bereits jetzt Gedanken über die Unterbringung ihrer Tiere machen, sollte doch später eine Stallpflicht angeordnet werden.

Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden, heißt es in der Mitteilung des Kreisveterinäramtes. Deshalb dürfte Hausgeflügel nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich seien.

Futter, Einstreu und sämtliche Gegenstände, mit denen das Hausgeflügel in Berührung kommen könne, dürften ebenfalls für Wildvögel nicht zugänglich sein.

Das Hausgeflügel dürfe außerdem von den Besitzern nicht mit Wasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben. „Halter von Geflügel sollten ihre Bestände kritisch in den Blick nehmen und sich folgende Fragen stellen: Wo können Hühner, Gänse oder Enten direkten oder indirekten Kontakt zu Wildvögeln oder deren Ausscheidungen haben? Wird zum Trinken ausschließlich Wasser verwendet, zu dem Wildvögel garantiert keinen Zugang hatten?“, fasst Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig zusammen. Da es sich bei der Geflügelpest um ein Influenzavirus handele, könnten sich auch Menschen theoretisch damit anstecken. Für den Menschen bestehe allerdings nur bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel die Gefahr einer Ansteckung. „Beim Umgang mit dem eigenen Geflügel sollten die Hygienemaßnahmen genau beachtet werden. Halter sollten nach Umgang mit den Tieren Arbeitskleidung und Schuhe direkt wechseln“, rät Dr. Thomas Mönig.

Gründliches Händewaschen und Desinfektion helfen

Gründliches Händewaschen und eine anschließende Desinfektion der Hände nach Kontakt mit dem Geflügel würden ebenfalls dazu beitragen, eine Ansteckung mit der Geflügelpest beim Menschen zu verhindern. Unklare Krankheitserscheinungen und vermehrte Todesfälle bei Hühnern, Enten oder Gänsen sollten dem Haustierarzt und dem Veterinäramt vonseiten der Besitzer umgehend gemeldet werden.

Weitere Informationen erteilt das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises telefonisch unter Tel. (0 22 02) 13-28 15.

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