Ukraine: Hilfsbereitschaft ist jetzt schon groß

Auf Kundgebungen wird die Anteilnahme deutlich. Foto: Michael Schütz
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Auf Kundgebungen wird die Anteilnahme deutlich.

Viele Wermelskirchener bieten Gästezimmer und Wohnungen für Geflüchtete an

Von Anja Carolina Siebel

Noch ist nicht klar, ob und wie viele geflüchtete Menschen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet Wermelskichen erreichen werden. Aber die Stadtverwaltung und die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ haben bereits vorgesorgt. Für 30 Geflüchtete, das hatte Bürgermeisterin Marion Lück bereits Ende vergangener Woche angekündigt, habe die Stadt spontan eigenen Wohnraum. Aber es gibt auch jetzt schon viele Hilfsangebote aus der Bevölkerung.

Bei Tanja Dehnen vom Sozialamt laufen bereits seit Anfang der Woche die Drähte heiß. „Wir sind doch überrascht, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich bei uns melden, um Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, sagt sie auf Nachfrage. Dabei gehe es meist um Gästezimmer, selten auch um ganze Wohnungen, die die Menschen für Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet, die eventuell in der Zukunft Wermelskirchen erreichen werden, frei machen wollen. „Noch warten wir ja auf konkrete Informationen des NRW-Ministeriums, sagt Dehnen. Denn man wisse noch nicht, ob und wie die Menschen der Stadt eventuell zugewiesen werden, ob sie Aufenthaltsgenehmigungen brauchen und so weiter. Die Stadt sehe sich aber gut aufgestellt, und durch die zusätzlichen Hilfsangebote aus der Bevölkerung umso besser, sagt Tanja Dehnen.

Auch die Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Wermelskichen“ hatte Anfang der Woche bereits Hilfsbereitschaft signalisiert. „Wir haben auch schon einige E-Mails bekommen von Bürgern, die bereit sind, Menschen aufzunehmen“, berichtet Jochen Bilstein von „Willkommen in Wermelskirchen“.

Auch ihm fällt auf, dass die Anteilnahme aus der Bevölkerung sehr hoch ist. „Das liegt vermutlich zum einen daran, dass die Ukraine in Europa liegt und wir alle dicht an diesem Krieg dran sind“, vermutet Bilstein. Zum anderen seien es vor allem Frauen mit Kindern, die flüchten. „Das macht die Betroffenheit noch einmal größer.“ Die Initiative leitet solche Angebote derzeit an Tanja Dehnen weiter. Bilstein: „Es soll ja möglichst eine zentrale Sammelstelle geben.“

Initiative hat viele Unterstützungsmöglichkeiten

Aber die Hilfe von „Willkommen in Wermelskirchen“ soll auch noch weiter gehen, sollten die ersten Geflüchteten die Stadt erreichen. „Wir überlegen, Angebote für die Kinder zu schaffen“, sagt Bilstein. Auch E-Mail-Adressen zur Beschaffung von Einrichtungsgegenständen und Mobiliar hätte das Team bereits herausgesucht. „Sollten sie länger bei uns bleiben, wird sich das sicher noch einmal intensivieren“, sagt er. Und er rechnet mit einer „großen Welle der Hilfsbereitschaft in Wermelskirchen. Das ist jetzt schon greifbar.“

Wohnraumangebote an: t.dehnen@wermelskirchen.de

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