Mein Blick auf die Woche in Wermelskirchen

Tierhaltung will gut überlegt sein

anja.siebel@rga.de
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Beim Hallenbad sollte sich die Stadt kritische Fragen gefallen lassen, meint WGA-Redakteurin Anja Carolina Siebel. Denn der Betrieb muss gewährleistet sein. Bei den steigenden Tierarztkosten hat Wermelskirchen hingegen eine gute Idee hervorgebracht.

Sich den Gurt umschnallen und Aqua-Gymnastik im kühlen Nass des Hallenbades machen oder einfach mal am Wochenende durch die Becken schippern, das ist derzeit nicht so einfach in Wermelskirchen. Denn das Team des Hallenbades hat mit Personal-Knappheit zu kämpfen. Erkrankungen kommen derzeit hinzu.

Die Folgen sind Schließungen oder nur teilweise Öffnungen. An den Wochenenden hat das Bad derzeit geschlossen. An Wochentagen gibt es Kürzungen der Öffnungszeiten. Laut Verwaltung ist das nicht ohne Weiteres zu ändern, denn geeignetes Personal lasse sich nicht finden. Trotzdem muss sich die Stadt in Sachen Hallenbad kritische Fragen gefallen lassen. Denn die Ortspolitiker, die sie im Sportausschuss gestellt haben, haben ganz recht, wenn sie alternative Modelle fordern, um den Hallenbadbetrieb auch dauerhaft zu gewährleisten. Denn es wäre fatal, wenn das Bad schließen müsste, lange bevor ein neues, eventuell auf dem Rhombus-Areal, gebaut werden kann. Wermelskirchen braucht ein Hallenbad. Nicht zuletzt deshalb, weil Kinder schwimmen lernen müssen und dazu keine unverhältnismäßig langen Wege in Kauf nehmen müssen sollten.

Tierärzte und Tierschützer, aber auch Tierfreunde machen sich Sorgen. Die steigenden Tierarztkosten durch die neue Gebührenverordnung sind der Grund. Bis zu 100 Prozent können sich die Leistungen erhöhen, wenn man mit seinem vierbeinigen Schützling ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muss. Das kann je nach Behandlung ganz schön ins Geld gehen. Umso rührender, dass sich bei der Wermelskirchener Tierärztin Uta Schmitt mit Praxis in Pohlhausen, Menschen eingefunden haben, die bereit sind, die Tierarztrechnungen oder Teile davon für bedürftige Tierhalter zu übernehmen.

Eine Art, den happigen Gebühren die Stirn zu bieten. Allerdings werden die leider auch dazu führen, dass Menschen ihr Tier abgeben, weil sie die Kosten nicht mehr tragen können. Dass mehr Tiere ausgesetzt oder zu Ramschpreisen in irgendwelchen Internetbörsen vertickt werden. Dass sie möglicherweise im Tierheim landen. Es geht also zu Lasten derer, die ohnehin nichts dafür können: der armen Vierbeiner. Halter, die sich gerade entschieden haben, ein Tier auszunehmen, sollten deshalb genug Verantwortungsbewusstsein haben, durchzukalkulieren, ob auch eine angemessene Behandlung ins Budget passt. Und ansonsten die Finger von dieser Idee lassen.

Supertoll: Der Naturweihnachtsbaum strahlt wieder.

Superärgerlich: Bürgerbus fährt Hünger nicht mehr an.

anja.siebel
@rga.de

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