Baustelle

Telegrafenpassage: Karten werden neu gemischt

Die Baustelle an der Telegrafenspassage besteht seit Sommer 2022. Eine neue, moderne Fassade soll an der Frontseite entstehen.
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Die Baustelle an der Telegrafenspassage besteht seit Sommer 2022. Eine neue, moderne Fassade soll an der Frontseite entstehen.

Zwei Ladenlokale stehen wieder leer – im Frühjahr soll es weitergehen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Eigentlich sollte die Fassade bereits im Herbst fertig werden. „Aber auch wir müssen mit den Folgen der Lieferengpässe bei den Unternehmen leben“, sagt Investor Wolfgang Schmitz-Heinen. Im Juli begannen die Arbeiten an der Fassade der Telegrafenpassage. Die Vordächer und Leuchtreklamen wurden abmontiert. Nun wird alles neu gemacht. Und das dauert, wie bei anderen Gewerken derzeit auch, länger als geplant.

Fassade soll bunt und einladend aussehen

Die Fassade soll bunt und einladend werden. Derzeit laufen die Vorbereitungen für diese Umbauten. Die auffällige neue Fassadenverkleidung aus Lamellen hat ein holländischer Designer entworfen. Die Farben Gelb sowie zwei Grünschattierungen orientieren sich an den Farben der bereits eingebauten Fenster. Die Fassade zur Oberen Remscheider Straße wird in den gleichen Farben gehalten. Diese Fassade wird aber komplett erneuert.

Und der Investor der Telegrafenpassage muss gerade zudem ein wenig umdisponieren. Denn: Die Schließung des Biomarktes Naturata Ende Juni kam für ihn überraschend. Wie berichtet, hatte der Filialist, er seit 40 Jahren Bioläden in der Region betreibt, das Handtuch geworfen, nachdem in Wermelskirchen die Umsätze deutlich zurückgegangen waren. „Das hat uns erst einmal gewundert“, erzählt Schmitz-Heinen. „Denn in anderen Städten läuft die Kette sehr gut. Und auch in Wermelskirchen brummte der Laden während der Anfangsphase der Pandemie, als scheinbar alle das Kochen für sich entdeckten. Nachher endete das abrupt.“ Nun ist der Mieter ausgezogen – und in der Telegrafenpassage gibt es wieder Leerstände. Das 400 Quadratmeter große Ladenlokal soll künftig mit einem benachbarten 200 Quadratmeter fassenden vermietet werden, kündigt Schmitz-Heinen an. Geräumige 600 Quadratmeter wären also zur Telegrafenstraße hin frei. Hinzu kommt das Ladenlokal zur Carl-Leverkus-Straße hin, in dem einst der Lotto- und Tabak-Laden untergebracht war.

Welche Unternehmen in die beiden Läden einziehen werden, das weiß der Investor zurzeit noch nicht. „Wir werden aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Branchen in den Handels-Mix in der Innenstadt passen“, unterstreicht Schmitz-Heinen.

Erbaut wurde die Telegrafenpassage von Stephan Nöcker, 1997 wurde sie mit großem Bahnhof eröffnet. 2007 ging die Passage in den Besitz der Fondsgesellschaft REO Real Estate Opportunities GmbH mit Sitz in Hamburg über. Im Jahr 2017 wurde der vernachlässigte Komplex von der Witte-Group mit Wolfgang Schmitz-Heinen an der Spitze erworben. Der hat sie nach und nach aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Geblieben sind die Geschäfte Apollo Optik und Ernstings Family. Neu eingezogen sind die Kita Stöppken, eine Ärzte-Gemeinschaft und einige Büroräume. Nun kommen voraussichtlich zwei neue Mieter hinzu.

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