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Schnuppertauchen: Unter Wasser stellt sich für viele ein ungewohntes Gefühl ein

In voller Montur: Die Tauchlehrer Timo Rudolf (2.v.r.) und Torsten Seinsch (3. v. l.) bringen das Tauchen bei.
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In voller Montur: Die Tauchlehrer Timo Rudolf (2.v.r.) und Torsten Seinsch (3. v. l.) bringen das Tauchen bei.

Die beiden Tauchlehrer Torsten Seinsch und Timo Rudolf laden freitags zum Schwimmbadtauchen ein.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Im Freibad ist es leer geworden. Nur wenige Schwimmer ziehen jetzt noch ihre Bahnen und lassen den Tag im Wasser ausklingen. Sie staunen nicht schlecht, als Torsten Seinsch und Timo Rudolf in voller Tauchmontur an den Beckenrand treten. Die beiden Tauchlehrer nehmen den bequemen Weg über die Treppe ins Wasser und tauchen ab.

„Wunderbar“, sagt Torsten Seinsch, als er wieder auftaucht, „und so gemütlich.“ Er zieht sich die Flossen an und ermutigt dann die Tauchschüler am Beckenrand, ins Wasser zu kommen. Das Schnupperangebot ist ausgebucht: Sechs Männer wollen ihre ersten Tauchversuche an diesem Abend im Freibad machen. Statt der warmen Neoprenanzüge tragen sie T-Shirts, Badehosen und Bleigürtel. Schließlich beträgt die Wassertemperatur heute weit über 20 Grad.

„Das restliche Material lernt ihr heute Abend kennen“, erklärt Timo Rudolf. Die Tauchjackets mit der dazugehörigen Flasche haben die Anfänger am Beckenrand bereits anprobiert und eine theoretische Einweisung bekommen. Das Material schwimmt jetzt an der Wasseroberfläche im großen Schwimmbecken. Es dauert einen Augenblick bis jeder der Teilnehmer die richtigen Gurte und Bänder gefunden hat und alle Tauchjackets sitzen, die Flossen an den Füßen passen und die Brillen in Position gebracht worden sind.

„Jetzt kommt die wichtigste Lektion“, sagt Timo Rudolf. „Einatmen durch den Mund, ausatmen durch die Nase.“ Nach ein paar Testzügen über Wasser versuchen die Tauchschüler ihr Glück – nacheinander und unter genauer Beobachtung der Tauchlehrer. „Gar nicht so einfach“, sagt Fabian Senftleben als er wieder auftaucht. Es ist ein ungewohntes Gefühl und gelingt für viele der Tauchanfänger auch erst im zweiten oder dritten Versuch. „Damit haben wir das Schwerste aber schon geschafft“, sagt Torsten Seinsch. „Jetzt tauchen wir ab.“

Die Taucher beginnen, in aller Ruhe ihre Bahnen zu ziehen

Die Bleigürtel, die die Teilnehmer um die Hüfte tragen, helfen dabei, Richtung Boden zu sinken. Und hier bleiben die Tauchschüler auch erstmal. Luftblasen suchen sich den Weg an die Oberfläche. Die Taucher beginnen, in aller Ruhe ihre Bahnen zu ziehen. Erfolg auf der ganzen Linie.

„Die Nachfrage ist dieses Jahr riesig“, sagt Torsten Seinsch als er wieder auftaucht. Seit vergangenem Sommer bietet er mit seinem Wermelskirchener Kollegen Timo Rudolf von der Tauchschule „Scubafactory“ das Schwimmbadtauchen an. Schon im ersten Jahr wurde das Angebot gut angenommen. In diesem Jahr wird es manchmal ganz schön stressig für die beiden Tauchlehrer, um den vielen Nachfragen auch gerecht zu werden. Bis zu sechs Teilnehmer können beim Schwimmbadtauchen dabei sein. „Wir machen das beide nebenberuflich und wollen vor allem unsere Begeisterung für das Tauchen weitergeben“, erklärt Seinsch. Deswegen haben sie alle nötigen Scheine gemacht, um sowohl Profis als auch Anfänger ins Wasser zu begleiten. Sie würden die Preise moderat halten, um jedem Interessierten ab 14 Jahren auch die Teilnahme zu ermöglichen.

Sie gehen mit den Anfängerschülern im Freibad auf Tauchgang. „Wer dabei entdeckt, dass er Spaß am Tauchen hat und auch mit dem Druckausgleich klar kommt, den sehen wir beim Kursus im See wieder“, sagt Seinsch.

Mit diesem Gedanken haben sich auch Fion Helsberg und Fabian Senftleben angemeldet. „Wir wollen einfach einen Einblick ins Tauchen bekommen“, sagt Fion Helsberg. Es gebe keine großen Pläne oder Ideen, wie es danach weitergeht. „Wir probieren das jetzt einfach mal aus“, sagen die beiden. Und dann tauchen sie wieder ab, um sich mit Flossen und Sauerstoff langsam durch das große Becken zu bewegen.

„Das klappt doch schon richtig gut“, ruft ihnen Torsten Seinsch nach. Dann kümmert er sich um einen der Taucher, der gerade wieder an der Wasseroberfläche auftaucht. Es sei gar nicht so einfach, richtig abzutauschen“, sagt der Tauchlehrer und gibt ein paar Tipps. Die Taucher werden dann für eine ganze Weile nicht an der Wasseroberfläche gesehen.

Freie Plätze

Termin: Es gibt noch freie Plätze beim Freibadtauchen. Teilnehmen könnte Interessierte ab 14 Jahren. Die Teilnahme kostet aktuell 39 Euro bei Onlinebuchung.

 Kontakt: Interessierte können sich online anmelden. Dort gibt es auch Infos zu Anfängerangeboten im Indoor-Tauchcenter oder Schnuppertauchen im See.

www.scubafactory.de

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