Fest

Tente schreibt Zusammenhalt groß

Freuen sich aufs Fest: Manuela Wickesberg (l.), Kita-Leitung, und Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski.
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Freuen sich aufs Fest: Manuela Wickesberg (l.), Kita-Leitung, und Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Evangelisches Gemeindehaus und Kindertagesstätte feiern gemeinsam Geburtstag.

Wermelskirchen. Die Freude ist groß. Die Aufregung steigt. Jetzt hoffen alle Kitakinder, die Erzieherinnen und Pädagogen sowie die Hauptamtlichen der Gemeinde und die Gemeindemitglieder nur noch auf gutes Wetter am Sonntag, 15. Mai. „Wir feiern gemeinsam unsere beiden Jubiläen“, sagt Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski. „Der Zusammenhalt zwischen allen Gruppen ist uns von Anfang an immer sehr wichtig, und wir sind froh, dass wir so viele ehrenamtliche Helfer haben.“

Der Garten der Kindertagesstätte ist gerade vergangenes Wochenende auf Vordermann gebracht worden. „20 Elternpaare hatten uns zugesagt, und wir haben stundenlang gehämmert, gestrichen, gebaut und geharkt“, sagt die Leiterin der Kindertagesstätte Manuela Wickesberg. „Auch die Kinder waren mitgekommen und haben in der Zeit gespielt. Pausen und eine Grillwurst gab es natürlich auch.“
Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg haben sich Bewohnerinnen und Bewohner aus Tente zusammengetan, um ein Gemeindehaus zu bauen. Diese Bestrebungen wurden durch den Weltkrieg unterbrochen. „Doch nach dem Krieg fingen die Tenter wieder mit ihrem Plan an“, sagt Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski. „Und dann begannen die Freiwilligen mit dem Bau, und das ohne Maschinen, noch nicht Mal ein Betonmischer wurde eingesetzt.“ Das Jugend- und Gemeindehaus, auf diesen Namen legt die Gemeinde riesengroßen Wert, wurde am 11. Mai 1952, am Sonntag Kantate, eingeweiht. Es folgten noch zwei Erweiterungsbauten.

„Doch nach dem Krieg fingen die Tenter wieder mit ihrem Plan an.“

Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski zur Geschichte

„Die Tenter hatten jetzt das, was sie schon immer gewollt, aber auch gebraucht haben“, sagt die Pfarrerin. „Es werden Gottesdienst in dem Gebäude gefeiert, die Senioren treffen sich dort und natürlich auch die Jugendgruppen.“ Der 1. Seelsorger kam 1956: Missionar Michel.

Und dann wurde die Frage nach einem Kindergarten immer lauter. „Bereits 1968 war der Bedarf da, Kinder zu betreuen“, sagt die Kindertagesstättenleiterin Manuela Wickesberg. „Das passierte im Gemeindehaus, bis die Kindertagesstätte 1972 eingeweiht wurde.“ Es folgten noch zwei Erweiterungen, eine 2012/2013 und eine weitere 2018/2019. „Der Architekt Rolf Hilverkus kannte den Kindergarten bereits als Vater eines Sohnes, der die Einrichtung besucht hatte“, sagt Manuela Wickesberg. „Und er konnte so viele Schwachstellen und Stärken für den Um- und Neubau nutzen.“

Die Einrichtung besuchen derzeit 64 Kinder. Sie werden von 14 Erzieherinnen und Erziehern sowie Praktikanten betreut. „Die Kita ist als Bewegungskindergarten zertifiziert“, sagt Manuela Wickesberg. „Und ein weiterer Schwerpunkt bei uns ist der Umgang mit guter Literatur. Wir lesen viel und empfinden Literatur als Bereicherung für jedes Kind.“ Die Kindertagesstätte hat ein großes Außengelände, dann gibt es unseren großen Flur, „Und zwischen zwei Gruppen gibt es jetzt auch eine Tür“, sagt Manuela Wickesberg. „Da könne sich die Kinder gegenseitig besuchen.“

Ein Fest für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Das Fest beginnt am 15. Mai um 10.15 Uhr mit einem gemeinsam gestalteten Festgottesdient. Dann gibt es Spiele für die Kinder, ein Großspielgerät betreut vom CVJM für die Jugendlichen, einen Vortrag über die Geschichte des Tenter Gemeindelebens von Robert Stosberg. Und später noch ein Mitsingkonzert mit Jonas Dubowy. „Wir beenden den Festtag mit einem gemeinsamen Abendsegen um 17.30 Uhr“, sagt Frackenpohl-Koberski.

Die Feier

Feier: Am 15. Mai, am Sonntag „Kantate“, feiern die evangelische Gemeinde in Tente das 50-jährige Jubiläum der Kindertagesstätte und das 70-Jährige des Gemeindehauses gemeinsam in den Häusern auf dem Gelände und auf dem Sportplatz.

Beginn: Das Fest beginnt um 10.15 Uhr mit einem Gottesdienst, bei dem auch Filme der Kitakinder gezeigt werden und es viel fröhliche Musik gibt. Anschließend: Spiel, Spaß und Kulinarisches für Klein und Groß. Ende: 17.30 Uhr.

Kommentar von Susanne Koch: Ein Dorf in der Stadt

susanne.koch@rga.de

Die Tenter sind eigenwillig und dickköpfig. Das haben sie gezeigt, indem sie für ihren Ortsteil ein Jugend- und Gemeindehaus gebaut haben. Das und auch der Bau und die Ausstattung der Kindertagesstätte war nur möglich, weil ganz viele Tenter daran mitgewirkt haben, Geld gespendet, selbst mit Hand angelegt haben. Und die evangelische Gemeinde nutzt alles vielfältig. Dort, wo morgens Senioren frühstücken, spielen nachmittags Jugendliche. Und wenn die Kindertagesstätte umgebaut wird, dann weichen die Kleinen eben ins Gemeindehaus aus und werden dort betreut. Sowohl Manuela Wickesberg wie auch Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski merkt man an, wie glücklich sie mit der Situation sind. Und das Dorf in der Stadt wird immer größer. Hier zeigt sich wieder einmal wie wichtig das Ehrenamt für unsere Gesellschaft ist.

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