Unterburg: Eschbach legt an der Fischtreppe Bäume frei

Im Bereich der Fischtreppe im Eschbach in Burg trat Grundwasser in einem Keller aus. Foto: Christian Beier
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Im Bereich der Fischtreppe im Eschbach in Burg trat Grundwasser in einem Keller aus.

Weitere Reparatur des Ufers wird geplant

Von Philipp Müller

Ende Januar trat plötzlich im Bereich der neuen Fischtreppe im Eschbach Wasser im Keller eines Hauses einer Familie aus. Auf Vermittlung von Bürgermeister Carsten Voigt (CDU) trat der Wupperverband zwecks Ursachensuche auf den Plan. Denn die Fischtreppe ist Teil der Tieferlegung des Baches, um ein verbesserten Hochwasserschutz zu gewährleisten. Doch das ist nicht die einzige Folge der Arbeiten, die sich ergeben hat. Auch Wurzeln von Bäumen wurden freigelegt. Das macht eine weitere Uferreparatur notwendig.

Im März wurde bereits ein Bagger in den Eschbach gehoben. Steinwalzen – größere Grauwackebrocken in einem Netz – wurden im Bachbett verlegt. Denn der tiefergelegte Bach hatte das Ufer teilweise beschädigt. Damit sei zu rechnen gewesen, hatte Patrick Vondung, Projektleiter Hochwasserschutz vom Wupperverband, damals erklärt.

Inzwischen hat der Wupperverband einige Fragen zu den Schäden klären können. Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbands, stellt klar, dass nicht der Eschbach in einen Keller eingedrungen sei. „Vielmehr war bei gestiegenem Wasserstand in einem Keller in der Nähe des Fischaufstiegs ein Eintritt von Grundwasser in geringem Umfang zu verzeichnen.“ Solch ein Grundwassereintritt könne unterschiedliche Ursachen haben. Der Wupperverband wolle zweigleisig vorgehen. Zum einen erfolge die Reparatur im oberen Bereich des Fischaufstiegs. „Zum anderen werden wir den Grundwasserstand dort langfristig beobachten und eine Messeinrichtung installieren“, berichtet Fischer.

„Durch Hochwasser sind Ausspülungen im Bereich Fischaufstieg entstanden.“

Susanne Fischer, Wupperverband

Die geänderte Fließrichtung und die Menge an Wasser haben im Bereich der Fischtreppe auch noch zu einem anderen Problem geführt. Fischer erklärt: „Bei hohem Wasserstand im Eschbach waren Anfang des Jahres Ausspülungen im Bereich des Fischaufstiegs entstanden.“ Diese führten nicht nur zu dem erwähnten Einbau der Steinwalzen oberhalb der Fischtreppe. Zugleich legte der Bach dort teilweise das Wurzelwerk von Bäumen am Ufer frei. „Daher soll im oberen Abschnitt des Fischaufstiegs in den kommenden Wochen eine Reparatur erfolgen. Dies stimmen wir derzeit mit der Stadt Solingen ab.“

Die Stadt Solingen hatte im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Wohnungswesen auf Anfrage der Ratsgruppe RD/AfD berichtet: Eine Fällung dieser auf Privatgrundstücken stehenden Bäume könne unabhängig von den Vorgängen im Gewässer aufgrund der Nähe zur Eschbachstraße erforderlich werden.

Der Wupperverband habe im Sinne der Risikominimierung diese Bäume fortlaufend im Blick, erklärt Sprecherin Susanne Fischer. „Aktuell ist der Stand, dass keine Bäume akut von einer Fällung bedroht sind.“ Da sei in Sachen der Bäume allerdings eine visuelle Kontrolle durch das Personal der Gewässerunterhaltung erforderlich und werde durchgeführt. Auch für die Beobachtung der neuen Fließgeschwindigkeiten gibt es ein abgesprochenes Vorgehen. „Grundsätzlich messen wir im Eschbach den Wasserstand und den Abfluss in Kubikmeter pro Sekunde mit Hilfe unserer Pegel.“

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