Unbekannte sprengen Geldautomaten

Die Filiale der Deutschen Bank wurde durch die Detonation in der Nacht komplett zerstört. Verletzt wurde aber niemand. Foto: Tim Oelbermann
+
Die Filiale der Deutschen Bank wurde durch die Detonation in der Nacht komplett zerstört. Verletzt wurde aber niemand.

Filiale der Deutschen Bank auf der Telegrafenstraße ist komplett zerstört

Von Anja Carolina Siebel

Anwohner der Telegrafenstraße wurden in der Nacht auf Dienstag gegen 2.22 Uhr von einem lauten Knall geweckt. Zeitgleich ging Alarm bei der Polizeidienststelle ein. Der Grund: Unbekannte hatten in den frühen Morgenstunden zwei Geldautomaten in der Filiale der Deutschen Bank gesprengt.

„Laut Aussage der Anwohner waren es drei dunkel gekleidete Männer, die später in einem schwarzen BMW-Kombi mit Wuppertaler Kennzeichen davonfuhren“, berichtet Polizeisprecher Christian Tholl, der noch am späten Vormittag vor Ort an der Telegrafenstraße war. „Wir haben natürlich die Kennzeichen ermittelt – sie waren gestohlen“, fügt er hinzu. Die Fassade der Filiale der Deutschen Bank wurde massiv beschädigt. Laut Christian Tholl besteht keine Einsturzgefahr, „aber wir haben vorsichtshalber einen Statiker bestellt, der das Ganze prüft.“ Zudem war am Vormittag ein Sprengstoffexperte vor Ort, um sicherzustellen, dass es nicht zu weiteren Explosionen kommen konnte.

Die Wohnungen sind weiterhin bewohnbar. Durch die schwere Explosion wurde niemand verletzt. Die Bankfiliale allerdings ist fortan nicht mehr nutzbar. Sie sollte ohnehin im vierten Quartal des Jahres schließen.

Teilstück der Telegrafenstraße war stundenlang gesperrt

Das betroffene Teilstück der Telegrafenstraße war aufgrund der Aufräumarbeiten für mehrere Stunden – auch noch am Vormittag – gesperrt. Linienbusse mussten auf den Brückenweg ausweichen. Bis etwa 4 Uhr am Morgen gab es eine Großfahndung der Polizei, unter anderem mit einem Hubschrauber, um die Täter zu ermitteln. Ohne Erfolg.

„Beute haben die Täter auf jeden Fall gemacht“, sagt Tholl. Ein Geldautomat sei zerstört, aus einem anderen fehle die Geldkassette. Am Boden verstreut hätten die Ermittler Geldscheine gefunden. Wie viel Geld die Unbekannten letztlich erbeutet hätten, sei aber noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit einem sogenannten Festsprengstoff, wie beispielsweise TNT, am Werke gewesen seien. Tholl: „Es gibt auch Fälle, da versuchen sie, mit einem Gasgemisch zu sprengen. Danach sah es hier aber nicht aus.“

Die Deutsche Bank weist auf Nachfrage darauf hin, dass Kunden ab sofort die Filialen in Remscheid und Wipperfürth nutzen könnten. Zur Bargeldauszahlung könnten sie die Filialen der Postbank sowie der Cash-Group nutzen. Die Deutsche Bank hätte ohnehin geplant, die Wermelskirchener Filiale am 4. Dezember zu schließen, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Stadt finanziert Kirmesplatz mit 270.000 Euro
Stadt finanziert Kirmesplatz mit 270.000 Euro
Stadt finanziert Kirmesplatz mit 270.000 Euro
Kreis will dezentrale Impfstelle eröffnen
Kreis will dezentrale Impfstelle eröffnen
Kreis will dezentrale Impfstelle eröffnen
L 409 in Dhünn wird gesperrt
L 409 in Dhünn wird gesperrt
Wermelskirchen: Impfstraße im Rathaus ist eröffnet - das sind die Regeln
Wermelskirchen: Impfstraße im Rathaus ist eröffnet - das sind die Regeln
Wermelskirchen: Impfstraße im Rathaus ist eröffnet - das sind die Regeln

Kommentare