Streetworker

Torben Faubel schließt erste Kontakte

Torben Faubel ist seit Juni neuer Streetworker in Wermelskirchen.
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Torben Faubel ist seit Juni neuer Streetworker in Wermelskirchen.
  • Susanne Koch
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Neuer Streetworker ist seit Juni im Einsatz – Außenbezirke will er gezielt ansteuern.

Wermelskirchen. Torben Faubel ist seit Juni Streetworker in Wermelskirchen. „Seitdem habe ich meine verschiedenen Arbeitsplätze – Jugendfreizeitpark, aufsuchende Jugendarbeit, mobile Jugendarbeit, Anlauf- und Beratungsstelle Thomas-Mann-Straße – erst einmal kennengelernt“, erklärte der Sozialarbeiter nun im Jugendhilfeausschuss. Dort hatte er die Gelegenheit, seine Arbeit vorzustellen.

„Zunächst habe ich mich, auch dank des Wetters, mit dem Jugendfreizeitpark vertraut gemacht“, sagte er. „Der wird hier in Wermelskirchen gerne und sehr gut angenommen.“ Im Vorfeld gab es bei einigen Nachbarn Bedenken darüber, dass es dort zu laut werden könnte. „Insofern habe ich mich dort viel aufgehalten, um einen vertrauensvollen Umgang mit den Kindern und Jugendlichen zu bekommen.“

Inzwischen wurden dort auch Workshops installiert. „Samstags von 14 bis 16 Uhr können Anfänger bei uns skaten lernen“, sagte er. „Das ist mir persönlich auch wichtig und dorthin kommen immer mehr Kinder und Jugendliche.“ Basketball wird immer dienstags und freitags ab 18 Uhr gespielt und Hockey mit dem CVJM immer donnerstags um 18 Uhr und samstags um 11 Uhr. Diese Angebote würden auch über Instagram und Whatsapp veröffentlicht. „Und dann habe ich mich auch in den Hüpp-Anlagen aufgehalten, war mit dem Rad unterwegs, um Kontakt zu Kindern und Jugendlichen zu bekommen“, befand der 33-Jährige. „Wichtig finde ich, die Kinder und Jugendlichen da abzuholen, wo sie sind, auf deren Bedürfnisse einzugehen und nicht einfach etwas von oben herab zu bestimmen.“

Jetzt, wenn das Wetter regnerisch wird, will der Sozialwissenschaftler, der zuletzt an der FC-Stadionakademie in Köln Workshops für Jugendliche organisiert und geleitet hat, die Beratungsstelle an der Thomas-Mann-Straße streichen und herrichten. „Und ich will den mobilen Bus wieder herrichten, als Büro einrichten und auf die Straße schicken, um auch die Jugendlichen in Dhünn und in Dabringhausen zu erreichen.“ Aber auch gemeinsame Ausflüge seien damit möglich.

Streetworker will mit anderen Trägern zusammenarbeiten

Es gebe viel zu tun. „Gemeinsam mit den anderen Jugendhilfeträgern will ich die Situation der Jugendlichen noch verbessern“, meinte Faubel. Denn auch das gehört elementar zu seinem Arbeitsfeld, den Kontakt zu den anderen Beratungsstellen, den Schulen und Trägern aufzubauen.

Torben Faubel ist verheiratet. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen bereits seit sieben Jahren in Wermelskirchen. „Da bot sich diese interessante Stelle geradezu an“, sagt er.

Froh ist Torben Faubel darüber, dass ihnen eine größere Fläche neben dem Jugendfreizeitpark von Hildebrandt für zwei Jahre zur Verfügung gestellt wurde. „Die können wir gut gebrauchen.“ Und von der Firma Ortlinghaus wurden Holzkisten und Paletten gesponsert, aus denen Sitzmöbel gebaut wurden. „Wir haben auch ein Sonnensegel aufgebaut, so dass man dort Schatten findet.“ Mittelfristig will er dort auch Workshops für Kinder und Jugendliche anbieten und eine Werkzeugkiste aufstellen, um kleinere Reparaturen vor Ort zu machen.

Hintergrund

Streetwork (oder Straßensozialarbeit) ist ein eigenes Arbeitsfeld in der sozialen Arbeit. Es beschreibt das „Wie“ des Kontaktaufbaus. Unerlässlich für Streetworker sind daher bestimmte Arbeitsprinzipien wie Lebensweltorientierung und Niedrigschwelligkeit.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Ins Gespräch kommen

anja.siebel@rga.de

Ein Streetworker für Wermelskirchen. Der Wunsch danach wurde erstmals wieder laut, nachdem es Ärger im Dabringhauser Dorfpark gegeben hatte. Jugendliche hatten sich dort öfter getroffen, Musik gehört – und für das Empfinden von Anwohnern zu viel Dreck und vor allem Lärm hinterlassen. . Die Jugendlichen bräuchten einen Ansprechpartner, einen, der auf Augenhöhe mit ihnen spricht, sich ihrer Interessen annimmt. Die Stelle wurde ausgeschrieben – ein Streetworker kam, und ging auch schon nach einigen Monaten wieder. Nun ist ein neuer gefunden, der hoffentlich ein wenig länger bleibt. Denn wenn im Dabringhauser Dorfpark auch längst Ruhe eingekehrt ist, gibt es anderswo in Wermelskirchen viele Plätze, an denen sich Jugendliche treffen. Manche von ihnen vielleicht orientierungs-, manchmal ratlos. Der Jugendfreizeitpark ist ein idealer Ort, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Und das macht der neue Streetworker ja auch.

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