Carl-Leverkus-Straße

Verkehrswende in kleinen Schritten

Bald wird der gegenläufige Radverkehr auf der Carl-Leverkus-Straße erlaubt sein. Wilfried Fischer (l.) und Manfred Bansen haben es ausprobiert.
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Bald wird der gegenläufige Radverkehr auf der Carl-Leverkus-Straße erlaubt sein. Wilfried Fischer (l.) und Manfred Bansen haben es ausprobiert.

Radverkehr auf der Carl-Leverkus-Straße wird jetzt doch ermöglicht.

Von Udo Teifel

Wermelskirchen. Eng wird es demnächst auf der Carl-Leverkus-Straße. Da werden so manche Autofahrer, die entweder direkt vor das Geschäft fahren wollen oder diese Straße gern als flotte Abkürzung nutzen, immer wieder Fußgänger von der Fahrbahn drängen: Die Tempo-20-Zone wird für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet. Das bestätigte auf Anfrage der Redaktion der Technische Beigeordnete Thomas Marner. „Wir setzen das in den nächsten Wochen um.“

Vorausgegangen war dieser Entscheidung der Bürgerantrag von Manfred und Günter Bansen im April 2021. Die Brüder sind engagiert im ADFC Wermelskirchen-Burscheid. Auf der Grundlage des damaligen Entwurfes einer neuen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung forderten sie, das Radfahren in der Einbahnstraße in beiden Richtungen freizugeben. Zurzeit ist das Befahren nur von der Telegrafenstraße aus möglich – wie auch der Auto- und Lieferverkehr. Es kam in den Ausschuss, wurde aber nicht diskutiert und entschieden. Nach Gesprächen mit der Verwaltung ließen die Brüder den Antrag ruhen, bis die Verwaltungsvorschrift rechtskräftig war.

Das dauerte nun über ein Jahr und die Verwaltung hat im Rahmen ihrer Entscheidungsfindung auch festgestellt, dass dieser Bürgerantrag nicht in den Ausschuss gehört. „Der Ausschuss ist nicht zuständig für eine verkehrsrechtliche Anordnung. Das haben wir fälschlicherweise im vergangenen Jahr anders gesehen“, so Thomas Marner. Darauf hatte Friedel Burghof (CDU) aber schon in der Sitzung im November 2021 hingewiesen.

Die neue Rechtslage eröffnet nun eine andere Möglichkeit der Beurteilung – also der Öffnung für den gegenläufigen Radverkehr. Dies werde nicht sofort umgesetzt, sondern in den nächsten Wochen. Marner: „Für die Autofahrer wird es auch keine besondere Hinweis-Beschilderung geben, sondern nur das Zusatzschild (Foto) für gegenläufigen Radverkehr.“ Letztlich dient das Verkehrsschild auch als Warnhinweis in dieser wenig befahrenen Einbahnstraße für die übrigen Verkehrsteilnehmer, dass mit entgegenkommendem Radverkehr zu rechnen ist. Weiterhin gilt in der Carl-Leverkus-Straße Tempo 20.

Keine Chance gibt es hingegen für den Vorschlag von Morgenpost-Leser Martin Rehbach, die Obere Remscheider Straße ebenfalls für den gegenläufigen Radverkehr freizugeben. Sein Argument: Er kommt mit seinem Rad von der Stockhauser Straße. Wenn er in Richtung Innenstadt fährt, wird es für ihn ab Café Wild ungemütlich: Dann muss er am Weihnachtsbaum rechts abbiegen und die steile Taubengasse befahren. Geradeaus verläuft aber die Obere Remscheider Straße als Einbahnstraße. Sein Vorschlag: Warum wird das Stück nicht für Radfahrer im gegenläufigen Radverkehr freigegeben? Dazu Thomas Marner: „Wir haben das sorgfältig geprüft. Aber es gibt keinen Platz für Radfahrer im Gegenverkehr beim Schrägparken. Dafür ist es im Bereich der Parkfläche viel zu eng.“

Kreispolizei kann Einspruch einlegen

Würde man die Parkplätze in Längsparkplätze umwandeln, würde die Hälfte der Parkplätze wegfallen. „Würden wir trotzdem dort gegenläufigen Radverkehr einrichten, würde die Kreispolizeibehörde Einspruch einlegen.“

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