Terrasse am Weihnachtsbaum darf bleiben

Harald Drescher brachte das Okay von Kreis und Naturschutzbeirat mit: Die Terrasse für Außengastronomie am Weihnachtsbaum darf bleiben, das Naturdenkmal werde davon nicht beeinträchtigt. Foto: Markus Schumacher
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Harald Drescher brachte das Okay von Kreis und Naturschutzbeirat mit: Die Terrasse für Außengastronomie am Weihnachtsbaum darf bleiben, das Naturdenkmal werde davon nicht beeinträchtigt.

Zuletzt gibt auch der Naturschutzbeirat des Kreises sein Okay

Von Markus Schumacher

„Es gibt keine Bedenken“, teilte Harald Drescher, Leiter des Tiefbauamtes, gestern bei einem kurzfristig anberaumten Pressetermin unter dem Weihnachtsbaum mit. Soll heißen: Die dort errichtete Terrasse für die Außengastronomie des Restaurants „Toscanna“ darf bleiben.

Im Mai hatte Dr. Markus Streckenbach ein Gutachten erstellt, das Ergebnis lag nach einigen Wochen bei der Stadt vor. Die leitete es dann nach eigener Prüfung an den Rheinisch-Bergischen Kreis weiter, der wiederum seinen Naturschutzbeirat als zuständiges Gremium informierte. Dessen Mitglieder waren schließlich am vergangenen Donnerstag persönlich vor Ort und schauten sich das Naturdenkmal und die Terrasse an. „Sie hatten ein paar Fragen“, berichtet Drescher, „aber am Ende auch nichts gegen die Terrasse.“

Drescher sieht sich und die anderen Fachleute aus dem Rathaus damit bestätigt: Denn die städtischen Mitarbeiter hatten von Anfang an grünes Licht für die Außengastronomie gegeben. In der Stadt hatte es dann aber emotionale und zum Teil hitzige Diskussionen gegeben.

Alle Sorgen, dass dem Mammutbaum durch das errichtete Holzpodest quasi das Wasser abgegraben werden könnte, hätten sich damit erledigt. „Wahrscheinlich geht es dem Baum jetzt sogar besser als vorher“, glaubt Drescher.

Vor drei Jahren sei der Baum im Sommer furztrocken gewesen und hätte schlecht ausgesehen, erinnert Drescher. Seit zwei Jahren werde er nun schon regelmäßig getränkt. 300 bis 500 Liter Wasser bekomme er derzeit.

„Es wird noch zusätzlich ein Bewässerungssack bis unter die Terrasse verlegt“, erklärt Drescher. Damit müsse der Baum dann auch in trockenen Zeiten keinen Durst leiden. Für die Wasserversorgung sorgen die BEW, der städtische Betriebshof und auch Gastronomin Anna Fanelli. Zudem hätte der Gutachter auch einen Pilzbefall festgestellt. Drescher sagt: „Das ist nichts Ungewöhnliches für den Baum auch nicht weiter gefährlich.“ Trotzdem würde der Baum nun auch gegen diesen Pilz geimpft werden, die Kosten dafür würden sich Stadt und Kreis teilen.

Die Genehmigung zur Sondernutzung für die Terrasse gelte zunächst bis Ende Oktober. Danach müssten die Möbel entfernt werden, die Terrasse dürfe aber stehen bleiben.

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