Zweiter Versuch

Telegrafenstraße ist ab sofort gesperrt

Wenige Meter vor „An der Feuerwache“ machen Hinweisschilder die Autofahrer auf die geänderte Verkehrsführung aufmerksam.      Foto: Michael Schütz
+
Wenige Meter vor „An der Feuerwache“ machen Hinweisschilder die Autofahrer auf die geänderte Verkehrsführung aufmerksam.

Beim zweiten Versuch machte die Verwaltung keinen Rückzieher mehr. Die Schilder stehen jetzt sichtbar auf beiden Seiten.

Von Sebastian Radermacher

Beim zweiten Versuch machte die Stadtverwaltung keinen Rückzieher mehr: Am Mittwochvormittag wurden die Schilder für das Durchfahrtsverbot am Ende der Telegrafenstraße erneut aufgestellt. Diesmal besser sichtbar auf beiden Seiten am Straßenrand, zusätzlich versehen mit blinkenden Pylonen, um für mehr Aufmerksamkeit bei den Autofahrern zu sorgen, wie Tiefbauamtsleiter Harald Drescher sagte.

„Die Anordnung der Schilder ist so in Ordnung“, stellte er klar. Die Anregung des Polizisten Frank Preyer am Montag, mehrere Schilder „Durchfahrt verboten“ (weißer Querbalken auf rotem Hintergrund) aufzustellen, um das Verbot deutlicher zu machen, sei nicht zulässig.

„Die Beschilderung reicht aus meiner Sicht nicht aus.“
Frank Preyer, Bezirksplizist

Die jetzt gültige Beschilderung sei mit der Kreispolizei abgestimmt. Laut Drescher entspricht nur diese Art der Beschilderung den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung.

Bezirksbeamter Preyer kann dieser Beschilderung trotzdem nicht viel abgewinnen. „Sie entspricht zwar der Straßenverkehrsordnung, sie reicht aber aus meiner Sicht nicht aus, um den Verkehrsteilnehmern eindeutig zu signalisieren, dass die Durchfahrt für Autos und Motorräder verboten ist“, meinte er. Wie berichtet hatten beim ersten Anlauf am Montag die Verkehrsteilnehmer zum Großteil keinerlei Kenntnis von dem Durchfahrtsverbot genommen. „Es wäre hilfreich, deutlicher auf die neue Regelung aufmerksam zu machen“, findet der Bezirkspolizist.

Die Polizei wird die Einhaltung des Durchfahrtsverbots auf der Telegrafenstraße überwachen – sie wird Verstöße jedoch nicht sofort sanktionieren, machte der Bezirksbeamte deutlich. „Wir wollen zunächst die Verkehrsteilnehmer auf die neue Regelung hinweisen und sie informieren“, sagte Preyer.

In den ersten Minuten gab es auch am Mittwoch mehrere Autofahrer, darunter sowohl ortsfremde als auch ortskundige, die sich nicht an das Verbot hielten. Sie fuhren – wie schon am Montag – einfach durch den Engpass der Telegrafenstraße in Richtung Eich.

Es gab aber auch Fahrer, die die neue Verkehrsführung einhielten und über die Straße „An der Feuerwache“ zum Brückenweg fuhren. Ob dafür die blinkenden Pylone oder die Hinweisschilder auf die geänderte Verkehrsführung verantwortlich waren, blieb unklar.

Wie die Straße „An der Feuerwache“ die steigende Verkehrsbelastung verkraftet, bleibt laut Drescher abzuwarten. „Es nützt ja nichts, jetzt schon die Straße zu erneuern. Wir sollten erst einmal die Versuchsphase abwarten“, sagte er. Die Straße sei aber definitiv breit genug. Dies sei deutlich geworden, als am Dienstag vor dem „Film-Eck“ ein Linienbus liegengeblieben war. „Dann musste der nachfolgende Gelenkbus der Linie 260 durch die Anliegerstraße Richtung Brückenweg fahren – das hat ohne Probleme funktioniert“, sagte Drescher.

Er geht davon aus, dass es zwar wohl eine längere Zeit dauern wird, bis sich die Autofahrer an die neue Verkehrsführung gewöhnt haben, dass sie diese aber dann auch akzeptieren werden.

Ein Spaziergänger, der am Mittwoch an der Telegrafenstraße unterwegs war, brachte im Vorbeigehen seinen Unmut über die Verkehrssituation in der Innenstadt zum Ausdruck: „Es gibt viele Auto- und auch Radfahrer in Wermelskirchen, die machen, was sie wollen. Das ist wirklich traurig.“

PLANUNG DER VERWALTUNG

TELEGRAFENSTRASSE Um den gegenläufigen Radverkehr einführen zu können, dürfen nicht mehr als 400 Fahrzeuge pro Stunde die Einkaufsstraße nutzen. Deshalb sollen verschiedene Maßnahmen, unter anderem die Sperrung der Telegrafenstraße, den Durchgangsverkehr auf den Brückenweg lenken. Ab sofort tritt diese Sperrung in Kraft. 

BAHNTRASSE Weil Wermelskirchen die Bahntrasse für den Bau der Umgehungsstraße nutzte, ist der Radweg Balkantrasse bekanntermaßen für ein Stück unterbrochen. Um eine Verbindung in Richtung Belten zu schaffen, soll Radfahrern möglicherweise wieder erlaubt werden, die Telegrafenstraße gegen die Einbahnstraße zu nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Netzwerk versorgt Kranke zu Hause
Netzwerk versorgt Kranke zu Hause
Netzwerk versorgt Kranke zu Hause
Endlich wieder Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen
Endlich wieder Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen
Endlich wieder Indoor-Weihnachtsmarkt in Dabringhausen
Jecken sind längst wieder im Feiermodus
Jecken sind längst wieder im Feiermodus
Jecken sind längst wieder im Feiermodus
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben
WiW lässt Weihnachtsmarkt aufleben

Kommentare