Gesundheit

Veterinäramt warnt vor Influenzavirus bei Geflügel

Das Virus könnte von Wildvögeln auf Geflügel ausgebreitet werden. Der Kreis mahnt daher zur Vorsicht. Archivfoto: Melissa Wienzek
+
Das Virus könnte von Wildvögeln auf Geflügel ausgebreitet werden. Der Kreis mahnt daher zur Vorsicht.

Hühnerhalter sollten Sicherheitsmaßnahmen beachten.

Von Alexandra Dulinski

Das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises rät allen Hühner- und Geflügelhaltern, in den kommenden Monaten besonders wachsam zu sein. Grund ist die Verbreitung des Influenza-A-Virus bei Wildgänsen und -enten sowie Greifvögeln.

Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass der Erreger für den Menschen gefährlich ist, heißt es in einer Mitteilung. Auch seien im Rheinisch-Bergischen Kreis bisher keine Fälle bekanntgeworden. Die Vogelgrippe sei jedoch Ende Oktober bei Wildvögeln an der Nord- und Ostsee sowie in Hamburg aufgetreten. Zudem sei ein erster Legehennenbestand in Schleswig-Holstein infiziert, heißt es aus dem Veterinäramt.

Eine weitere Verbreitung durch den Vogelzug gelte als wahrscheinlich. „Gehäufte Funde von Wildvögeln sollten dem Veterinäramt rasch mitgeteilt werden“, sagt Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig, „denn je eher wir eine Erkrankung feststellen, desto gezielter können die Gegenmaßnahmen sein.“

Sicherheitsmaßnahmen sollten beachtet werden

Hühner- und Geflügelhalter sollten bestimmte Sicherheitsmaßnahmen beachten. „Oberstes Gebot ist es, den Wildvögeln den Zugang zu Stallungen, Futter, Einstreu und Gegenständen zu versperren. Das Hausgeflügel darf nicht mit Wasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben“, erklärt der Kreisveterinär die Gefahrenquellen.

Unklare Krankheitserscheinungen und vermehrte Todesfälle bei Hühnern, Enten oder Gänsen sollten dem Haustierarzt und dem Veterinäramt umgehend gemeldet werden. Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten zudem unbedingt verhindert werden.

Es wird vermutet, dass Zugvögel die Erkrankung aus den Brutgebieten in Russland und Kasachstan mit in die Überwinterungsgebiete bringen. Im Juli wurde das Influenza-A-Virus bei Wildvögeln in Sibirien nachgewiesen. Bereits zuvor, in den Jahren 2005/2006 und 2016/2017, hatten Zugvögel ein Influenzavirus aus den sibirischen Weiten nach Mitteleuropa gebracht.

Viele Wildvögel, aber auch Hausgeflügel, fielen damals dem Influenza-A-Virus (HPAIV) zum Opfer, heißt es vom Kreis. Auf Basis dieser Erfahrungen rät das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) dazu, Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel unverzüglich zu intensivieren sowie die Sicherheit in den Geflügelbetrieben zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Weitere Infos erteilt das Kreisveterinäramt telefonisch unter Tel. (0 22 02) 13 28 15.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Inzidenz: Gastronomen fürchten Lockdown
Inzidenz: Gastronomen fürchten Lockdown
Inzidenz: Gastronomen fürchten Lockdown
Stadt sucht neuen Amtsleiter
Stadt sucht neuen Amtsleiter
Loches-Platz: Bauarbeiten bis Weihnachten 2022
Loches-Platz: Bauarbeiten bis Weihnachten 2022
Loches-Platz: Bauarbeiten bis Weihnachten 2022
Verein stemmt die Sanierung seiner Plätze selbst
Verein stemmt die Sanierung seiner Plätze selbst
Verein stemmt die Sanierung seiner Plätze selbst

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare