Schnellradwege

Trasse könnte Wege zum Pendeln ebnen

Die Balkantrasse führt nach Leverkusen und könnte demnach als wichtige Verbindung im Wegenetz dienen. Foto: Doro Siewert
+
Die Balkantrasse führt nach Leverkusen und könnte demnach als wichtige Verbindung im Wegenetz dienen.

Die Strecke nach Leverkusen soll eine Verbindung zu den Schnellradwegen nach Köln werden.

Von Anja Carolina Siebel

Die Balkantrasse könnte schon bald eine wichtige Verkehrsverbindung, eine der sogenannten Radpendler-Routen werden. Das teilt Frank Schopphoff vom Ortsverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) erfreut mit.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel

Um die sich immer mehr zuspitzende Verkehrssituation zu entlasten und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, fördern Kommunen und Städte klimafreundliche Mobilität – auch im Rheinisch- Bergischen Kreis. Wie Studien zeigen, wird beispielsweise das Fahrrad nicht mehr nur in der Freizeit genutzt, sondern auch für den Berufs- und Freizeitverkehr attraktiver.

Um die Infrastruktur für Radler nachhaltig zu verbessern, haben sich bereits Ende 2017 die Städte Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen, der Rheinisch-Bergische Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen, um zu prüfen, inwiefern leistungsfähige Radwegeverbindungen in der Region machbar wären.

ZÄHLSTELLE AN DER BALKANTRASSE

GERÄT Schon im Juni 2015 installierte die Stadt Wermelskirchen eine feste Zählstelle für Radfahrer auf der Balkantrasse in der Nähe des Hilgener Bahnhofes. Das Gerät wurde mit Fördermitteln der Radregion Rheinland angeschafft. Die Zählstelle untermauert, dass es nicht nur ein Gefühl ist, dass die Balkantrasse stark frequentiert wird. Gezählt wird ganzjährig, wobei die Wintermonate nicht unterschätzt werden dürfen. Allein im frostigen Januar wurden an der Zählstelle Hilgen 3250 Radfahrer gezählt.

Der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises hat Anfang Juli beschossen, finanzielle Mittel für eine Machbarkeitsstudie für das Projekt „Rad-Pendler-Routen im Rechtsrheinischen“ zur Verfügung zu stellen. Beteiligt sind auch andere Kommunen und Kreise rund um Köln. Ziel ist es, Schnellradwege in Richtung der Großstädte, in diesem Fall Richtung Köln, anzubieten, um Pendlern die Möglichkeit zu bieten, eine Alternative zum Auto und zum ÖPNV zu nutzen.

„Das Radfahren zählt auf jeden Fall zu den Fortbewegungsarten der Zukunft“, sagt Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtplanung bei der Stadtverwaltung. Er sitzt bereits in den entsprechenden Gremien des Kreises. Gleichwohl die Balkantrasse nur eine Nebenstrecke zu der geplanten Radpendler-Route sein würde, könnte sie doch einen wichtigen Verbindungsweg darstellen. „Uns käme das in jedem Fall entgegen“, betont Leßke. Es sei aber auch jetzt schon so, dass die Trasse nicht nur für den Freizeitsport genutzt würde, sondern auch von Berufspendlern.

„Das sind alles Schritte in die richtige Richtung.“
Frank Schopphoff, Vorsitzender ADFC

Wie berichtet, wird die Balkantrasse immer stärker frequentiert. Das beweisen auch die Zahlen einer von der Stadt Wermelskirchen installierten Zählstelle, die die Radler an der Trasse erfasst. Allein im ersten Jahr 2015 zählte das Messgerät 55 711 Radfahrer. Im gesamten Jahr 2016 waren es schon 92 726 Radler. Dieser Wert wurde vergangenes Jahr mit 110 157 Radfahrern noch getoppt. Und es sieht so aus, als könne dieser Wert 2018 noch übertroffen werden. Das Gerät wurde wie berichtet mit Fördermitteln der Radregion Rheinland angeschafft. Die Zählstelle untermauert, dass es nicht nur ein Gefühl ist, dass die Balkantrasse stark frequentiert wird.

Laut Vorlage aus dem Ausschuss für Verkehr und Bauen des Rheinisch-Bergischen Kreises ist außerdem geplant, Fördergelder für Mobilstationen im gesamten Kreis zu beantragen. So könnte es beispielsweise digitale Informationsstelen und Marketing für Radfahrer geben, Mitfahrerbänke und eine Mitfahrbörse, mehr Fahrradboxen beziehungsweise Fahrradabstellanlagen, Park & Ride-Anlagen, Ladesäulen für E-Mobile und Fahrräder, Carsharing-Standorte und Pedelec-Verleihstationen.

Kreisweit soll es künftig idealerweise ein flächendeckendes Netz mit Mobilstationen geben, heißt es in der Vorlage. „Alles Schritte in die richtige Richtung“, sagt Frank Schopphoff. „Immer mehr Berufspendler steigen aufs Rad um. Und auch wenn die Balkantrasse kein Haupt-Zufahrtsweg in die Metropole Köln ist, bieten wir doch eine wichtige Verbindungsstrecke. Das spielt uns auch touristisch in die Karten.“ » Standpunkt

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
Netzwerk versorgt Kranke zu Hause
Netzwerk versorgt Kranke zu Hause
Netzwerk versorgt Kranke zu Hause
Eine Plane über dem Motorrad reicht nicht
Eine Plane über dem Motorrad reicht nicht
Eine Plane über dem Motorrad reicht nicht
Vorletzter Jahrgang erhält seine Zeugnisse
Vorletzter Jahrgang erhält seine Zeugnisse
Vorletzter Jahrgang erhält seine Zeugnisse

Kommentare