Förderung

Ukrainische Stimmen verstärken Chor

Der Chor Bella Melodica mit Leiterin Martina Niemeyer am Klavier.
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Der Chor Bella Melodica mit Leiterin Martina Niemeyer am Klavier.
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Bella Melodica erhielt finanziellen Zuschlag auf Ehrenamtstopf.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Bella Melodica – schöne Melodien. Der reine Frauenchor wurde im gestrigen Kulturausschuss durch die Vorsitzende Renate Chlosta vorgestellt. Bella Melodica ist ein kleiner Chor mit 18 Stimmen. Der Chor feiert im nächsten Jahr bereits das 35-jährige Bestehen. Die Chorleiterin Martina Niemeyer dirigiert den Chor auch schon mehr als 20 Jahre lang.

„Wir sind ein weltlicher Chor“, sagt Renate Chlosta. „Das heißt auch, wir finanzieren alles selbst – unsere Chorleiterin, die Noten, instrumentale Begleitung, wenn wir sie denn brauchen.“ Das sei nicht immer ganz einfach. Durch die gemeinsame Kulturmanagerin von Burscheid und Wermelskirchen, Jasmin Dorner, wurde Renate Chlosta auf einen Fördertopf des Landes aufmerksam gemacht. „Seit Februar ist der Krieg in der Ukraine ein Dauerthema bei uns, und wir haben uns gefragt: Wie können wir ukrainischen Flüchtlingsfrauen helfen?“, sagt die Vorsitzende. „Und dann habe ich einen Antrag bei Landrat Stephan Santelmann gestellt, und wir haben tatsächlich den Zuschlag für 1000 Euro aus dem Topf ,2000 x 1000 Euro für das Engagement’ bekommen. Wir haben Flyer in Ukrainisch und Deutsch gedruckt und drei ukrainische Stimmen gewinnen können.“

Neuer Leiter der Musikschule stellt sich vor

Am Sonntag, 27. November, wird Bella Melodica in der Evangelischen Kirche Wermelskirchen am Markt um 16 Uhr ein Konzert geben, mit adventlichen und weihnachtlichen Liedern – darunter auch zwei ukrainische und ein englisches Lied von einem ukrainischen Komponisten. „Wir sind sehr froh, dass wir die ukrainischen Stimmen dazubekommen haben.“ Übrigens: Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Vorher hatte sich der neue Musikschulleiter, Jens Olaf Mayland, den Kulturausschussmitgliedern vorgestellt. Er war schon langjähriges Mitglied der Musikschule und hat sich jetzt, nachdem Celia Spielmann die Musikschule verlassen hat, bereiterklärt, diesen schwierigen Posten zu übernehmen. Der 52-Jährige hat bereits mehr als 30 Jahre Schlagzeugunterricht an der Musikschule gegeben.

Weiter ging es um die Interkommunale Kulturentwicklungsplanung. Kulturmanagerin Jasmin Dorner berichtete von der Auftaktveranstaltung mit Wermelskirchener und Burscheider Kulturschaffenden am 19. Oktober in der Kattwinkelschen Fabrik. Dort hatte Dr. Yasmine Freigang, Referatsleiterin „Kultur in Westfalen“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, den Besuchern der Auftaktveranstaltung einen Einblick in verschiedene Kulturentwicklungsprozesse, die sie begleitet hat gegeben. Sie riet den Anwesenden in der Kattwinkelschen Fabrik: „Konzentrieren Sie sich anschließend erst einmal auf ein Themenfeld., damit Sie am Ende ein zufriedenstellendes Ergebnis bekommen.“

Jasmin Dorner stellte den Kulturausschussmitgliedern anschließend die Ergebnisse ihrer Bestandsaufnahme vor und die daraus entstandenen Themenfelder: Kulturtourismus, Nachhaltigkeit, Kulturelle Bildung, Kulturprogramm sowie Vernetzung. Die ersten Ideen für die interkommunale Zusammenarbeit wurden in einem regen Austausch in der Katt gesammelt und diskutiert. Am Ende hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit farbigen Punkten ihre Favoriten zu markieren.

Dazu gehörten zum Beispiel ein gemeinsamer Veranstaltungskalender, eine digitale Plattform, ein gemeinsames Kulturbüro, Stadtführungen, ein jährliches Kulturtreffen sowie Ideen, um den ÖPNV für Kulturbesucherinnen und -besucher attraktiver zu machen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie morgen im WGA.  

Hintergrund

Der Kulturausschuss wird von Oliver Platt, Bürgerforum, geleitet. Der stellvertretende Vorsitzende ist Benjamin Schmidt (CDU). Dem Ausschuss gehören weiter fünf CDU-Mitglieder, drei SPD-Mitglieder, drei Bündnis 90/Die Grünen-Mitglieder, ein FDP-Wähler sowie ein Freie-Wähler-Mitglied an.

Standpunkt von Susanne Koch: Kultur ist wesentlich

susanne.koch@rga.de

Ohne Kultur – wenn man es wirklich mal auf die Spitze treiben würde und jeglicher Kultur das Licht ausknipsen würde – wäre unsere Gesellschaft völlig verarmt. Es gebe keine Bücher mehr, keine Lesungen, keine Ausstellungen, keine Konzerte, kein Theater – keine Gedanken, um eine verbesserte, künftige Kulturentwicklung. Alles, was unser Leben lebens- und liebenswert macht, wäre nicht mehr da.

Wer sich das wirklich einmal bis in die allerletzte Konsequenz vorstellt, der sieht auch die Kulturpolitiker plötzlich mit anderen Augen. Sie sind wichtig, sehr wichtig: Denn sie bemühen sich, oft mit einem kleinen Etat, das Beste für die Stadt herauszuholen, was herauszuholen ist. Insofern ist die Interkommunale Kulturentwicklung auch sehr bedeutend: Denn dort werden Weichen für die Zukunft gestellt, die für die Kulturschaffenden der Städte Burscheid und Wermelskirchen am Ende ein Mehr an Kultur bedeutet und kein Weniger.

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