Corona

Veranstalter sagen A la carte zur Vorsicht ab

Auch den verkaufsoffenen Sonntag wird es diese Woche nicht geben. Archivfoto: Doro Siewert
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Auch den verkaufsoffenen Sonntag wird es diese Woche nicht geben.
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Das Risiko, zum Hotspot zu werden, war für die WiW-Mitglieder zu hoch.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Es hätte so schön werden können. Was hatten sich die Veranstalter von WiW und deren Kooperationspartner nicht alles Tolles ausgedacht fürs kommende Wochenende? Kunst, Kultur und Kulinarisches sollte es geben. Und das mit Kartenverkauf und unter strengen, mit der Stadtverwaltung abgestimmten Hygieneregeln.

Daraus wird jetzt nichts. „Wir haben uns wegen der steigenden Infektionszahlen dazu entschieden, die Veranstaltung für das Wochenende abzusagen“, sagt WiW-Vorsitzender André Frowein.

Bedauern schwingt mit: „Wir hatten zusammen mit vielen begeisterten Kooperationspartnern an dem sicheren Konzept für das Wochenende gearbeitet“, sagt Frowein. Allen Beteiligten sei von Beginn der Planungen an klar gewesen, dass es eine andere Veranstaltung als in den letzten Jahren werden würde.

Frowein: „Die Zusammenarbeit von Einzelhändlern, Vereinen, Künstlern, Gastronomen, Dienstleistern und allen städtischen Behörden war konstruktiv und gewinnbringend. Das Ergebnis war wirklich ein herbstlicher Blumenstrauß, mit vielen kleinen dezentralen, Veranstaltungsbausteinen, das den Hygieneschutzbestimmungen entsprach und sich wirklich sehen assen konnte.“

Die Zahlen der vergangenen Woche hätten die Veranstalter indes verunsichert. Der Rheinisch-Bergische Kreis hatte am Freitag den kritischen Inzidenzwert von 50,8 gemeldet.

„In enger Abstimmung mit allen Beteiligten haben wir uns deshalb jetzt darauf verständigt, auf eine Durchführung von Wermelskirchen A la carte zu verzichten“, unterstreicht André Frowein. Heißt im Klartext: Die geplanten Kunstausstellungen, das A la carte-Festival auf dem Rhombus-Gelände, das Klassikertreffen und der verkaufsoffene Sonntag finden nicht statt. „Die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger und der Einsatz für unsere städtischen Vereine und Gewerbebetriebe haben höchste Priorität“, sagt Frowein.

Die Zählscheinaktion beginnt trotzdem am Samstag

Am kommenden Samstag beginnt trotzdem wie geplant die Wermelskirchener Zählscheinaktion bei den Händlern. In diesem Jahr warten auf die Kunden nicht nur zehn, sondern 13 Hauptgewinne. André Frowein appelliert an die Wermelskirchener: „Unterstützt die lokalen Betriebe am Ort, wo ihr könnt. Auch die Restaurants.“ a la carte, dessen ist er sicher, soll nachgeholt werden. 

Standpunkt

anja.siebel@rga-online.de

Von Anja Carolina Siebel

Es wird ganz sicher auch mal wieder eine Zeit des Feierns kommen, eine Zeit der Nähe und Gemeinschaft, des Reisens und der großen Veranstaltungen. Im Moment ist diese Zeit aber gerade nicht. Jetzt, da die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen, geht es einfach darum, sich ein bisschen zurückzunehmen und größere Menschenansammlungen möglichst zu meiden. Dazu zählt die Geburtstagsparty mit Verwandten und Freunden, die sicher auch noch nachträglich im Frühjahr im Garten gefeiert werden kann. Und dazu gehört eben auch A la carte. So schön sich das die Veranstalter und sicher auch so mancher Gast, der schon Karten besorgt hatte, gedacht hatten: Es wird nichts draus. Zumindest nicht zum aktuellen Zeitpunkt. So bitter diese Entscheidung ist, so vernünftig ist sie auch. Denn es sind nach Studien ja gerade die größeren Zusammenkünfte von Menschen, die eine Ausbreitung des Virus begünstigen. Und deshalb sollte man sie im Augenblick vermeiden. 

Aus Rücksicht auf die eigene Gesundheit, aber auch aus Verantwortung anderen gegenüber. Trost kann ja sein: Es kommen wieder andere Zeiten. Sehr sicher.

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