Verein „Silent Rider“ bündelt die Kräfte gegen Lärm

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Motorradlärm war ein großes Thema diese Woche. Viele Anwohner fühlen sich gestört durch Motorradfahrer, die mit lautem Getöse, vor allem an Wochenenden, durch die bergische Landschaft rasen. Das Problem: Die meisten der subjektiv als sehr laut empfundenen Maschinen sind nicht etwa illegal aufgerüstet. Veraltete Rahmen beispielsweise sorgen dafür, dass ihre Ausstattung auf dem Papier zumindest legal ist. Das führt dazu, dass die Ordnungshüter bei Kontrollen keine Handhabe gegen die Halter haben und entsprechend keine Strafen wegen der Lärmbelästigung verhängen können. „Da muss der Gesetzgeber etwas tun“, brachte es Polizeisprecher Richard Barz diese Woche auf den Punkt. Damit der möglichst rasch aktiv werden kann, dafür bündelt der Verein „Silent Rider“ bundesweit die Kräfte. Die Initiative gegen Motorradlärm will betroffene Kommunen flächendeckend gegen das Problem der Lärmbelästigung durch Motorräder unterstützen. Angeschlossen haben sich bereits der Rheinisch-Bergische Kreis und viele Kommunen, unter anderem Wermelskirchen. Und: Nach einem Beschluss des Landtags im März konnte die Landesregierung jetzt die anderen Bundesländer für einen entsprechenden Beschluss des Bundesrates gewinnen. Weil die Geräuschemissionen von Kraftfahrzeugen in Vorschriften der UN und der EU geregelt sind, soll sich die Bundesregierung auf europäischer und internationaler Ebene stärker für geringere Lärmemissionen bei Motorrädern einsetzen. Dabei geht es sowohl um strengere Geräuschgrenzwerte bei der Typprüfung von neuen Motorrädern als auch darum, dass diese später auch auf der Straße eingehalten werden. Ein starkes Signal, dass nicht nur eine Kommune oder einzelne Anwohner gegen den Lärm mobil machen. Sondern dass gleich viele gemeinsam aktiv geworden sind. Das zeigt auch, wie drängend das Problem ist. Und wie viele letztlich davon betroffen sind. Nach erfolgter Gesetzesänderung könnte es dann auch Strafen geben, wenn Fahrer gegen die Vorschriften verstoßen. Das soll den Motorradfahrern aber keineswegs den Spaß an ihrem Hobby nehmen. Das haben auch viele Zweiradfahrer verstanden. Denn auch viele Motorradfahrer, die gerne mit angemessener Geschwindigkeit und Lautstärke unterwegs sind, haben sich der Initiative gegen den Lärm angeschlossen. Das Freiheitsgefühl auf zwei Rädern kann man immerhin auch genießen, ohne den Anwohnern vielbefahrener Straßen den Nachmittagskaffee auf der Terrasse zu vermiesen.

Die Stadt kann die Kinderbetreuung in Kitas und Tagespflegen bald wieder hochfahren.

Die Herbstkirmes 2020 wird es nicht geben.

anja.siebel @rga-online.de

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