Unterwegs mit Netz und doppeltem Boden

Schulreferentin Dagmar Cronjäger. Archivfoto: DS
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Schulreferentin Dagmar Cronjäger. Archivfoto: DS

Eine Geistliche macht sich Gedanken über die Sommerferien

Von Pfarrerin Dagmar Cronjäger, Schulreferentin

Endlich hat dieses verrückte Schuljahr ein Ende! Endlich Ferien, anders ersehnt – anders als in den Jahren zuvor. Eine turbulente, auch schmerzvolle Zeit, wird unterbrochen in der Hoffnung, das nächste Schuljahr möge wieder normaler sein – was immer dies auch bedeuten mag.

Viele werden sich auf den Weg machen nach Monaten der Kontaktarmut – endlich in die Ferien. Endlich wieder etwas anderes sehen, riechen, spüren. Endlich wieder reisen. In vielen Schulabschluss-Gottesdiensten war er dieser Tage wieder zu finden: Der irische Reisesegen. Als Segenslied fasst er berührend zusammen, was ein Mensch, der sich auf den Weg in neue Gefilde macht, braucht: Rückenwind, Sonnenschein im Gesicht, fruchtbare Felder und eine Portion Gottvertrauen. Reisesegen haben eine lange Tradition. Pilgern aller Religionen sind sie bekannt. Der wohl erste und älteste Reisesegen findet sich bereits in der Bibel im 1. Buch Mose: Bevor Abraham sich auf den Weg in das Land macht, das Gott ihm zeigen will, erhält er den Segen Gottes „Ich will dich segnen und Du sollst auch ein Segen sein!“

Einige Kapitel weiter segnet Gott Jakob: „Ich bin mit dir und will dich behüten, wohin du auch ziehst“. Reisen mit Gottes Segen ist Unterwegssein mit „Netzt und doppeltem Boden“. Unter Gottes Schutz gestellt, kann auch ein neuer Lebensweg getrost gewagt werden. Und den Zurückbleibenden gibt er die Hoffnung auf eine glückliche Wiederkehr: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“ heißt es in dem bekannten irischen Reisesegen.

Morgen beginnen die Sommerferien! Möge der Segen Gottes stets bei Ihnen sein! Bleiben Sie behütet!

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