Kultur

Veranstalter blicken optimistisch nach vorn

Noch ist es leer um Michael Dierks im Haus Eifgen. Das soll sich aber bald wieder ändern. Archivfoto: Roland Keusch
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Noch ist es leer um Michael Dierks im Haus Eifgen. Das soll sich aber bald wieder ändern.

WiW hält noch an geplanten Aktionen fest – Auch im Haus Eifgen steht schon die Terminplanung für den Sommer.

Von Anja Carolina Siebel und Theresa Demski

André Frowein mag die Hoffnung nicht aufgeben. Nicht auf ein Ende des Dauerlockdowns und auch nicht auf ein baldiges Wiedersehen auf einer Veranstaltung in Wermelskirchen. „Vielleicht ein bisschen anders als gewohnt, aber dass es das geben wird, davon bin ich eigentlich überzeugt“, sagt der WiW-Vorsitzende.

Während Paul Engelbracht vom Ordnungsamt vor einigen Wochen bereits die Hoffnung auf ein Fest im Mai schwinden ließ („Die Maikirmes ist bereits gecancelt“), haben Frowein und die Mitglieder von „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) das Fest noch nicht gedanklich angehakt. „Man hat ja gesehen, dass wir auch im Dezember zumindest einen verkaufsoffenen Sonntag mit ein paar Highlights am Rande durchführen konnten“, sagt Frowein. „Das lässt doch hoffen.“

„Wir hoffen immer noch auf das Maifest. Das Programm steht.“

Michael Dierks, Kulturinitiative

Auch Veranstaltungen wie Rock am Markt oder die große Herbstkirmes mag er noch nicht gedanklich aufgeben. „Jetzt ist natürlich erst mal die Senkung der Infektionszahlen an der Reihe. Aber wir sollten optimistisch bleiben.“

Auch die Ehrenamtlichen im Haus Eifgen sind auf den Neustart des kulturellen Lebens vorbereitet. Die Kulturinitiative stellt ihr neues Programm ab 9. Mai vor. „Auch wenn wir noch nicht wissen, ab wann und in welcher Form es wirklich weitergeht: Wir sind bereit“, sagt Vorsitzender Michael Dierks. In diesen Tagen wird die Außenbühne am Haus Eifgen wieder aufgebaut, auf der das Förderprojekt „Dein Haus – Deine Bühne“ fortgesetzt werden soll. Namhafte Musikdozenten machen Hobbymusiker fit für die Bühne und formen eine Haus-Eifgen-Band. Es sind noch Plätze frei.

„Wir hoffen auch auf unser Maifest, das Programm steht zumindest schon fest,“ sagt Dierks. Darüber hinaus hat die Kulturinitiative bereits einen bunten Strauß hochkarätiger Künstler gebucht – und hofft, dass die Konzerte wie geplant stattfinden können. Dazu gehört etwa Andreas Kümmert – der „Sieger und Verweigerer des deutschen Vorentscheids zum European Song Contest 2015“. Er ist am 9. Mai zu Gast.

Krissy Matthews – Gast des Rockpalastes – spielt am 15. Mai. Die Blues & Rock-Gruppe King of The World aus den Niederlanden ist am 23. Mai zu Gast. Eine Woche später, am 30. Mai, spielen die 78 Twins mit ihrem Paul McCartney-Tribute als Abschluss des „Play it like the Beatles“-Workshops im Eifgen.

Am 6. Juni lädt die Kulturinitiative zur Matinée mit Barbara Dennerlein, der Queen und Grand Lady der Hammond-Orgel, ein. Ebenfalls am 6. Juni ist eine Soirée mit Thabilé, der African Pop-Queen aus den Townships, geplant. Helene Blum, Folk-Weltstar aus Dänemark, spielt am 27. Juni im Haus Eifgen. Am 24. Juli plant die Initiative das „Daneben Festival“ im Kastaniengarten – mit dabei ist die Gruppe Honigdieb.

Am 30. Juli spielen die Rockladies Strange Kind of Women aus Italien ein Deep-Purple-Tribute. Das Konzert ist auch bei uneingeschränkter Besucherzahl schon fast ausverkauft. Die heimische Formation Les Searle & Friends lädt am 15. August zu Osterswing im Sommer ein. Eine Woche später, am 22. August, ist die Henrik Freischlader Band im Eifgen zu Gast.

Die Abschlusskonzerte des Förderprojekts und Musikerflohmarkt sind für den 29. August vorgesehen. Das für den 25. April gebuchte Konzert mit der Nummer Eins der Jazzharfe, Park Stickney, kann wegen der Ein- und Ausreisequarantäne des Künstlers nicht stattfinden und wird verschoben. Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit, und als Vorgeschmack gibt es ein extra eingespieltes kleines Konzert online zu sehen. Der neue Termin wird auf der Internetseite der Initiative veröffentlicht. | Standpunkt

Standpunkt: Blick nach vorn ist wichtig

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Dieser Tage muss man nach positiven Nachrichten, die fröhlich und zuversichtlich stimmen, mit der Lupe suchen. Es gibt sie schlicht kaum. Einzig ist die Rede von steigenden Infektionszahlen, vollen Intensivstationen, verzögerten Impfungen und anderen kleinen und mittleren Katastrophen. Wie wohltuend ist es da, einmal in die Zukunft zu blicken. In eine Zukunft ohne solche Nachrichten, mit Festen und Zusammenkünften, eine Zukunft, in der man sich, wenn auch behutsam und mit Bedacht, wieder begegnen darf, zusammen Spaß haben, Musik hören und schlemmen darf. Hoffnung macht die Jahreszeit.

Ab kommender Woche soll es dem Frühling entsprechend wärmer werden. Eine Gelegenheit, schon bald mehr draußen stattfinden zu lassen, auch an Außengastronomie ist zu denken. Vielleicht denkt jetzt manch einer: „Alles schön und gut, aber erst mal müssen die Infektionszahlen sinken.“ Das mag stimmen, aber es ist wichtig für jeden einzelnen, Perspektiven zu haben und vor allem nicht zu vergessen, dass es noch Freude und Lebensqualität gibt, irgendwo hinter all den dunklen Nachrichten.

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