Sicherer Zufluchtsort

Ukraine: Bürgermeisterin will Geflüchtete aufnehmen

Bürgermeisterin Marion Lück zeigt Mitgefühl für die Menschen in der Ukraine. Foto: Stadtverwaltung
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Bürgermeisterin Marion Lück zeigt Mitgefühl für die Menschen in der Ukraine.

Die Betroffenheit über den Krieg ist in Wermelskirchen groß.

Von Anja Carolina Siebel

Sie steht für den Frieden auf der Welt: Aktuell weht vor dem Wermelskirchener Rathaus wieder die offizielle Flagge der „Mayors for Peace“, der Bürgermeister für den Frieden. Bürgermeisterin Marion Lück hat sie – wie viele andere Bürgermeister bundesweit – als Zeichen des Mitgefühls für die Bevölkerung der Ukraine hissen lassen. „Die Bilder, die wir aus unserem europäischen Nachbarland sehen, sind zutiefst bedrückend und verstörend“, sagt Marion Lück. „Das unvorstellbare Leid, das dieser Krieg für die Zivilbevölkerung bedeutet, muss umgehend beendet werden.“

Die meisten Menschen seien in Friedenszeiten aufgewachsen. Es sei deshalb schwer nachzuempfinden, wie groß Angst und Leid der Menschen in der Ukraine gerade sind. „Deshalb verfolgen wir alle die aktuellen Entwicklungen in Osteuropa mit fühlbarer Sorge und auch mit großem Entsetzen“, sagt Marion Lück. „Es ist eingetreten, was wir niemals für möglich gehalten haben: Es ist Krieg in Europa. Unser aller Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den Menschen in der Ukraine.“ Mit der Aktion wolle man ein Zeichen dafür setzen, „dass dieser unsinnige Krieg umgehend beendet werden muss, damit nicht unschuldige Menschen ihr Leben verlieren.“ Alle Mitglieder des Netzwerks „Mayors for Peace“ waren am Donnerstag eingeladen worden, sich an der Flaggenaktion zu beteiligen, um gemeinsam ein starkes und weithin sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Die Organisation Bürgermeister für Frieden ist ein unparteiisches, internationales Friedensnetzwerk, das 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet wurde. Heute gehören mehr als 8000 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern diesem Netzwerk an. Allein 700 Städte und Gemeinden in Deutschland. Wermelskirchen ist seit 2019 Mitglied bei „Mayors for Peace“.

Gleichzeitig kündigte die Bürgermeisterin bereits ihre Unterstützung in der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine an. „Nur knapp 1800 Kilometer liegen zwischen Wermelskirchen und Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, die von den russischen Truppen unter Beschuss genommen wurde“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Die Bürgermeisterin konstatiert darin, dass sie mit erheblichen Flüchtlingsströmen von Menschen aus der Ukraine rechne. Und sagt: „Die Stadt ist vorbereitet, um Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg Zuflucht suchen, aufzunehmen: „Wir haben dem Land NRW gerade mitgeteilt, dass wir sofort 30 Plätze für geflüchtete Menschen aus der Ukraine in der Stadt anbieten können“, kündigt die Bürgermeisterin nach Gesprächen mit Sozialamtsleiterin Tanja Dehnen an. Das Land NRW koordiniert übergreifend, in welchen Kommunen die Flüchtlinge untergebracht werden. „Unsere eigenen Möglichkeiten, den Menschen in der Ukraine aktiv zu helfen, sind vielleicht begrenzt. Aber wir können zumindest einigen Menschen, die im Kriegsgebiet alles zurücklassen mussten, um ihr Leben zu retten, Schutz bieten und sie in unserer Stadt aufnehmen.“

Wermelskirchen soll sicherer Zufluchtsort sein

Niemand habe sich vorstellen können, dass es jemals zu einem Krieg in Europa kommen würde. „Die Bilder der Angriffe und der Gedanke an diesen Krieg, der nicht weit von uns entfernt tobt, macht uns allen große Angst“, so Marion Lück. „Umso wichtiger finde ich es nun, dass wir den betroffenen Menschen in der Ukraine, die gerade um ihr Leben fürchten und deshalb ihr Zuhause aufgeben müssen, unsere Hilfe zusichern, indem wir ihnen einen sicheren Zufluchtsort bieten.“

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